Informatik
Wer Informatik studiert, hat rosige Jobaussichten | Foto: Thinkstock/pablographix

16.08.2016

Tafel mit verschiedenen mathematischen Formeln

Hochschulranking Informatik und Mathematik

Die besten Hochschulen im Fachbereich...

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06. Jan 2016

UNIcheck

Informatik studieren

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Informatik-Studium

Beschreibung und Inhalte

Das Informatik-Studium zieht längst nicht mehr nur computersüchtige Nerds an. Informatik umfasst generell die Lehre von der Informationstechnik (IT) und ihren Anwendungen. Sie ist eine eigene Wissenschaft und aus der Mathematik und der Elektrotechnik hervorgegangen. Das Studium ist durch die Aufteilung in vier Bereiche gekennzeichnet:

  • Theoretische Informatik (Inhalte: z.B. Mathematik, Logik, Algorithmen)
  • Technische Informatik (Inhalte: z.B. Hardwareentwurf, Robotik)
  • Angewandte Informatik (Inhalte: z.B. Datenbanken, Graphische Datenverarbeitung, Telekooperation)
  • Praktische Informatik (Inhalte: z.B. Software Engineering, Kommunikation, Betriebssysteme, Simulation)

Das Studium an Uni und FH unterscheidet sich inhaltlich stark. Das Uni-Studium mit Promotionsrecht bereitet oft auf eine universitäre bzw. akademische Laufbahn vor. Im Gegensatz dazu ist die Ausbildung an der FH wesentlich verschulter und dient dazu, bestehende Methoden praxisnah anzuwenden.

Die genauen Studienangebote unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule zum Teil sehr deutlich. Die Wahlmöglichkeit zwischen den vier Disziplinen ist aber überall gleich. Im Studium gibt’s dann Vorlesungen mit oder ohne Übungen, begleitet von Seminaren und (Labor-) Praktika in diesen vier Bereichen.

Eine entscheidende Grundlage des Studiums ist die Mathematik. Wer schon in der Schule große Probleme mit Mathe hatte oder das Fach nie besonders mochte, sollte sich zweimal überlegen, ob ein Informatik-Studium das Richtige ist. Denn: Fächer und Inhalte im ersten Jahr sind weitgehend mit denen eines Mathe-Studiums identisch. Auf dem Stundenplan stehen dann Inhalte wie Analysis, lineare Algebra oder auch Stochastik.

Einige Unis wählen ihre Studenten nach der Abi-Durchschnittsnote aus. Doch hier musst du dir keine Sorgen machen, selbst an der Uni Bochum wurden alle Studieninteressierten zugelassen, obwohl der NC im Wintersemester 2014/15 bei 1,6 lag. Bei allen anderen Hochschulen mit NC liegt dieser deutlich niedriger. An anderen Hochschulen ist der Studiengang gar nicht erst zulassungsbeschränkt. 

  • Hier findest du eine Übersicht über den aktuellen NC für Informatik an 29 deutschen Hochschulen: www.nc-werte.info

Vorkenntnisse

Wer Informatik studiert, sollte großes Interesse an und eine gewisse Begabung in Mathematik besitzen. Ohne Mathe geht in der Informatik nichts. Aus diesem Grund bieten einige Universitäten Repetitorien in Mathematik an, so zum Beispiel die Universität Erlangen. Das sind freiwillig zu belegende Vorkurse, die auf die Mathematik-Vorlesungen vorbereiten und kurz vor dem Vorlesungsbeginn angesetzt werden. Innerhalb dieser Kurse werden die benötigten mathematischen Grundlagen wiederholt und eingeübt.

Zudem schadet es nicht, sicher im Umgang mit der englischen Sprache zu sein. Vor allem das Hauptstudium konfrontiert die Studierenden mit relevanten Fachaufsätzen aus Lehrbüchern und Zeitschriften, die in der Fachsprache - nämlich in Englisch - verfasst sind.

Auch wer in der Lage ist, logisch zu denken und Zusammenhänge schnell erfassen zu können, bringt eine wichtige Voraussetzung mit. Ein hohes Maß an Geduld und Konzentrationsfähigkeit kann auch nicht schaden.

Studiengang Informatik

Informatik als Studienfach wird sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Mit dem Bachelor of Science erwirbst du nach sechs Semestern Regelstudienzeit einen ersten akademischen und berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. An einigen Universitäten besteht außerdem die Möglichkeit, zwischen einem 1-Fach- und einem 2-Fach-Bachelor auswählen zu können. Nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss kann sich dann ein Masterstudium anschließen, welches unterschiedliche Vertiefungsrichtungen bietet.

Neben der "klassischen" Informatik haben sich in den letzten Jahren auch viele Studiengänge etabliert, die Informatik als fächerübergreifende Teildisziplin, untergeordneten Schwerpunkt oder frei wählbares Ergänzungsfach anbieten. Solche "neuen" Studiengänge mit hohem Informatikanteil sind z.B. Wirtschafts-, Medien-, Bio- und Medizininformatik sowie Computerlinguistik aber auch Studiengänge auf Lehramt. Weitere Studienfächer im Bereich Informatik sind zum Beispiel

Zahlen

Zum Wintersemester 2014/15 haben den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes etwa 180.000 Studierende ein Informatik-Studiengang belegt. Damit zählt das Fach zu den beliebtesten Studienfächern bundesweit, vor allem unter den Männern. Hier belegt die Informatik Platz drei bei den gefragtesten Studienfächern. Informatik war und ist auch aktuell noch eine von Männern beherrschte Wissenschaft, ähnlich wie Elektrotechnik oder Maschinenbau.

Die besten Unis für ein Informatik-Studium sind laut CHE Hochschulranking 2014/15 die Uni Passau, die Universität des Saarlandes/Saarbrücken und die Uni Augsburg. Bei den FHs landeten die HS Karlsruhe und die Technische Hochschule Ingolstadt ganz vorne.

Berufsaussichten für Informatik-Absolventen

Ist die Entscheidung für ein Informatik-Studium gefallen, kann man sich relativ sicher sein, im Anschluss an das Studium schnell einen gut bezahlten Job zu finden. Die Wirtschaft beklagt seit langem einen Fachkräftemangel vor allem auch im Bereich der Informatik. Informatiker sind universell einsetzbar und werden – unabhängig von der wirtschaftlichen Lage – immer gebraucht.

Sie finden Jobs in allen Bereichen: Vom Software- und Web-Entwickler, IT-Berater, Netzwerk-Administrator oder als Experte in der Forschung: Nach dem Studium ergeben sich vielfältige Jobmöglichkeiten.

Die Einstiegsgehälter für Informatiker und- innen liegen zwischen 33.000 Euro (FH) und 37.000 Euro (Uni). Diese Jahresgehälter sind jedoch nur das Minimum. Je nach Größe des Unternehmens kann das Einstiegsgehalt durchaus auch 47.000 Euro betragen.


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