Mathematik studieren: Alle Infos zum Studiengang

UNICHECK - 06.01.2023

Mathematik Studium

Mathematik-Studium: Mehr als die Summe seiner Teile | Foto: Thinkstock/robertiez

Mathematik studieren passt zu dir, wenn...

  • du gute mathematische Grundkenntnisse mitbringst.
  • du auch mit Fachliteratur auf Englisch etwas anfangen kannst. 
  • du keine Angst vor einem anspruchsvollen und arbeitsintensiven Studium hast.
  • du ein gutes Vorstellungsvermögen hast.
  • du kreativ und lösungsorientiert arbeitest. 

Das Mathematikstudium

Du warst in der Schule immer gut in Mathe und hast auch Mathematik im Abitur belegt? Das qualifiziert dich nicht automatisch für ein Mathematikstudium. Denn mit dem Matheunterricht in der Schule hat das Studium nichts zu tun. Im Mathematikstudium geht es vor allem um die Problemlösung durch mathematische Methoden und Algorithmen. Du erwirbst Fachkenntnisse über naturwissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Phänomene und erlangst so ein Fachwissen, dass dich für eine Vielzahl von Jobs und Branchen interessant macht.

Voraussetzungen

Wenn du dich für ein Mathematikstudium entscheidest solltest du dir bewusst sein, dass es sich dabei um ein sehr ansprichsvolles Studium handelt, das inhaltlich nichts mit der Mathematik zu tun hast, die du aus der Schule kennst. Aus diesem Grund sind einige Voraussetzungen erforderlich, die dir die Aufnahme des Studiums ermöglichen oder erleichtern.

Formale Voraussetzungen

Damit du an einer Universität oder Fachhochschule Mathematik studieren kannst, brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung in Form 

  • der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur),
  • der Fachhochschulreife oder 
  • der Fachgebundenen Hochschulreife.

Eine praktische Tätigkeit muss in der Regel vor Studienbeginn nicht nachgewiesen werden. An vielen Universitäten ist Mathematik zudem zulassungsfrei, das heißt es gibt keinen bestimmten Numerus Clausus, den du erreichen musst. Einige Hochschulen sind aber dazu übergegangen, einen speziellen Eignungstest einzuführen, um sicherzustellen, dass die Studierenden über die notwendigen Vorkenntnisse und das geforderte Abstraktionsvermögen verfügen. Eine unverbindliche Alternative ist das Angebot der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort kann jeder kann mit dem sogenannten Eignungsselbsttest eine erste Tendenz feststellen. Nicht umsonst gilt Mathematik als äußerst schwieriges Fach mit einer hohen Abbruchquote – gerade im ersten Semester.

Persönliche Voraussetzungen

Die Fähigkeit zum abstrakten, strukturellen Denken ist eine Grundvoraussetzung für das Studium, denn schließlich müssen viele mathematische Begriffe und Methoden erlernt werden. Dazu ist es wichtig, dass du solide Grundkenntnisse bereits aus der Schulzeit mitbringst. Zudem solltest du als angehende Mathematiker auch nicht vor einer interdisziplinären Zusammenarbeit zurückschrecken. Eine Tendenz zeichnet sich noch während des Studiums ab, wenn es heißt, ein Vertiefungsfach zu wählen. Dabei liegen Informatik oder Physik oft besonders nahe, aber andere Fächer sind ebenso denkbar.

Studieninhalte

Die Mathematik gliedert sich in zwei Teilgebiete: die Reine und die Angewandte Mathematik. Die Reine Mathematik befasst sich mit abstrakten Strukturen und deren Relationen. Dabei wird eine möglichst große Bandbreite an Aussagen aus wenigen Annahmen abgeleitet. Hauptgebiete der Reinen Mathematik sind:

  • Algebra
  • Analysis
  • Geometrie
  • Topologie
  • Zahlentheorie

Ziel der Angewandten Mathematik ist es, eine Grundlage zu schaffen, um Fragestellungen aus anderen, fächerübergreifenden Disziplinen anzugehen. Dies können sowohl andere Naturwissenschaften als auch Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften sein. Die Teilgebiete sind Numerik, Optimierung und Stochastik. Beide Teilgebiete kommen in Mathematik-Studiengängen gleichermaßen vor, auch wenn die Schwerpunkte etwas variieren können.

Wusstest du, dass...

