Studium im Sozialwesen
Positive Gedanken vermitteln: Kernaufgabe im Sozialwesen | Foto: Thinkstock/Rohappy

16.08.2016

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01. Jun 2019

UNICHECK

Studiengänge im Sozialwesen

Sozialwesen, Sozialpädagogik, Soziale Arbeit

Sozialwesen studieren

Im Sozialwesen lernst du anhand von Fallbeispielen lösungsorientiertes Denken, du lernst zu reagieren und zu intervenieren. Die Lerninhalte fördern deine Problemlösungsfähigkeiten. Die einzelnen Studiengänge im Sozialwesen bilden dabei unterschiedliche Schwerpunkte aus. Konkret sind das:

  • Soziale Arbeit
  • Sozialpädagogik
  • Sozialmanagement

In der sozialen Arbeit wird den Studierenden auch verwaltungswissenschaftliches Hintergrundwissen vermittelt, das sie unter anderem auch zur Leitung einer Einrichtung befähigt. Die soziale Arbeit resultierte aus der Armenfürsorge.

Sozialpädagogen sind im außerschulischen Bildungsbereich und in den Erziehungswissenschaften beheimatet. Die verschiedenen Einsatzbereiche ergeben sich aus der historischen Entwicklung der beiden Fächer. Die Sozialpädagogik resultiert aus der Jugendfürsorge.

Das Sozialmanagement verbindet die soziale Arbeit mit Wirtschaft und vermittelt dabei Management-Kenntnisse, die zur Leitung von sozialen oder gesundheitsorientierten Einrichtungen beitragen.

Der Studiengang Sozialwesen selbst ist ein recht junger Studiengang, der 1980 eingerichtet wurde. Aufgrund des hohen Praxisbezugs kannst du ihn an vielen Fachhochschulen studieren, allerdings nur an wenigen Universitäten. Viele der Fachhochschulen haben kirchliche Träger.

  1. Voraussetzungen
  2. Sozialwesen NC
  3. Studium
  4. Studienorte
  5. Berufsaussichten
  6. Gehalt

Voraussetzungen

In sozialen Studiengängen arbeitest du in der Regel mit Menschen, was bedeutet, dass du einige Voraussetzungen erfüllen solltest, damit dir die Arbeit Spaß macht und sie nicht zur Last wird:

  • Positives Menschenbild
  • Offenheit gegenüber fremden Kulturen
  • Interesse an der Gesellschaft
  • Problemlösungskompetenz
  • Ehrgeiz
  • Gute soziale und verbale Fähigkeiten
  • Mitgefühl

Außerdem solltest du ein dickes Fell haben und dir nicht alles gleich zu Herzen nehmen, wenn etwas schiefläuft. Sowohl Erfolge als auch Rückschläge gehören zum Tagesgeschäft dazu. Professionelles Arbeiten schließt Mitgefühl ein und Mitleid aus. Wenn du diese Fähigkeiten mitbringst, ist ein soziales Studium die richtige Wahl.

Sozialwesen NC

Informiere dich vor deiner Bewerbung unbedingt darüber, welche formalen Voraussetzungen du für ein Studium in sozialen Studiengängen erfüllen musst. Diese variieren nämlich stark, je nach Studiengang und Hochschule. In der Regel gibt es eine örtliche Zulassungsbeschränkung, also einen Numerus Clausus (NC), den du erfüllen musst.

  • Für den Studiengang Soziale Arbeit variiert dieser sehr stark: An manchen Hochschulen liegt er bei 1,4; andere wiederum nehmen Studierende bis zu einem Schnitt von 3,5 auf. Für einige Teilzeitstudiengänge wurden auch alle Anwärter zugelassen. Zusätzlich erwarten manche Hochschulen ein oder mehrere Praktika.
  • Für Sozialpädagogik musst du in der Regel eine Abiturnote vorweisen können, die besser als 2,2 ist. Auch ein Praktikum ist meist gewünscht.
  • Um Sozialmanagement zu studieren, reicht oft ein Vorpraktikum im sozialen Bereich. Die Hochschule Heilbronn bietet beispielsweise aber auch einen optionalen Studierfähigkeitstest an. An einigen Hochschulen musst du aber auch mit einem NC zwischen 2,5 und 3,0 rechnen.

