Erneuerbare Energien studieren: So geht's!

UNICHECK - 21.08.2017

Erneuerbare Energien studieren

Foto: Thinkstock/artJazz

Erneuerbare Energien studieren passt zu dir, wenn...

  • du zum Umweltschutz beitragen möchtest.
  • du neuen Technologien eine Chance geben, oder sie selbst entwickeln willst. 
  • du ein gutes analytisches und technisches Gespür hast. 
  • du auch in Sachen Klimawandel aktiv werden willst. 

Erneuerbare Energien: Darum geht es

Das Energiesystem von morgen muss viele unterschiedliche Herausforderungen meistern. Um eine konstante Versorgung mit erneuerbaren Energien zu gewährleisten, bedarf es einer intelligenten Verknüpfung von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch.

In Deutschland, aber auch international, spielen die erneuerbaren Energiesysteme seit einigen Jahren eine immer größer werdende Rolle bei der Energieversorgung. Sie sind effizienter und praktisch unerschöpflich, sie garantieren eine grüne Energieversorgung inklusive Klimaschutz und die Schonung der natürlichen Ressourcen.

In der Welt von Morgen sind kreative Köpfe gefragt, die durch fachliche Kompetenz und Leidenschaft an der Sache überzeugen und neue Ideen hervorbringen.

Voraussetzungen

Wie in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen wird ein Vorpraktikum mit einer Länge von 12 Wochen an vielen Hochschulen vorausgesetzt. Solche Praktika sind vor allem hilfreich, damit du dir ein Bild von der späteren Berufspraxis machen kannst. 
Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil. Manche Universitäten verlangen im Vorfeld sogar einen Nachweis über deine Englischkenntnisse. Denn: Englisch ist heute auch in den Ingenieurswissenschaften die wichtigste Fachsprache. Viele Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien sind international ausgerichtet.

Wer erneuerbare Energien studieren möchte, muss sich auf dem wachsenden Markt rund um das Thema Energie auskennen. Neben dem Interesse an den Ingenieurwissenschaften werden je nach Schwerpunkt auch besonderes Interesse für Biologie und Chemie erwartet. 
An den meisten Unis können sich Studieninteressierte mit allgemeiner Hochschulreife, fachgebundener Hochschulreife oder Fachhochschulreife bewerben – manche Hochschulen ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen auch Studieninteressierten ohne Abitur das Studium.

Ablauf und Inhalte

Du beschäftigst dich nicht nur mit dem Thema nachhaltige Energie, sondern lernst im Studium auch die Technik kennen, die hinter der Erzeugung steckt. Neben den ingenieurwissenschaftlich-technischen Grundlagen spielen auch die Naturwissenschaften wie Mathematik, Chemie und Physik eine große Rolle in deinem Studium. Gleichzeitig stehen auch betriebswirtschaftliche Inhalte auf dem Lehrplan.

Im Grundstudium stehen die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen im Mittelpunkt. Hierzu zählen beispielsweise die Ingenieurmathematik, die technische Mechanik oder die Werkstofftechnik. Im Hauptstudium steht eine inhaltliche Vertiefung in allen Fächern rund um erneuerbaren Energien auf dem Studienplan. Innerhalb des Studiums hast du die Möglichkeit, dich auf verschiedene Schwerpunkte zu konzentrieren. So kannst du dich beispielsweise auf die Fachrichtungen Windenergie, Photovoltaik oder auch Solar- und Geothermie spezialisieren.

Wenn du nicht auf eine Spezialisierung festlegen möchtest, dann sollte die Wahl lieber auf einen klassischen Studiengang fallen. Mit einer solchen Qualifikation bist du allgemein einsetzbar. Beispiel für klassische Studiengänge sind: Maschinenbau, Elektrotechnik und speziell Energietechnik oder Energiewirtschaft.

Erneuerbare Energien studieren in Deutschland

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Studiengänge und weiterführende Bildungsangebote an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien mit Bezug zu erneuerbaren Energien entstanden. Derzeit werden bundesweit über 300 Studiengänge angeboten – Tendenz steigend. 
Unter anderem kannst du an den folgenden Hochschulen den Bachelor of Science erwerben:   

•    Erneuerbare Energien (B.Sc.) - Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg 
•    Erneuerbare Energien (B.Sc.) - Hochschule Coburg 
•    Erneuerbare Energien (B.Sc.) - Hochschule Trier 
•    Erneuerbare Energien (B.Sc.) - Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden 
•    Energietechnik und Erneuerbare Energien (B.Sc.) - Technische Hochschule Ingolstadt

Mit einem Bachelorabschluss kannst du dich im Anschluss auch an folgenden Unis für ein Masterstudium bewerben: 
•    Erneuerbare Energien (M.Sc.) - Technische Hochschule Köln 
•    Erneuerbare Energien und intelligente Netze (M.Sc.) - Helmut-Schmidt-Universität

Berufsaussichten im Bereich erneuerbare Energien

Als Absolvent findest du in der Regel in kurzer Zeit eine attraktive Arbeitsstelle. Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Zukunftsmarkt mit großem Potenzial. Die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche wächst stetig. Absolventen haben im Anschluss an das Studium vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Sie können in der Konstruktion eingesetzt werden, als Kontrolleure von Software, Technik und Betrieb oder im Management.

Damit finden sich potenzielle Arbeitgeber in Energieversorgungsunternehmen, in der verarbeitenden Industrie, in Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen, in Kommunen, Landkreisen oder Landes- und Bundesbehörden sowie in Finanzierungs- und Fondsgesellschaften. Speziell in Deutschland findest Du eine hohe Dichte an Solarparks und ein großes Interesse am Ausbau weiterer regenerativer Energieanlagen – zum Beispiel Offshore-Windparks.

Mögliche Aufgaben für dich sind die Anlagenplanung und Weiterentwicklung von Windparks, Solarkraftwerken und Biogaskraftwerken, die Energieberatung von Privathaushalten und der Industrie oder die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Auch Tätigkeiten wie Projektakquise, Gutachtenerstellung für bestimmte Standorte oder die Bauplanung kompletter Anlagen können zu deinem Arbeitsalltag gehören.

Wissen

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