Lehramt studieren
Als Lehrer ist didaktisches Können gefragt | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia

16.08.2016

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06. Jan 2016

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Lehramt studieren

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Auf Lehramt studieren

Zulassungsvoraussetzungen

Bevor du das Studium aufnimmst, solltest du dich zunächst einmal informieren, an welcher Uni du die Fächerkombination studieren kannst, die dir vorschwebt. Außerdem kannst du nicht an jeder Uni alle Schulformen studieren, auch darauf solltest du also bei deiner Suche achten. Und noch ein weiterer Punkt sollte dir bewusst sein: Die Inhalte des Lehramtsstudiums unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland – zwar gibt es Regelungen, die sicherstellen, dass dein Abschluss am Ende von allen 16 Bundesländern anerkannt wird, aber der Weg zum Abschluss ist nicht einheitlich.

Dies bedeutet auch, dass es Schwierigkeiten geben kann, wenn du in einem Bundesland studiert hast, aber später an einer Schule unterrichten möchtest, die in einem anderen Bundesland liegt. Denn einige Länder bieten Schulfächer an, die es in anderen nicht gibt. Es ist also wichtig, sich gut zu informieren, bevor man mit dem Studium beginnt.

Je nachdem, an welcher Uni du dich bewerben möchtest und für welche Fächerkombi du dich entschieden hast, kann es sein, dass du einen Eignungstest ablegen musst. Das ist vor allem für die Fächer Kunst, Musik und Sport häufig der Fall. Hier musst du dann unter Beweis stellen, dass du die notwendigen Vorkenntnisse und Fähigkeiten für das entsprechende Fach mitbringst.

Dies gilt auch für Sprachen: Hier wird in Eignungs- und Einstufungstests ermittelt, auf welchem Leistungsniveau du dich befindest. Ebenfalls kann es sein, dass die Universität einen Numerus Clausus für ihr Lehramtsstudium festgelegt hat.

  • Eine Übersicht über Hochschulen, Fächerkombinationen und deren jeweiligen NC findest du hier: www.nc-werte.info

Studiengang Lehramt

Der erste Schritt hin zum Lehrerberuf ist der Bachelor of Education. Häufig ist dies ein 2-Fach-Bachelor, das heißt, du wählst die Fächer, die du später unterrichten möchtest. Das Studium dauert in der Regel sechs Semester und ist die Voraussetzung für einen anschließenden Master of Education. Diesen musst du an den Bachelor anschließen, um das Referendariat machen und damit auch wirklich Lehrer werden zu können.

Grundsätzlich ist der Bachelor in fünf Bereiche unterteilt: Erziehungswissenschaften, Fachwissenschaften, Fachdidaktik, Praktika und die Bachelorarbeit, wobei die Fachbereiche je nach Uni und Bundesland voneinander abweichen können. In dieser Phase werden den Studierenden Fachinhalte ihrer zwei Fächer, aber auch allgemeines Wissen über die Vermittlung von Lehrinhalten beigebracht. Während des Studiums musst du ebenfalls Praktika machen, zum Beispiel das Orientierungspraktikum während des ersten oder zweiten Semesters des Bachelorstudiums. In NRW ist es mittlerweile sogar obligatorisch, ein Eignungspraktikum abzuleisten, das du spätestens vor Beginn des Orientierungspraktikums vorweisen musst.

Im Laufe des Bachelor of Education du dich auf die Schulform festlegen, in der du später unterrichten willst. In den meisten Bundesländern sind die Schulformen wie folgt aufgeteilt:

  • Grund- und Hauptschul-Lehramt
  • Realschul-Lehramt
  • Gymnasiallehramt
  • Berufschul-Lehramt
  • Lehramt Sonderpädagogik

Hast du den Bachelor erfolgreich hinter dich gebracht, kannst du mit dem Master of Education weitermachen, hier wird noch einmal der Fokus auf die fachpädagogischen und fachdidaktischen Aspekte der Ausbildung gelegt. Dem Master schließt sich dann noch das Referendariat an, an dessen Ende du dann "richtiger" Lehrer bist.

Berufsaussichten für Lehramts-Absolventen

Die Berufsaussichten für zukünftige Lehrer sind längst nicht mehr so rosig wie noch bis vor einigen Jahren. Sie unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel von der studierten Fächerkombination. Fächer wie Deutsch und Englisch werden häufiger studiert als Naturwissenschaften und sind daher ausreichend an Schulen vorhanden.

Gefragt sind momentan eher naturwissenschaftliche Fächer wie Physik, Chemie und Mathematik oder auch seltene Fächer wie Latein. Durch die richtige Fächerkombination und das Beobachten von Prognosen kann der Einstieg in den Lehrerberuf also deutlich erleichtert werden.

Ein letzter wichtiger Grund, weshalb viele Studenten auf Lehramt studieren, ist die Option auf Verbeamtung. Leider haben sich auch hier die Zeiten geändert und immer mehr Lehrer arbeiten in einem Angestelltenverhältnis. Trotz allem gilt der Lehrerberuf aber nach wie vor als sehr sicher.

  • Weitere Informationen zum Lehramtsstudium sowie einen Selbsteignungstest findest du hier: www.lehrer-werden.de

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