... sich aus der Mathematik einige spezielle Fächer entwickelt haben? Dazu gehören zum Beispiel Wirtschaftsmathematik, Statistik und Technomathematik. Wirtschaftsmathematiker /-innen arbeiten hauptsächlich im Versicherungs- und Finanzwesen oder anderen Wirtschaftszweigen. Das Studium ist daher besonders anwendungsorientiert. Statistiker /-innen stellen mathematische Methoden zur Analyse empirischer Daten bereit und Technomathematiker /-innen haben die computergerechte Entwicklung mathematischer Modelle für die Lösung technischer Probleme sowie deren Auswertung zur Aufgabe.

Mathematikstudium in Deutschland

Der Bachelor-Studiengang Mathematik ist an deutschen Hochschulen recht einheitlich aufgebaut. Anfangs erfolgt die Ausbildung in Analysis und Linearer Algebra sowie einem Fach der Angewandten Mathematik, meist Wahrscheinlichkeitstheorie oder Numerik. Hinzu kommt noch das sogenannte Nebenfach, das im Hinblick auf eine Profilbildung für die spätere Berufstätigkeit von Bedeutung sein kann. Im Master-Studiengang können sich die Studierenden dann noch weiter spezialisieren.

Bei der Wahl des Studienortes solltest du dich daher genau informieren, welchen Schwerpunkt du wo setzen kannst, denn das Angebot hängt stark von der jeweiligen Hochschule und deren Fachbereichen ab. Zur Auswahl stehen Fachhochschulen und zahlreiche Universitäten, an denen ein Mathematik-Studium möglich ist.

Berufsaussichten für Mathematik-Absolventen /-innen

In kaum einem Fach sind die Berufschancen so vielfältig und so gut wie in der Mathematik. Studien bestätigen: Mathematiker können sich heute meistens ihren Arbeitsplatz aussuchen.

Dabei müsst du dich nur mit den vielfältigen Möglichkeiten der Mathematik auseinandersetzten und dich von der klassischen Vorstellung verabschieden. Oftmals werden Mathematiker nämlich nicht nur wegen ihres spezifischen Wissens gesucht, sondern sind als Generalisten aufgrund ihrer Fähigkeiten wie Abstraktionsvermögen, Analysefähigkeit und Durchdringung von Problemfeldern gefragt. Deswegen füllen Mathematiker als "Allroundtalente" auch Stellen aus, die auf den ersten Blick gar nicht als Mathematiker-Stellen erkennbar sind. Von daher ist es manchmal gar nicht so leicht, ein passendes Angebot zu erkennen.

Wenn du dich für pädagogische Inhalte interessierst und dir vorstellen kannst, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, solltest du über die Möglichkeit eines Lehramtsstudiums nachdenken. Der Bedarf an Mathelehrern ist recht hoch.

Wissen

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Alternative Studiengänge

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FAQ: Häufige Fragen

Welche Berufe kann man mit einem Mathematik Studium machen?

Mit einem Mathematik-Studium hast du vielfältige Jobmöglichkeiten, zum Beispiel in der IT- oder Logistikbranche, als Lehrer /-in an Schulen, bei Versicherungen, in der Forschung oder im Finanzsektor.

Ist Mathematik schwer zu studieren?

Ja, bei Mathematik handelt es sich um ein sehr anspruchsvolles Studium mit einer Abbrecherquote von 80 Prozent.

Was bringt es, Mathe zu studieren?

Mit einem abgeschlossenen Mathematikstudium hast du sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Durch deine ausgeprägte Fähigkeit zum analytischen Denken und dem Umgang mit komplexen Problemen bist du in zahlriechen Branchen gefragt.

Mathematik studieren im Überblick

  • Mathematik ist ein anspruchsvolles Studienfach mit hoher Abbruchquote.
  • Sinnvoll ist das Belegen der Vorkurse vor offiziellem Semesterbeginn.
  • Neben den verschiedenen Bereichen der Mathematik lernst du im Studium auch Themen der Physik, der Informatik sowie der Volks- und Betriebswirtschaftslehre kennen.
  • Du kannst Mathematik auch auf Lehramt studieren.
  • Analytisches Denken, Abstraktionsfähigkeit und ein grundelgendes Verständnis für mathematische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge sind wichtige Voraussetzungen dafür, Mathematik zu studieren.
  • Als Absolvent /-in bist du eine gefragte Fachkraft und hast zahlrieche Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

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