Psychologie studieren: Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen

Elena Weber - 21.08.2023

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Psychologie studieren: hohe Vorraussetzungen

Wenn du Psychologie studieren möchtest, reicht es nicht aus, sich bloß für den Menschen und seine Psyche zu interessieren. Neben dem grundlegenden Interesse an diesem Studienfach sind noch einige weitere Voraussetzungen nötig, damit du Psychologie studieren kannst. Denn Psychologie gehört neben Medizin, Jura und BWL zu den beliebtesten Studienfächern. Dadurch ist die Nachfrage entsprechend hoch, die Studienplätze sind jedoch begrenzt. Zudem gilt ein Psychologie-Studium als besonders anspruchsvoll. Was das für dich bedeutet, welche Voraussetzungen du mitbringen solltest und was du außerdem zum Studiengang Psychologie wissen solltest, erfährst du hier.

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Psychologie studieren IU
 

Formale Voraussetzungen

Einfach drauf los zu studieren, funktioniert leider nicht. Es gibt einige formale Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Sie werden von den Hochschulen vorgegeben und stellen die grundsätzlichen Bedingungen dar, unter denen du ein Psychologie-Studium aufnehmen kannst.

Zu diesen formalen Voraussetzungen gehören:

  • das Abitur
  • der Numerus Clausus
  • der BaPsy-DGPs-Test
  • Eignungstests und Motivationsschreiben
  • Wartesemester
  • ein alternatives Psychologie-Studium ohne NC
  • Studieren im Ausland
  • Fristen einhalten

Das Abitur

Die allgemeine Hochschulreife, also dein Abitur, ermöglicht es dir, uneingeschränkt an einer staatlichen oder privaten Hochschule Psychologie zu studieren. Hast du also dein Abi in der Tasche, erfüllst du schon einmal die erste wichtige Voraussetzung fürs Studium. 

Auch mit Fachhochschulreife kannst du Psychologie studieren, dann an einer Fachhochschule. Je nach Regelungen der einzelnen Hochschulen kann auch mit einer fachgebundenen Hochschulreife ein Psychologiestudium möglich sein. Das gilt auch, wenn du kein Abi oder Fachabi hast. Alternativ benötigst du dann einen abgeschlossenen Meister, eine berufliche Aufstiegsfortbildung oder eine facheinschlägige zweijährige Berufsausbildung plus drei Jahre Berufserfahrung. 

Der Numerus clausus

Doch mit dem Abitur allein ist es nicht getan. Schon bei der Bewerbung wartet die erste Hürde auf dich: der Numerus Clausus. Denn Psychologie gehört zu den zulassungsbeschränkten Studiengängen, sprich: Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Der Numerus Clausus, kurz NC, ist ein Kriterium, das darüber entscheidet, ob du einen Studienplatz bekommst oder nicht. In Psychologie ist der NC sehr hoch. Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt: Nicht nur in beliebten Studistädten wie Berlin, Hamburg oder München ist der NC extrem hoch. An nahezu allen deutschen Universitäten hat der Psychologie-NC eine Eins vor dem Komma. An der Freien Universität Berlin lag er zuletzt sogar bei 1,0. Das macht den Studiengang nur für einen sehr kleinen Teil der Bewerber /-innen zugänglich.

Der BaPsy-DGPs-Test: Das neue Auswahlkriterium

Was für den Studiengang Medizin der TMS-Test ist, soll der BaPsy-DGPs-Test für das Studienfach Psychologie werden: Der “Studieneignungstest Bachelor-Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie”, kurz BaPsy oder BaPsy-DGPs, gilt als der neue Standard, um die Eignung von Studienbewerbern und -bewerberinnen für ein Psychologiestudium zu prüfen. Er hat 2023 den bisherigen STAV-Psych-Test abgelöst, der bis dato an einigen Hochschulen in Baden-Württemberg als Zulassungskriterium verwendet wurde. Der BaPsy-DGPs-Test gilt nun bundesweit und wird an immer mehr deutschen Universitäten berücksichtigt. Die Idee hinter diesem Test ist, dass durch ihn deine Chancen auf einen Studienplatz erhöht werden sollen, da das Testergebnis von den Hochschulen zusätzlich zur Abiturnote bei der Auswahl von Bewerbern und Bewerberinnen verwendet wird. Er findet einmal im Jahr immer im Mai statt. Das Testergebnis ist fünf Jahre lang gültig.

 

Eignungstests und Motivationsschreiben

Nicht alle Studienplätze werden ausschließlich über den NC vergeben. Einige Hochschulen wählen einen bestimmten Prozentsatz an Bewerber /-innen auch in einem internen Auswahlverfahren aus. In diesem ist es üblich, dass du Eignungstests absolvierst und beispielsweise in einem Motivationsschreiben überzeugend darlegst, warum du Psychologie studieren möchtest.

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Wartesemester

Wenn du den Numerus Clausus nicht erfüllst, hast du die Möglichkeit, über Wartesemester an deinen Studienplatz zu kommen. Grundsätzlich greifen die Zulassungsbeschränkungen nämlich erst, wenn die Anzahl an Bewerber /-innen tatsächlich größer ist als die zur Verfügung stehenden Studienplätze. Das ist bei Psychologie aber leider so gut wie nie der Fall. Die Chancen, nachrücken, sind also eher gering. Deinen NC “Verbessern” kannst du aber mit Wartesemestern. Du kannst in der Wartezeit also etwas anderes machen, etwa ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Gap Year nach dem Abi oder eine Ausbildung, und dir diese Zeit, in der du nicht studiert hast, als Wartesemester anrechnen lassen. Diese verbessern dann deinen Ranglistenwert und erhöhen deine Chancen, Psychologie zu studieren.

Allerdings musst du dabei bedenken, dass du dadurch eventuell erst deutlich später mit deinem Studium beginnen kannst. Das muss kein Nachteil sein, bei einem NC weit über 2,0 benötigst du aber ziemlich viele Wartesemester, um überhaupt eine reelle Chance auf einen Studienplatz zu haben. Ob sich die lange Warterei über mehrere Jahre lohnt oder ob eventuell doch ein anderes Studium in Frage kommt, solltest du für dich abwägen.

Psychologie studieren ohne NC

Das Einser-Abi ist das K.O.-Kriterium für dein Psychologie-Studium? Nicht unbedingt. Es gibt auch die Option, Psychologie ohne NC zu studieren, etwa über einen privaten Anbieter, bei dem du beispielsweise ein Fernstudium Psychologie absolvieren kannst. Hier spielt der NC eine untergeordnete Rolle, stattdessen wird in internen Eignungstests und Auswahlgesprächen entschieden, ob du einen Studienplatz bekommst oder nicht. Allerdings musst du noch eine andere wichtige Voraussetzung erfüllen, um an einer privaten Uni Psychologie studieren zu können: Du musst über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, denn anders als an staatlichen Hochschulen, musst du bei privaten Anbietern Studiengebühren zahlen. Diese belaufen sich auf mehrere hundert Euro im Monat. 

Psychologie studieren im Ausland

Eine weitere, aber nicht automatisch auch kostengünstigere Alternative für ein Psychologie-Studium, ist ein Studium im Ausland, beispielsweise in Österreich, den Niederlanden oder Belgien. Zwar musst du dich auch hier aufgrund der hohen Bewerber /-innenzahl einem Auswahlverfahren stellen, deine Abinoten spielen aber keine Rolle.

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Fachliche Voraussetzungen

Sie sind kein Muss, aber es gibt einige fachliche Voraussetzungen, die dir das anspruchsvolle Psychologie-Studium auf jeden Fall erleichtern können. Dazu gehören soziale, biologische und mathematische Grundlagen, die für das Studium ebenso wichtig sind wie für deinen späteren Beruf. Hilfreich ist es, wenn du mit folgenden Fächern in der Schule kein Problem hattest:

  • Mathe
  • Englisch
  • Naturwissenschaften

Aber auch wenn Mathe in der Schule jetzt nicht so dein Ding war oder du beim Englisch lernen etwas Nachholbedarf hast: Wenn du wirklich Psychologie studieren möchtest, sollte dich das nicht von einem Studium abhalten, denn das Lernen an der Uni ist etwas ganz anderes und Schulnoten sind nur bedingt ein Abbild dessen, was du wirklich kannst und was nicht.  Auf der anderen Seite solltest du ehrlich zu dir sein. Wenn du Mathe aus tiefstem Herzen verabscheust, mache dir bewusst, dass es im Psychologie-Studium viel um Statistik geht. Frage dich also ehrlich, ob du dir vorstellen kannst, das durchzuziehen.

