Junge Frau mit Hund
Jetzt klappt es wieder zwischen Haustier und Halter-Tierpsychologe sei Dank! | Foto: Pexels/tookapic
Autorenbild

12. Jun 2017

UNIcheck

Tierpsychologie studieren

Harmonie zwischen Mensch und Tier

Tierpsychologie studieren - darum geht’s wirklich:

Man sieht sie beinahe täglich im TV-Programm: sogenannte Hunde- und Katzenflüsterer scheinen Wunder bei verhaltensauffälligen Vierbeinern zu vollbringen. Die Protagonisten solcher Shows haben sich intensiv mit den Eigenarten und Verhaltensweisen der jeweiligen Tierart beschäftigt und ihre Methoden perfektioniert.

Dazu gehört eine Menge Training, aber auch ein weiterführendes Studium der Tierpsychologie ist eine gute Grundlage. Hierbei geht es aber nicht nur um die Ethologie, also die klassische Verhaltensforschung, und Instinkthandlungen des Tieres, sondern auch um den Umgang mit den Menschen, die ihre Haustiere unter Umständen falsch halten. Denn die Problemstellungen, mit denen du es zu tun haben kannst, reichen vom klassischen Kläffen über Fressstörungen bis hin zu Aggressivität gegenüber anderen Tieren oder dem eigenen Besitzer.

Es geht darum die Halter über Fütterung, Körpersprache des Tieres und die Bewältigung von Stresssituation aufzuklären, um auch nachhaltig die Beziehung zwischen Mensch und Tier zu verbessern. Du therapierst also nicht nur das Tier, sondern auch den jeweiligen Besitzer.

Tierpsychologie studieren in Deutschland

Die Bezeichnung Tierpsychologe ist in Deutschland bis dato nicht staatlich geschützt. Du kannst aber ein Fern- oder berufsbegleitendes Studium bei einem staatlich geprüften privaten Institut mit einem Zertifikat abschließen. Dort kannst du dich meist sogar schon mit einem Realschulabschluss bewerben, die allgemeine Hochschulreife ist nicht unbedingt notwendig. Du kannst also auch deine duale Berufsausbildung mit einem Zertifikat in Tierpsychologie aufwerten.

Interessant ist dieser Studiengang insbesondere für ausgebildete Tierpfleger oder Absolventen anderer tierischer Studiengänge, die sich weiter mit Verhaltensbiologie bestimmter Rassen auseinandersetzen wollen.

Inhalte und Ablauf

Da die angebotenen Studiengänge inhaltlich jeweils auf bestimme Tierarten zugeschnitten sind, gilt es sich im Vorhinein auf eine Art Haus- bzw. Hoftier festzulegen. Ob du nun lieber Hunde, Katzen oder Pferde betreuen möchtest spielt also bei der Wahl des Institutes eine Rolle.

Neben tierbezogenen Modulen, wie Verhaltensbiologie, Grundlagen zu Erkrankungen und Erziehung finden sich auch Inhalte rund um den Umgang mit Tierhaltern und betriebswirtschaftliche Kurse zur Existenzgründung.

Voraussetzungen

Auch wenn es keine bildungsspezifischen Voraussetzungen gibt, ist einiges bei der Wahl des Tierpsychologie Studiums zu beachten: Es versteht sich von selbst, dass du ein sehr tierlieber Mensch sein solltest, wenn du im Bereich der Tierpsychologie arbeiten möchtest. Eine Menge Geduld und Einfühlungsvermögen brauchst du sowohl für die tierischen Patienten, als auch für die Halter, denn in der Regel müssen sie gemeinsam therapiert werden.

Um Erfolge beim Training erzielen zu können, solltest du in der Lage sein, die Zusammenhänge zwischen menschlichen und tierischen Verhaltensweisen anschaulich zu erklären, sodass die Halter in Zukunft besser mit ihren Haustieren umgehen können.

Aufgrund der fehlenden staatlichen Anerkennung der Bezeichnung Tierpsychologe ist ein Abschluss in diesem Bereich zu Unrecht weniger geschätzt als klassische tiermedizinische Studiengänge. Hierzu ist zu sagen, dass Tierpsychologie studieren keinerlei Ersatz für Abschlüsse und Ausbildungen in einschlägigen Bereichen wie Tiermedizin ist, sondern eine zusätzliche Erweiterung oder Spezialisierung auf diesem Gebiet. Mit einem Tierpsychologie Studium kannst du deine vorhandene Ausbildung sinnvoll erweitern.

Berufsaussichten nach dem Tierpsychologie Studium

In der Regel machen sich zertifizierte Tierpsychologen mit ihrer eigenen Praxis selbstständig und bauen ihren eigenen Kundenstamm auf. Möglich ist außerdem eine Tätigkeit als Freiberufler, z.B. als Hundetrainer. Bei beiden Möglichkeiten bist du auf Aufträge von Privatpersonen angewiesen. Das Gehalt kann je nach Reputation und Konkurrenzaufkommen stark variieren. Die Chance auf eine Festanstellung bekommst du in manchen Tierparks bzw. Zoos. Eine Beschäftigung in Tierarztpraxen ist dagegen eher selten.


UNICHECK-Tipp 

Du bist auf der Suche nach einem ersten Vollzeit-Job? Oder willst du neben dem Studium einen Nebenjob anfangen? Im UNICUM Karrierezentrum bieten dir attraktive Arbeitgeber deutschlandweit und aus dem In- und Ausland zahlreiche spannende Job-Angebote an – hier wirst du als Studierender im Bereich Gesundheitswesen garantiert fündig. Nicht zuletzt, weil du deine Suche zum Beispiel nach Berufsfeldern oder Unternehmen filtern kannst.

Artikel-Bewertung:

3 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen.

Passende Artikel

Deine Meinung: