
Medizin studieren
Das Medizinstudium verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnaher Ausbildung und bereitet optimal auf eine Karriere im Gesundheitswesen vor.
Medizin studieren: Studium, Kosten und Alternativen!
Das Medizinstudium zählt zu den anspruchsvollsten, aber auch spannendsten Studiengängen überhaupt. Es verbindet wissenschaftliches Wissen mit dem direkten Ziel, Menschen zu helfen und Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen.
Medizin studieren: Diese Voraussetzungen brauchst du
Für ein Medizinstudium brauchst du in der Regel sehr gute Noten, Interesse an Naturwissenschaften und viel Durchhaltevermögen. Neben dem NC spielen heute auch Auswahlverfahren der Hochschulen, Tests wie der TMS sowie praktische Erfahrungen im medizinischen Bereich eine wichtige Rolle.
Numerus Clausus im Medizinstudium

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Jetzt lesenWo kann man Medizin studieren?
- Medizinstudium an staatlichen Hochschulen
Der klassische Weg zum Arztberuf über Universitäten in Deutschland. - Medizinstudium an privaten Hochschulen
Oft mit anderen Auswahlverfahren, dafür meist mit hohen Studiengebühren. - Medizinstudium auf Englisch
Besonders beliebt im Ausland oder an internationalen Universitäten. - Fernstudium Medizin
Nur eingeschränkt möglich, da praktische Inhalte und Klinikphasen verpflichtend sind. - Medizinstudium im Ausland
Eine Alternative für alle, die keinen Studienplatz in Deutschland bekommen.
Tipp: Hier findest du deinen Studienplatz
Insgesamt gibt es in Deutschland rund 40 Universitäten, die ein Medizinstudium anbieten. Vier davon sind in privater Hand, die anderen Hochschulen sind staatlich. Sie befinden sich zum Beispiel in Bochum, Aachen, Göttingen oder München.
Im Wintersemester gibt es in Deutschland fast 9.500 Studienplätze für Medizin, im Sommersemester sind es circa 1.700. Die Zahl der Bewerber /-innen ist meist um ein Vielfaches höher.
Ablauf und Dauer des Medizinstudiums
Das Medizinstudium lässt sich in drei große Bereiche einteilen: der vorklinische Studienabschnitt, der klinische Studienabschnitt, das praktische Jahr und am Ende des Studiums eine medizinische Doktorarbeit.
| Studienabschnitt | Dauer | Inhalte |
|---|---|---|
| Vorklinik | 1.–4. Semester | Medizinische Grundlagen wie Anatomie, Biologie und Psychologie, inklusive Pflegepraktikum und Erste-Hilfe-Kurs |
| Physikum | nach dem 4. Semester | Erste große Prüfung über die vorklinischen Inhalte |
| Klinik | 5.–10. Semester | Vertiefung medizinischer Fächer, Krankheiten und Behandlungsmethoden, inklusive Famulatur |
| Zweites Staatsexamen | nach dem 10. Semester | Prüfung über die klinischen Inhalte |
| Praktisches Jahr (PJ) | 11.–12. Semester | Praktische Arbeit in Klinik und Arztpraxis in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Wahlfach |
| Drittes Staatsexamen | nach dem PJ | Abschlussprüfung des Medizinstudiums |
| Doktorarbeit | parallel oder danach | Möglichkeit zum Erwerb des Doktortitels „Dr. med.“ |
Des Weiteren besteht das Medizinstudium natürlich auch aus Fachwissen für die verschiedenen Fachbereiche. Denn in welche Richtung du als Arzt/Ärztin später gehen möchtest, kannst du selbst entscheiden. Im Studium werden dir Grundlagen für ganz verschiedenen Fachrichtungen vermittelt, zum Beispiel:
- Allgemeinmedizin
- Innerer Medizin
- Humangenetik
- Neurologie
- Orthopädie
- Rechtsmedizin
Wie schwer ist das Medizinstudium wirklich?
Das Medizinstudium dauert in der Regelstudienzeit zwölf Semester und gehört zu den schwierigsten Studiengängen überhaupt. Vor allem die Kombination aus Theorie, Zeitdruck und Verantwortung macht das Studium herausfordernd.
Spätestens im praktischen Jahr wird es intensiv: Du arbeitest fast wie im Berufsalltag in Kliniken oder Arztpraxen mit und sammelst erste echte Erfahrungen im Umgang mit Patientinnen und Patienten. Wer Medizin studieren möchte, braucht deshalb nicht nur gute Noten, sondern auch Motivation, Belastbarkeit und echtes Durchhaltevermögen.
Berufsaussichten & Gehalt
Auch wenn das Medizinstudium lang und anspruchsvoll ist, lohnt sich der Aufwand für viele Absolventinnen und Absolventen: Die Berufsaussichten für Ärztinnen und Ärzte gelten als sehr gut. Vor allem Krankenhäuser, Kliniken und medizinische Versorgungszentren suchen kontinuierlich Fachpersonal. Später kannst du zudem den Weg in die eigene Praxis einschlagen oder dich auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren, etwa in der Allgemeinmedizin, Gynäkologie oder Psychotherapie. Auch finanziell bietet der Beruf attraktive Perspektiven. Das Gehalt in Kliniken und Krankenhäusern richtet sich meist nach Tarifverträgen.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Assistenzarzt/-ärztin | 1. Jahr – 5.609,85 € | 2. Jahr – 5.927,86 € | 3. Jahr – 6.154,97 € | 4. Jahr – 6.548,61 € | 5. Jahr – 7.018,01 € | 6. Jahr – 7.211,07 € |
| Facharzt/-ärztin | 1. Jahr – 7.404,11 € | 4. Jahr – 8.024,90 € | 7. Jahr – 8.569,99 € | 9. Jahr – 8.887,98 € | 11. Jahr – 9.198,36 € | 13. Jahr – 9.508,74 € |
| Oberarzt/-ärztin | 1. Jahr – 9.274,08 € | 4. Jahr – 9.818,15 € | 7. Jahr – 10.598,97 € | – | – | – |
| Ltd. Oberarzt/-ärztin | 1. Jahr – 10.909,31 € | 4. Jahr – 11.689,17 € | – | – | – | – |
Gültig von 01.08.2025 bis 31.05.2026, Quelle: TV Ärzte
Studiengänge rund um Medizin
Falls du schon weißt, in welchem Medizinbereich du tätig sein möchtest, kannst du dich auch direkt spezialisieren:
Medizin studieren: Es gibt viele Alternativen
Wenn es mit dem Medizinstudium trotz allem nicht klappt, bedeutet das nicht, dass du nicht trotzdem etwas aus dem medizinischen Bereich studieren kannst. Denn es gibt eine Vielzahl von Fächern mit Bezügen und Schnittstellen zur Medizin, die eine ebenso spannende wie lohnenswerte Alternative sein können. Zum Beispiel Biologie, Pharmazie und vieles mehr.
Tipp: Studienplatz einklagen
Wenn der TMS-Test deinen Abischnitt nicht ausreichend verbessert und ein Medizinstudium im Ausand oder an einer Privatuni keine Option für dich sind, bleibt dir noch eine Möglichkeit: der juristische Weg. Du kannst deinen Studienplatz einklagen. Wie du durch eine Studienplatzklage vielleicht noch an deinen Wunschstudienplatz kommen kannst und was du außerdem darüber wissen solltest, haben wir für dich zusammengestellt.