Persönliche Voraussetzungen 

Dass du ein grundlegendes Interesse an dem Fach, das du studieren möchtest, mitbringen solltest, erklärt sich von selbst. Darüber hinaus solltest du aber auch einige persönliche Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Empathie und Sozialkompetenz
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und Forschung
  • Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit
  • analytisches, logisches und abstraktes Denkvermögen
  • gute Englischkenntnisse

Natürlich kannst du dich auch bezüglich deiner persönlichen Voraussetzungen noch entwickeln und zum Beispiel gezielt daran arbeiten, deine Englischkenntnisse zu verbessern. Wenn dir aber der Umgang mit Menschen überhaupt keinen Spaß macht oder dich das wissenschaftliche Arbeiten langweilt, solltest du schon hinterfragen, woran das liegt und ob Psychologie die beste Studienwahl ist.

Fristen einhalten

Klingt selbstverständlich, solltest du aber auf jeden Fall im Blick behalten: Um dich an den Unis zu bewerben, solltest du den Bewerbungszeitraum, das Nachrückverfahren und im Falle einer Zulassung auch die Termine für die Einschreibung nicht aus den Augen verlieren. Hast du die verpasst, hast du erst im nächsten Semester wieder eine Chance, Psychologie zu studieren.

Studieninhalte: Das erwartet dich

Warum all diese Voraussetzungen für ein Psychologie-Studium nötig sind, erklärt sich, wenn du dir die Studieninhalte genauer ansiehst. Im Studium der Psychologie sollst du die Grundlagen, Ursachen und Wirkungen menschlichen Handelns kennenlernen. Experimente werden dazu genutzt, um Verhaltensweisen zu erforschen und vorhersagen zu können. Psychologie ist also alles andere als ein "Laberfach", häufig geht es um Statistik, Biologie, Chemie oder computergestützte Datenanalysen. Die notwendigen Grundlagen dazu erhältst du im Bachelorstudium, mit dem Masterstudium kannst du dein Wissen anschließend weiter vertiefen.

Bachelor

Der Bachelor bietet neben Einführungskursen, die dich auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereiten sollen, vor allem die Ausbildung im Bereich der psychologischen Methoden. Darunter fallen Seminare und Veranstaltungen zu Themen wie Versuchsplanung, computergestützter Auswertung, psychologischer Diagnostik oder Statistik. Gleichzeitig belegst du themenspezifische Fächer, um das fachliches Wissen im Bereich der Psychologie zu erlernen. Diese Themenmodule können beispielsweise aus

  • Allgemeiner Psychologie
  • Pädagogischer Psychologie
  • Persönlichkeitspsychologie
  • oder Biologischer Psychologie bestehen.

Wenn du zu Beginn deines Studium bereits weißt, in welchem Teilbereich der Psychologie du später arbeiten möchtest, kannst du schon im Bachelor eine spezifische Vertiefung wählen. In der Regel bieten die Hochschulen ab dem dritten Semester eine Schwerpunktwahl an, nach der du dich dann auf deinen favorisierten Fachbereich konzentrieren kannst. Diese Schwerpunkte sind von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Informiere dich vorher unbedingt, ob die von dir favorisierte Vertiefung an deiner Wunschhochschule auch tatsächlich angeboten wird.

Vertiefungsmöglichkeiten im Bachelor

Die Vertiefungsmöglichkeiten können beispielsweise aus den Folgenden bestehen:

  • Arbeitspsychologie
  • Führungspsychologie
  • Entwicklungspsychologie
  • Gerontopsychologie
  • Medienpsychologie
  • Rechtspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Sportpsychologie
  • Umweltpsychologie
  • Wirtschaftspsychologie

In der Regel beinhaltet der Bachelorstudiengang auch ein Praktikum, welches du bei einem Unternehmen oder einer Einrichtung deiner Wahl absolvieren kannst. Hier kannst du bereits erste Berufserfahrungen sammeln und deinen späteren beruflichen Schwerpunkt schärfen.