Viele Hochschulen wollen vor Studienbeginn den Nachweis über ein oder mehrere Praktika. Ein Praktikum ist in fast allen Institutionen möglich. Egal ob im Kindergarten, im Jugendamt oder in den Ministerien der Landes- oder Bundesbehörden.

Falls in deiner Bildungseinrichtung kein Praktikum vor Studienbeginn verlangt wird, empfiehlt es sich trotzdem, eins zu absolvieren. So erhältst du einen Einblick in deinen späteren Beruf. Mit Zeugnissen und Praktikumsnachweisen bewirbst du dich direkt an der Hochschule. Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung, bestenfalls im sozialen Bereich oder ehrenamtliches Engagement bringen dich deinem Wunschfach näher. Auswahlgespräche sind ebenfalls an der Tagesordnung. Am besten informierst du dich dazu auf den Websites der Hochschulen.

Du lernst im Studium wichtige Grundlagen kennen.

Studiengang Sozialwesen

Ein Bachelor Studiengang umfasst sechs Semester. Für einen Master-Abschluss studierst du noch weitere vier Semester. Während deines Studiums werden dir Techniken vermittelt, mithilfe derer du Menschen, die durch das soziale Netz gefallen sind, wieder auffängst. Du ermöglichst ihnen Hilfe zur Selbsthilfe, gibst ihnen das nötige Rüstzeug an die Hand, damit sie künftig wieder auf eigenen Beinen stehen können.

Grundlagen

Die Studieninhalte sind interdisziplinär und vielfältig aufgebaut. Neben Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit wirst du auch Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

belegen. Am Studienanfang lernst du die geschichtlichen und philosophischen Grundlagen des Faches kennen. Dazu gehört mitunter auch der Einsatz von Informationstechniken.

Außerdem wirst du in den ersten Semestern mit dem wissenschaftlichen und fachlichen Arbeiten vertraut gemacht. Dazu gehören:

  • Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen
  • Datenerhebung
  • Datenauswertung

Vertiefung

In den höheren Fachsemestern bildest du durch Wahlpflichtmodule schließlich ein eigenes Profil aus, indem du thematische Schwerpunkte wählst. Diese können unter anderem sein:

  • Erziehungshilfe
  • Jugendarbeit
  • Familienhilfe
  • Rehabilitation
  • Erwachsenenbildung
  • Freizeitpädagogik
  • Interkulturelle Soziale Arbeit
  • Resozialisierung
  • Drogenhilfe
  • Sozialmanagement

Vor allem, wenn du Sozialmanagement studierst oder dich darauf spezialisieren willst, musst du mit Kursen im Bereich der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre rechnen.

Praxis

Theorie und Praxis werden im Studium eng miteinander kombiniert. Das bedeutet, dass auch während des Studiums die Arbeit in sozialen Einrichtungen dazugehört. Die meisten Studiengänge sehen also ein oder mehrere verpflichtende Praktika vor. Möchtest du deine interkulturellen Kompetenzen erweitern, kannst du auch versuchen, diese im Ausland zu absolvieren.

Sozialwesen studieren in Deutschland

In Deutschland gibt es unzählige Möglichkeiten, Studiengänge im Sozialwesen zu studieren. Dabei befähigt dich ein Bachelorabschluss zur Aufnahme einer Arbeit in einer sozialen Einrichtung. Wer Führungspositionen übernehmen möchte, der sollte sein Studium mit einem Master und zusätzlicher Spezialisierung beenden.

Bachelor

Studiengänge im Sozialwesen gibt es deutschlandweit. Einige Studiengänge weisen allerdings direkt eine Spezialisierung auf, was besonders praktisch ist, wenn du schon vor deinem Studium weißt, wo du später einmal arbeiten möchtest. Wir haben dir einige spezielle Studiengänge herausgesucht:

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für ein Studium im Sozialwesen. In unserer Studiengangsuche findest du weitere soziale Studiengänge.

Duales Studium

Wenn du Sozialwesen studieren willst, ist von vornherein klar, dass du viel Praxisbezug haben wirst. Wenn du jedoch befürchtest, dass dieser im normalen Studium noch zu kurz kommt, kannst du dich für ein duales Studium entscheiden. Auch hier gibt es einige Besonderheiten:

Wie du siehst, sind auch hier bereits verschiedene Spezialisierungen möglich.

