Arzt mit Röntgenbild des Kiefers
Foto: Thinkstock/AndreyPopov

16.08.2016

Stethoskop mit Röntgenbild

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07. Sep 2017

UNIcheck

Zahnmedizin studieren

Gesunde und schöne Zähne

Zahnmedizin studieren

Im Studium Zahnmedizin beschäftigst du dich mit dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Diese umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich. So lernst du unter anderem neben den therapeutischen Maßnahmen zur Entfernung kranker Zähne und orthopädischen Behandlung von Fehlstellungen auch die Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Zahnerkrankungen.

Es kann auch ein Zusammenhang zwischen einer Erkrankung des Zahn- und Mundbereichs mit anderen Bereichen des Körpers bestehen. Aus diesem Grund ist auch eine Reihe von Lehrveranstaltungen der allgemeinen Medizin fester Bestandteil des Studiums.

Voraussetzungen

Für ein Zahnmedizin Studium benötigst du die Allgemeine Hochschulreife. Alternativ ist auch der Zugang mit einer abgeschlossenen, einschlägigen Berufsausbildung möglich. Für die Zulassung zum Physikum musst du in der Regel das Latinum haben oder einen Kurs besuchen, der dich auf die  medizinische Terminologie vorbereitet.

Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Physik und Chemie sind von Vorteil und du solltest über Konzentrationsvermögen und eine hohe Aufnahmefähigkeit verfügen. Ein gutes Sehvermögen und ein gewisses handwerkliches Geschick solltest du ebenfalls mitbringen. Du solltest auch nicht allzu sensibel sein: Studierende der Zahnmedizin führen zum Beispiel Präparationen an Leichen durch.

Auch die Finanzierung sollte vor Beginn des Studiums durchdacht werden. Die Kosten sind im Vergleich zum Studium in der Humanmedizin deutlich höher, da es eines der materialintensivsten überhaupt ist. Die Kosten sind allerdings nicht an allen Hochschulen gleich. An einigen Universitäten, wie zum Beispiel in Jena oder in Münster, werden den Studierenden sehr viele Materialien gestellt, an anderen muss das meiste selbst gekauft werden. Dabei  können insgesamt  Kosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro für die Instrumente zusammenkommen.

Zahnmedizin studieren in Deutschland

Zahnmedizin kann in Deutschland ausschließlich an Universitäten studiert werden. So findest du neben dem klassischen Zahnmedizinstudium auch ab und zu die Bezeichnung Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wie z.B. an der Uni Witten/ Herdecke.

Eine Ausnahme bilden alternative Studiengänge wie zum Beispiel Dentaltechnologie (B.Sc.) der Hochschule Osnabrück oder Dentalhygiene und Präventionsmanagement (B.Sc.) der praxishochschule. Diese sind aber nicht mit dem Zahnmedizin-Studium vergleichbar, da sie nicht zu einer Approbation als Zahnarzt führen.

In unserer Datenbank auf UNICHECK.de findest du über die Suche Universitäten, die  Studiengänge im Bereich Zahnmedizin anbieten.

Mit einem Abschluss in der Zahnheilkunde kannst du dich auch anschließend für einen Weiterbildungsmaster bewerben und dich somit in z.B. folgende Richtungen spezialisieren:

Aufbau und Inhalt des Studiums Zahnmedizin

Der Fokus im Studium liegt auf den theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten. Der Studienaufbau ist prinzipiell an allen deutschen Universitäten gleich und wird in der Approbationsordnung für Zahnärzte geregelt.

Im vorklinischen Studienabschnitt werden zum einen die theoretisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen für das spätere Verständnis der Krankheitslehre und der klinischen Behandlung gelehrt. Neben den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern Biologie, Physik und Chemie werden  hier auch die eigentlichen vorklinischen Fachgebiete Anatomie, Physiologie und Biochemie fächerübergreifend unterrichtet und sollen dir die Grundlagen zur Arbeit am Patienten liefern. Die naturwissenschaftlichen Fächer werden nach dem zweiten Semester in einer staatlichen Prüfung, dem Vorphysikum, abgefragt.

Im Anschluss werden in den Semestern vier und fünf zahnärztliche Grundkenntnisse und Phantomkurse d.h. eine praktische Ausbildung an einem Phantomkopf mit Kunststoffzähnen, vermittelt und in der zahnärztlichen Vorprüfung, dem Physikum, abgefragt.

Im klinischen Studienabschnitt erlernen die Studierenden schrittweise die wissenschaftlichen Grundlagen der Krankheitslehre. Die zahnmedizinischen Kernfächer umfassen die Bereiche Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie, Zahnerhaltungskunde, Zahnersatzkunde und Kieferorthopädie. Die Studierenden erlernen die verschiedenen Methoden der zahnärztlichen Behandlungen und die Operationstechnik. Außerdem werden die wichtigsten Elemente der Humanmedizin erarbeitet. Ein Abschluss ohne Praxisphase ist nicht möglich.

Wenn du nun mindestens zehn Semester Zahnmedizin erfolgreich hinter dich gebracht hast, darfst du auch schon dein Examen machen. Von nun an darfst du dich ZA (Zahnarzt) oder für diejenigen, die nebenbei noch Zeit für eine Doktorarbeit hatten, Dr. med. dent. nennen.

Berufliche Perspektiven nach dem Zahnmedizin Studium

Nach erfolgreich abgeschlossener zahnärztlicher Prüfung kannst du die Approbation als Zahnarzt beantragen, wodurch du die Erlaubnis zur Ausübung des zahnärztlichen Berufs erhältst. Viele Zahnärzte entscheiden sich später dafür, eine eigene Praxis zu gründen. Wer aber denkt, dass ein Zahnmedizinstudium automatisch immer nur in die Richtung einer eigenen Praxis führt, der irrt.  

Viele Zahnmediziner sind auch in Krankenhäusern, Universitätskliniken, Pflegeheimen und Sanatorien tätig. Einige entscheiden sich sogar für den Sanitätsdienst beim Militär.

Ein beliebtes Tätigkeitsfeld ist außerdem die Pharmaindustrie oder die Medizintechnik. Auch ist es möglich, beispielsweise in den Medizinjournalismus einzusteigen. Zahnärzte findet man ebenfalls im öffentlichen Bereich, etwa bei Sozialversicherungen oder Gesundheitsämtern und in anderen Bereichen, wie zum Beispiel in der Wissenschaft oder der Forschung.

 

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