Wusstest du, dass…

...75 Prozent der Psychologiestudenten /-innen weiblich sind? Damit landet Psychologie hinter der Betriebswirtschaftslehre auf dem zweiten Platz der beliebtesten Studiengänge von Frauen.

Master

Der Master gestaltet sich in der Psychologie etwas praktischer als dein Bachelorstudium. Die meisten Universitäten geben ihren Studenten /-innen bereits dort die Möglichkeit, eigene Experimente durchzuführen und zu überprüfen. Gleichzeitig hast du hier häufig die Möglichkeit, dich, ähnlich wie mit den Vertiefungsmodulen, auf einen speziellen Teilbereich der Psychologie zu konzentrieren, sofern du das im Bachelorstudiengang noch nicht gemacht hast.

Beispielsweise kannst du folgende Fächer zur Vertiefung im Master belegen:

  • klinische Psychologie
  • Organisationspychologie
  • Kognitionspsychologie
  • differentielle Psychologie
  • Markt- und Werbepsychologie
  • Wirtschaftspsychologie

Zusätzlich zu den fachspezifischen Modulen gibt es an vielen Hochschulen die Möglichkeit, freiwillige Ergänzungsmodule zu belegen. Diese können dir Soft Skills für die Arbeitswelt vermitteln oder durch interdisziplinäre Fächer deinen Forschungshorizont erweitern.

Typische Fragestellungen

Um dir den Bereich der Psychologie noch etwas näherzubringen, haben wir dir hier einige klassische Fragestellungen aus der Psychologie zusammengestellt:

  • Wie denkt der Mensch?
  • Wie funktioniert unser Gehirn?
  • Wie entstehen menschliche Handlungen?
  • Wie lernt ein Kind sprechen?
  • Wie nehmen wir unsere Umwelt wahr?

Ablauf und Dauer

Der Psychologiestudiengang ist an vielen Universitäten unterschiedlich aufgebaut, dennoch lassen sich einige Parallelen in Ablauf und Dauer finden.

Ablauf

Während dein Bachelorstudiengang vor allem in den ersten Semestern dem Aufbau der fachlichen Grundlagen dient, bereitet dich der Master mit praktischen Modulen auf den tatsächlichen Berufsalltag vor. In der Regel beinhaltet der Bachelorstudiengang auch ein Praktikum, welches du bei dem Unternehmen oder der Einrichtung deiner Wahl absolvieren kannst. Hier kannst du bereits erste Berufserfahrungen sammeln und deinen späteren beruflichen Schwerpunkt schärfen.

Die Möglichkeit zur thematischen Vertiefung hast du sowohl im Bachelor als auch im Masterstudiengang. Die verschiedenen Vertiefungsmöglichkeiten haben wir dir im vorherigen Kapitel vorgestellt. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums erhältst du die Auszeichnung des /-r Bachelor oder Master of Science und kannst in die Berufswelt starten.

Dauer

Wenn du sowohl den Bachelor- als auch den Masterstudiengang in Regelstudienzeit abschließen möchtest, benötigst du in der Regel sechs Semester für den Bachelor und vier Semester für den Master. Allerdings ist Psychologie ein anspruchsvolles Studienfach, weswegen es nicht unüblich ist, die Regelstudienzeit zu überziehen. Je nach Abschlussjahrgang waren es in den letzten Jahren gerade mal 40 Prozent der Absolventen /-innen, die ihren Bachelorabschluss nach der Regelstudienzeit in der Tasche hatten.

Kosten

Die Kosten für dein Psychologie-Studium hängen stark von der Hochschule ab, für die du dich entscheidest. Staatliche Bildungseinrichtungen verlangen von ihren Studenten /-innen keine Studiengebühren, sondern lediglich einen Semesterbeitrag von 200 bis 300 Euro pro Semester, während private Hochschule monatlich zwischen 300 und 700 Euro fordern.

Solltest du aber nur über eine private Hochschule an die Möglichkeit kommen, Psychologie zu studieren, gibt es Finanzierungsmöglichkeiten, damit du die hohen Kosten nicht alleine stemmen musst. Neben BAföG kannst du nach einem Stipendium oder notfalls einem Bildungskredit Ausschau halten, um dir dein Studium zu finanzieren. Zusätzlich kannst du dir einen Studentenjob an der Universität verschaffen, um so deine Finanzen auch eigenständig aufzubessern.

