Pflanzen in Erlenmeyerkolben
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16.08.2016

Pflanzenspross in Schale unter Mikroskop

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26. Sep 2017

UNIcheck

Biochemie studieren

Zwischen Chemie, Biologie und Medizin

Das Biochemie Studium

Du kannst das Studium der Biochemie wahlweise als Einzelstudienfach belegen oder es als Unterfach eines herkömmlichen Medizinstudiums wählen – das ist abhängig von der gewünschten Universität oder Hochschule. Auch ist es möglich, im Vorfeld ausschließlich Biologie oder Chemie zu studieren und dir nach dem Bachelor-Abschluss einen Mastertitel der Biochemie zu erarbeiten.

Im Rahmen des Studiums wirst du mit den verschiedensten Arten und Vorgängen der Biologie konfrontiert. Dazu zählen unter anderem Molekular- und Zellbiologie, aber auch Grundlagen aus anderen Bereichen musst du vollständig erlernen. Unter anderem spielt die Mathematik im Studium eine große Rolle, ebenso wie die Physik und die (an)organische Chemie.

Grundkenntnisse in Sachen Evolutionsbiologie sind ebenfalls von Vorteil und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Das umfangreiche Wissen wird nicht nur in Vorlesungen und Prüfungen an der Universität gelehrt, sondern auch über Seminare und Praktika vermittelt.

Zum Studium der Biochemie gehören nämlich auch zahlreiche Laborpraktika, die wahlweise auch von Praktika im Bereich der Industrie abgerundet werden können. Diese praktischen Ausbildungsbestandteile sollen die Studenten auf die verschiedenen Wissensbereiche rund um die Themen Naturstoffchemie, Neurochemie, Enzymologie und Immunbiologie vorbereiten – beinhalten aber auch noch weitere Inhalte, die sich in der Praxis einfacher vermitteln lassen. Dennoch spielen diese Fachbereiche eine große Rolle, da du dich im Laufe des Studiums auf eines der Themengebiete spezialisieren und dies in deiner Abschlussarbeit einbauen musst.

Voraussetzungen

Um das Biochemie Studium besuchen zu können, solltest du im Vorfeld einige Voraussetzungen erfüllen. Natürlich ist es am wichtigsten, dass du dir im Vorfeld darüber im Klaren bist, dass du die meiste Zeit des Arbeitsalltages in einem Labor verbringen wirst. Dementsprechend viel Freude an Experimenten solltest du mitbringen – und am besten auch noch über ein wenig Handwerksgeschick verfügen.

Schon während der Schulzeit solltest du Wert auf die Fächer Chemie, Biologie und Physik legen, um einen leichten Start in den Universitätsalltag zu haben. Idealerweise hast du eines dieser Fächer sogar als Leistungskurs belegt. Für ein Bachelorstudium solltest du die allgemeine Hochschulreife mitbringen. Außerdem ist das Studienfach Biochemie an einigen Hochschulen zulassungsbeschränkt, sodass ein guter Notenschnitt nicht schaden kann, wenn du dich für das Studium der Biochemie entscheidest.

Biochemie Studium in Deutschland

Insgesamt gibt es in Deutschland mittlerweile über 30 Studiengänge aus dem Bereich Biochemie. Die beliebteste Variante ist dabei das klassische Studium an einer Universität. Die bekanntesten Universitäten, die ein Studium der Biochemie anbieten sind z.B. die Freie Universität Berlin (Biochemie (B.Sc.)), die Goethe Universität in Frankfurt am Main (Biochemie (B.Sc.)), die Ruhr-Universität Bochum (Biochemie (B.Sc.)) oder die Universitäten in Leipzig bzw. Tübingen. 

Um dich für das Studium zu qualifizieren, solltest du über einen guten Abschluss an einer allgemeinen Fachhochschule oder ein Abitur mit mindestens „guten“ Noten verfügen. Meist wird ein Numerus Clausus von mindestens 2,4 oder weniger vorausgesetzt, um das Studium der Biochemie besuchen zu können. Solltest du dich für ein Studium der Medizin, Biologie oder Chemie entscheiden und erst später eine Spezialisierung in Sachen Biochemie einschlagen wollen, können die Zulassungsbeschränkungen mitunter sogar noch anspruchsvoller sein. 

Übrigens bieten Hochschulen in Deutschland den Studiengang Biochemie in Deutschland mittlerweile auch als internationales Studium an: In diesem Fall ist jedoch das gesamte Studium auf Englisch gehalten. Das ist unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Biochemie (M.Sc.)) oder der Universität Bayreuth (Biochemie und Molekulare Biologie (M.Sc.)möglich. Der Vorteil an diesen Studiengänge ist, dass sich sowohl internationale Studierende als auch deutsche Studierende, die ihre Sprachkenntnisse ausbauen möchten, einschreiben können.

Ein Abschluss in Biochemie ist als Bachelor, Master oder Diplom möglich. Dies hängt sowohl von der Universität selbst ab, aber auch von der besuchten Anzahl an Semester und den bestandenen Prüfungen. So kann man z. B. an der Freien Universität Berlin den Studiengang ausschließlich mit einem Diplom beenden, während man an der Universität Düsseldorf zwischen einem Bachelor und Master Abschluss entscheiden kann. Selbstverständlich ist nach einem erfolgreichen Abschluss auch noch die Möglichkeit gegeben, entsprechende Folgeabschlüsse nachzuholen oder – um einen Doktortitel zu erlangen – zu promovieren.

Ein Studium an Fachhochschulen ist derzeit in Deutschland leider nicht möglich, jedoch werden im umliegenden Ausland einige Studienangebote an fachhochschulähnlichen Einrichtungen angeboten, die auch für deutsche Studenten sehr interessant sein können.

Nach dem Biochemie Studium: Berufliche Chancen und Karrieremöglichkeiten 

Als Biochemiker gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Berufsfelder, in denen du nach einem abgeschlossenen Studium in den Beruf einsteigen kannst. Dazu zählen vor allem Forschungsinstitute und die Pharmaindustrie, wo Biochemie Absolventen im Rahmen der Grundlagenforschung und Analyse von Stoffwechselerkrankungen zum Einsatz kommt.

Auch ein bildungstechnischer Weg an Universitäten ist möglich, wahlweise in der Forschung oder Bildung folgender Studenten. Das Arbeitsspektrum selbst umfasst neben Forschung, Entwicklung und Analytik jedoch auch vereinzelt aufwändige Verwaltungsaufgaben, insbesondere in leitenden Positionen.

Du kannst schon frühzeitig die Weichen für deine berufliche Zukunft legen, wenn du dich im Rahmen des Studiums spezialisierst und entsprechende Fachkenntnisse erwirbst. Das erhöht langfristig nicht nur die Karrierechancen, kann dir auch ein höheres Gehalt bescheren, wenn du dein Fachgebiet besonders gut beherrschst.

Grundsätzlich können Absolventen unmittelbar nach dem Studium von einem Grundgehalt zwischen 2.500 € und 3.000 € rechnen, je nach Abschluss und Kenntnisstand – ein Master-Abschluss wird hier natürlich deutlich höher gewertet als ein Bachelor-Abschluss. Mit steigender Berufserfahrung und ggf. steigender Verantwortung im Unternehmen oder Institut steigt auch das Gehalt – generell liegt der Verdienst in der Privatwirtschaft allerdings über dem Einkommen im staatlichen Bereich

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