Biologie studieren: Das musst du wissen!

Sandra Ruppel - 06.01.2016

Biologie studieren

Im Biologie-Studium erforschst du Natur und Leben | Foto: Thinkstock/WavebreakmediaLtd

Das Biologie-Studium passt zu dir, wenn...

  • du Interesse an Pflanze und Tieren hast.
  • dich die biochemischen Prozesse der Natur interessieren.
  • du das Thema Genetik spannend findest.
  • du eine analytische Denkweise hast.
  • du auch gern selbst Daten erhebst. 
  • du im Labor arbeiten möchtest. 

Voraussetzungen und Vorkenntnisse

Grundsätzlich solltest du ein gewisses Interesse an biologischen Themen mitbringen. Wenn du in der Oberstufe Biologie nicht als Leistungskurs hattest oder das Fach gar ganz abgewählt hast, ist das zwar kein Hinderungsgrund für ein Bio-Studium. Dennoch sollte dir bewusst sein: Die Stoffmengen, die du während des Studiums bewältigen musst, sind deutlich größer, als die während der gymnasialen Oberstufe. Auch ist natürlich das Niveau höher und die Aufgaben sind komplexer.

Obwohl der höchste Numerus Clausus für Biologie im Sommersemester 2015 bei 1,3 lag, gibt es auch einige Unis, die keine Zulassungsbeschränkung für den Studiengang Biologie haben. Bewerben musst du dich direkt bei den jeweiligen Hochschulen.

Herausfinden, ob und welche Zulassungsbeschränkungen deine Wunsch-Uni hat, kannst du auf der jeweiligen Fachseite für Biologie der Uni. Es ist ratsam, sich zügig um einen Studienplatz zu bemühen. Wenn du gleich mehrere Zusagen erhältst, solltest du möglichst zeitnah der Uni absagen, für die du dich nicht entscheidest, um den Platz für einen anderen Studiumsanwärter frei zu machen.

In den Einführungsveranstaltungen wird dir das grundlegende biologische Basiswissen vermittelt. Allerdings wirst du speziell zu Beginn des Studiums auch Vorlesungen in Chemie und Physik absolvieren. Ein gutes Verständnis für Mathematik ist also unerlässlich und auch in Englisch solltest du fit sein, denn viele Fachpublikationen sind in Englisch verfasst.

Studieninhalte Biologie

In den ersten Semestern wirst du in den Disziplinen Zoologie, Botanik, Genetik, Zellbiologie, Mikrobiologie und Ökologie unterrichtet. Du solltest außerdem nicht zu zimperlich sein, denn im zoologischen Grundpraktikum wirst du auch Kleingetier sezieren. Du löst tägliche oder wöchentliche Übungsaufgaben und bereitest nebenbei deine Kurse vor und nach.

Nachdem du die Basisveranstaltungen erfolgreich hinter dich gebracht hast, wählst du Schwerpunkte. Informier dich vor Aufnahme des Studiums genau über mögliche Teildisziplinen, das Fach "Meeresbiologie" wird beispielsweise nicht an jeder Hochschule angeboten.

Neben Vorlesungen, in denen dir praktisches Wissen an die Hand gegeben wird, vertiefst du in Übungen deine erworbenen Kenntnisse und erlernst das wissenschaftliche Arbeiten. Dabei wirst du auch Fleiß in das Erlernen biologischer Fachbegriffe investieren müssen. Praktika und Exkursionen runden deinen Studienalltag ab.

Biologie Studium an deutschen Hochschulen

Die Regelstudienzeit für den Bachelor in Biologie beträgt sechs Semester, wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, der kann in weiteren 4 Semestern seinen Master of Science anschließen. Wer gerne als Bio-Lehrer arbeiten möchte, der setzt auf den Bachelor noch einen Master of Education obenauf. Hierfür brauchst du meist auch noch ein zweites Fach, das du bereits während des Bachelors zusammen mit Biologie studiert hast. Außerdem musst du Kurse in Methodik und Didaktik absolvieren.

Der Master dient der weiteren Spezialisierung nach dem Bachelor, je nachdem, für welchen Schwerpunkt du dich entscheidest, bietet sich auch nochmal ein Wechsel der Hochschule an. Biotechnologie oder Bioinformatik sind nur zwei Beispiele für eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Einige der Master-Studiengänge werden komplett auf Englisch unterrichtet, wie Neurosciences an der Uni Göttingen.

Wissen

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Berufsaussichten für Biologie-Absolventen

Nach dem Abschluss kannst du dich an einer Universität oder sonstigen Forschungseinrichtungen weiter mit Wechselwirkungen zwischen Organismen und Umwelt oder der Vielfalt der Lebewesen beschäftigen. Außerdem kannst du in der Industrie (Pharma-, Lebensmittel- oder Chemie-Industrie) arbeiten.

Aber Vorsicht: Deine ehemaligen Kommilitonen aus der Physik und der Chemie interessieren sich unter Umständen für die gleiche Stelle. Du kannst in der Landwirtschaft, im Wasserwesen oder im Bereich der Mess- und Labortechnik arbeiten. Denkbar wäre auch eine Tätigkeit im Bereich der Biotechnologie, im Hygienesektor oder im Umweltschutz. Auch kannst du dich als Biologie-Absolvent für den Beruf eines Zooologen entscheiden, um mit Tieren zu arbeiten und diese zu erforschen.

Ein Job in der Medienbranche, im Marketing oder Vertrieb liegt zwar nicht auf der Hand, ist aber ebenfalls denkbar. Im Journalismus wird ein naturwissenschaftlicher Abschluss gerne gesehen. Solltest du dich für diesen Bereich entscheiden, ist es allerdings gut, schob früh praktische (Schreib-)Erfahrungen zu sammeln. Für Biologen liegen die Jobs nicht gerade auf der Straße, deshalb solltest du die Augen offenhalten und flexibel sein. Außerdem schadet es nicht, Zusatzqualifikationen zu erwerben, so dass du dich mit deiner Bewerbung abhebst und punkten kannst.

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