Hochschule finden

In Deutschland gibt es zahlreiche Hochschulen, an denen du dein Psychologie-Studium aufnehmen kannst. Deine Auswahl ist hier also nicht auf einen bestimmten Studienort begrenzt. Besonders beliebt für diesen Studiengang sind die Universitäten in Mannheim und Witten/Herdecke.

In erster Linie solltest du dir für deine persönliche Auswahl die Frage stellen, ob du an einer privaten oder staatlichen Einrichtung studieren möchtest. Danach kannst du die Zulassungsvorgaben vergleichen – für viele grenzt das die Suche auf Grund der strengen Vergabeverfahren schon deutlich ein. Solltest du nun immer noch zwischen verschiedenen Universitäten schwanken, kannst du online nach Bewertungen dieser schauen und so deine Wahl für die richtige Universität treffen. In einigen Fällen ist es außerdem sinnvoll, vor Aufnahme des Studiums die Universität zu besuchen und mit Lehrkräften oder Studenten /-innen vor Ort in Austausch zu kommen.

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Berufsaussichten und Gehalt

Der Arbeitsmarkt der Psychologie boomt in den letzten Jahren immer mehr, die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen steigen die Zahlen von psychisch erkrankten Menschen, die auf die Hilfe von Psychologen /-innen angewiesen sind, gleichzeitig gibt es aber auch Bedarf fernab des Gesundheitssektors oder der sozialen Bereiche: Viele Unternehmen legen immer mehr Wert auf die Einbindung von psychologischem Fachpersonal. Arbeitsplätze gibt es für Psychologen /-innen daher genug, doch die gut bezahlten sind hart umkämpft. Masterabsolventen /-innen haben häufig bessere Aussichten auf die beliebten Stellen. Grundsätzlich sind die Gehälter, die im Bereich der Psychologie gezahlt werden, aber überdurchschnittlich gut.

Wegen der vielfältigen Jobchancen in den verschiedenen Branchen gehen die Gehälter der Psychologen /-innen stark auseinander. Die Gehaltsspanne liegt zwischen 2.500 und 7.000 Euro brutto im Monat. Vor allem im Bereich der Wirtschaftspsychologie hast du gute Chancen auf eine hohe Bezahlung, im Bereich der sozialen Tätigkeiten wirst du eher mit geringeren Gehältern zurechtkommen müssen.

Vor- und Nachteile

Ob du nun alle Voraussetzungen für ein Psychologie-Studium erfüllst oder nicht: Das Studium bringt einige Vor- und Nachteile mit sich. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, findest du sie hier im Überblick:

Vorteile

Psychologie ist ein Studiengang, der individuell sehr anpassbar ist und eine Vielzahl von möglichen Vertiefungsoptionen bietet. Außerdem hast du die Wahl zwischen vielen verschiedenen Hochschulen und kannst sogar ein Studium im Ausland anstreben. Die fachliche Basis des Studiengangs führt nicht nur dazu, dass du die Gesellschaft und den Menschen an sich besser verstehst, sondern auch dich ganz persönlich. Dadurch kannst du deine eigene Entwicklung und Lebensqualität positiv beeinflussen. Gleichzeitig ist der Studiengang der Psychologie auf praktische Experimente und Untersuchungen ausgelegt und wird dadurch nur selten langweilig. Ein deutlicher Vorteil des Studiengangs ist außerdem das hohe Gehalt, das viele Absolventen /-innen schon zum Beginn ihres Berufslebens erwartet.

Wusstest du, dass...

...Psychologie als akademische Disziplin schon im 19. Jahrhundert begründet wurde? Der Nachfolger Immanuel Kants, Johann Friedrich Herbart, bemühte sich schon ab 1809 um eine eigenständige psychologische Lehre. 1879 wurde in Leipzig dann das erste Institut für experimentelle Psychologie gegründet.