Teilzeit

Solltest du keine Möglichkeit haben, ein Vollzeit-Studium zu belegen, besteht auch die Möglichkeit darauf, das Studium in Teilzeit zu absolvieren. Einige der Universitäten, die ein Teilzeitstudium anbieten, sind:

Stelle dich hier jedoch auf eine längere Regelstudienzeit ein, denn dir muss dennoch dasselbe Wissen vermittelt werden.

Berufsbegleitend

Wenn du bereits im Berufsleben stehst und dich weiterbilden willst, um eventuell bessere Gehaltsaussichten zu haben, kannst du auch berufsbegleitend studieren:

Dies sind nur einige der Möglichkeiten. Weitere Informationen zu berufsbegleitenden Studiengängen findest du in unserer Studiengangsuche.

Fernstudium

Du hast keine Möglichkeit, eine Hochschule zu besuchen, weil du voll und ganz im Berufsleben stehst oder die Hochschule zu weit entfernt ist? Dann bietet sich für dich vielleicht ein Fernstudium an. Mittlerweile gibt es sehr viele Fernstudiengänge im Sozialwesen, wie beispielsweise:

Auch beim Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund findest du viele Kursmöglichkeiten.

Empfehlenswerte Studiengänge

Bachelor Management sozialer Dienstleistungen (Onlinestudium)

Arbeitsrecht und Personalmanagement (LL.M., Fernstudium)

Master

Speziell im Master kannst du dich für einen Studiengang entscheiden, der deinen beruflichen Vorstellungen entspricht. Beispielsweise einen Master in Sozialmanagement oder Klinischer Sozialarbeit. Interessante Masterstudiengänge im Sozialwesen sind:

Empfehlenswert ist es auch, einen Bachelor im Studiengang Soziale Arbeit zu absolvieren und sich dann im Master Studium weiter zu spezialisieren.

Empfehlenswerte Studiengänge

M.A. Wirtschaftspädagogik

Nach dem Abschluss kannst du beispielsweise Kindern helfen.

Berufsaussichten für Sozialwesen-Absolventen

Egal ob am Schreibtisch oder im persönlichen Umgang, ob als Angestellter oder Leiter – Absolventen aus dem Sozialwesen sind vielfältig einsetzbar. Je nach Job brauchst du anteilnehmende oder gestalterische Fähigkeiten.

Freie Träger

Freie Träger sind gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise die Diakonie und Caritas. Wenn du bei einem freien Träger tätig wirst, kannst du gemeinnützige Arbeit in Verbänden, Selbsthilfegruppen oder auch Gemeinden leisten. Ebenso wie bei der Arbeit in öffentlichen Trägern ist dein Einsatzbereich sehr vielfältig und du kannst dich zum Beispiel für Jugend- oder Familienhilfe einsetzen, aber auch in Heimen und Beratungsstellen oder sozialpsychiatrischen Diensten arbeiten. Auch Opfer häuslicher Gewalt suchen oft Hilfe bei freien Trägern.

Private Träger

Eine weitere Möglichkeit stellen die privaten Träger dar. Dies sind gemeinnützige Organisationen, die aber auch auf Profit ausgelegt sind. Darunter fallen beispielsweise einige soziale Dienstleister, wie private Pflegeheime. Auch in der Personalentwicklung kannst du zum Zug kommen. Als Experte erarbeitest du mit den Unternehmensmitarbeitern neue Strategien und zeigst Perspektiven auf.

Gehalt

In öffentlichen Trägern werden Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in der Regel nach Tarifvertrag bezahlt. Das Einstiegsgehalt liegt zwischen ungefähr 2.700 Euro und 3.600 Euro, ist aber auch abhängig von der Tätigkeit. Eine Steigerung des Gehalts mit zunehmender Erfahrung ist tariflich vorgesehen.

Arbeitest du für freie oder private Träger, ist dein Gehalt ein wenig flexibler angelegt: Sozialarbeiter verdienen zwischen 2.500 und 3.300 Euro, während Sozialpädagogen mit einem Einstiegsgehalt von 2.300 Euro rechnen können.


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