Nachteile

Neben den vielen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile, die du bei deiner Studienwahl bedenken solltest. Zum einen ist das die hohe Konkurrenz, da Psychologie zu den beliebtesten Studiengängen gehört und es mehr Interessenten /-innen als Studienplätze gibt. Das führt zu einem hohen NC, einem schweren Zulassungsverfahren und später auch zu entsprechend großer Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Darüber hinaus gilt Psychologie als einer der schwersten Studiengänge, weil die Studieninhalte sehr umfangreich sind und du ein hohes Lernpensum erfüllen musst. Bedenken solltest du außerdem, dass der Bereich der Psychologie auch belastend für die eigene Psyche sein und auch die eigene Stimmung belasten kann.

Psychologie studieren: Die Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
✔️ individuell anpassbarer Studiengang ❌ schwierige Auswahlverfahren
✔️ große Auswahl an Hochschule auch im Ausland ❌ hoher NC
✔️ positiver Einfluss auf persönliche Entwicklung ❌ große Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt
✔️ praktisch ausgelegter Studiengang ❌ Belastung für die eigene Psyche
✔️ häufig hohes Gehalt ❌ hohe Anforderungen im Studium

Alternative Studiengänge

Die Voraussetzungen für ein Psychologie-Studium treffen nicht auf dich zu oder du bist nicht sicher, ob die Studieninhalte dein Ding sind? Hier findest du spannende Alternativen. 

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FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich, um Psychologie studieren zu können?

Um Psychologie studieren zu können, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören in der Regel das Abitur sowie ein bestimmter Numerus Clausus. Darüber hinaus können fachliche und persönliche Voraussetzungen wie gute Englischkenntnisse, Interesse an Forschung und Wissenschaft sowie Empathie, ausgeprägte Sozialkompetenzen und die Fähigkeit zu logischem und analytischem Denken hilfreich sein.

Was für einen Abi-Durchschnitt braucht man, um Psychologie studieren zu können?

Der Abischnitt fürs Psychologie-Studium ist ziemlich hoch und liegt im oberen Einserbereich. Durchschnittlich brauchst du einen Abischnitt von 1,3, um problemlos zugelassen zu werden.

Wie schwer ist es, Psychologie zu studieren?

Psychologie ist ein sehr anspruchsvolles Studium mit einem hohen Lernpensum. Auch komplexe Inhalte müssen teilweise selbst erarbeitet werden. Hinzu kommt ein hoher Anteil an englischer Fachliteratur und Mathematik. Das ist alles zu schaffen, du solltest dir im Vorfeld aber bewusst sein, dass Psychologie ein umfangreiches und komplexes Studium ist.

In welchen Fächern muss man für Psychologie gut sein?

Englisch und Mathe sind wichtig für das Psychologiestudium sehr wichtig, da die meisten psychologischen Texte und Publikationen in englischer Sprache verfasst sind. Die Mathematik aus der Schule benötigst du zum Teil in Statistik und Diagnostik. Allerdings musst du dafür keinen Leistungskurs in Mathe belegt haben.

Wie viel verdient man als Psychologe?

Als Psychologe oder Psychologin kannst du mit einem durchschnittlichen Gehalt von 89.560 Euro brutto pro Jahr rechnen.

Ist es schwer Psychologie zu studieren?

Ob du das Psychologiestudium schwer findest, hängt von deinen individuellen Voraussetzungen, Begabungen und deiner Lernbereitschaft ab. Allgemein handelt es sich bei Psychologie aber um ein sehr anspruchsvolles Studium mit hohem Lernpensum.

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Psychologie studieren: Die Voraussetzungen im Überblick

  • Um Psychologie studieren zu können, solltest du einige formale, fachliche und persönliche Voraussetzungen mitbringen.
  • Zu den formalen Bedingungen gehört ein hoher Abischnitt im Einserbereich. 
  • Alternativ kannst du im Ausland studieren oder an einer Fernuni, dies ist aber mit oft hohen Kosten verbunden.
  • Fachlich ist es äußerst hilfreich, wenn du gut Englisch sprichst und dir die naturwissenschaftlichen Fächer liegen.
  • Auf persönlicher Ebene solltest du über soziale Kompetenzen ebenso verfügen wie über analytisches und logisches Denkvermögen sowie Interesse an Wissenschaft und Forschung.

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