Politikwissenschaft studieren
Kritisch bleiben! Das gilt auch für Politikwissenschaftler | Foto: Thinkstock/BerlinPictures

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06. Jan 2016

UNIcheck

Politikwissenschaft studieren

Die wichtigsten Infos zum Studium

Das Politikwissenschaft Studium

Beschreibung und Inhalte

Der Studiengang Politikwissenschaft trägt je nach Hochschule einen anderen Namen, etwa Politikwissenschaft, Politische Wissenschaft oder Politologie. An machen Universitäten wird Politikwissenschaft auch als Teilfach der Sozialwissenschaften oder Social Sciences angeboten. Hier kannst du dich dann unter Umständen erst im Master auf Politikwissenschaft spezialisieren. Es empfiehlt sich also, genau hinzusehen, wenn du dir das Angebot der Universitäten anschaust.

Beim Studium der Politikwissenschaft geht es vor allem darum, politische Institutionen und Prozesse zu verstehen und zu analysieren, wie politische Entscheidungen zustande kommen. Du wirst dich also mit politischen Theorien beschäftigen, verschiedene politische Systeme miteinander vergleichen und auch das Zusammenspiel politischer Institutionen innerhalb eines Staates unter die Lupe nehmen.

Vorkenntnisse

Wer ein Lesemuffel ist, sollte seine Studienwahl überdenken: Politikwissenschaft zählen zu den Sozial-, Kultur-, oder Geisteswissenschaften und sind sehr lese- und zeitintensiv. Eine Vor- und Nachbereitung der Seminare wird vorausgesetzt, häufig ist die Literatur auf Englisch. Eine gewisse Neigung zur englischen Sprache ist somit also hilfreich. Außerdem musst du Referate, Thesenpapiere und Hausarbeiten anfertigen. Die Module schließen mit einer Modulabschlussprüfung ab.

Das Studium der Politikwissenschaft ist dann das Richtige für dich, wenn du Interesse an aktuellen politischen Fragestellungen hast. Du solltest die Bereitschaft mitbringen, dich regelmäßig über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren. Die Fähigkeit zu analytischem Denken und zum empirischen Arbeiten ist ebenfalls Grundvoraussetzung, zum Studium gehören nämlich auch Vorlesungen in Statistik. Ein gewisses Sprachgefühl zu haben, ist für dieses Studium ebenfalls durchaus sehr hilfreich.

Studiengang Politikwissenschaft

Politikwissenschaft kannst du an fast jeder Uni studieren. Das Studium gliedert sich in vier Teilbereiche:

  • Politische Theorie
  • Politisches System
  • Außenpolitik und internationale Beziehungen
  • Vergleichende Politikwissenschaften

Im Bachelor beanspruchen die Grundmodule zwei bis drei Semester, in den restlichen drei bis vier Semestern hast du dann Zeit für die Aufbaumodule. Im sechsten Semester solltest du deine Bachelor-Arbeit anfertigen.

Nach dem Bachelor kannst du dein Studium mit einem Master fortsetzen, die Regelstudienzeit beträgt für diesen noch einmal vier Semester. Es gibt spezielle Master-Studiengänge, mit denen du eine bereits eingeschlagene Spezialisierung vertiefen kannst, wie zum Beispiel beim Master "Politische Kommunikation", der etwa an der Uni Düsseldorf oder der Uni Bielefeld angeboten wird. In der Regel erwirbst du dabei einen Master of Arts. Falls du Lehrer werden möchtest, schließt du stattdessen den Master of Education an den Bachelor an. Hierzu musst du dann allerdings zusätzlich Kurse in Didaktik belegen. Einige Universitäten sehen ebenfalls einen Numerus Clausus für den Master vor.

Zahlen

Im Wintersemester 2014/15 waren insgesamt etwas über 30.000 Studierende für Politikwissenschaft eingeschrieben, bei den männlichen Studierenden (17.000) ist der Studiengang dabei etwas beliebter, als bei den weiblichen (13.000). Der NC für Politikwissenschaft ist zeitweise recht hoch, im Sommersemester 2015 lag der höchste Numerus Clausus bei 1,2.

  • Eine Übersicht über Hochschulen und deren jeweiligen Politikwissenschafts-NC findest du hier: www.nc-werte.info

Berufsaussichten für Politikwissenschaft-Absolventen

Es ist ein sich hartnäckig haltendes Gerücht, dass jemand der Politikwissenschaft studiert hat, tatsächlich auch Berufspolitiker wird. Das Studium befähigt zum wissenschaftlichen Arbeiten, nicht zum politischen Handeln. Natürlich bleibt bei gewisser Eignung immer noch der Weg in die Wissenschaft. Tatsächlich werden Politikwissenschaftler aber auch gerne als Politikberater großer Unternehmen eingesetzt oder arbeiten in der öffentlichen Verwaltung.

Außerdem unterstützen sie Verbände oder NGOs (Nichtregierungsorganisationen) bei ihrer Arbeit und betreiben klassische Politikfeldberatung. Sie beraten Politiker in Wahlkämpfen, arbeiten in Ministerien oder für Abgeordnete des Bundes- oder des Landtages. Oder sie werden Lehrer und arbeiten an Schulen, Volkshochschulen oder in der politischen Bildung. Möglichkeiten gibt es also viele.


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2.99 von 5 Sternen bei 165 Bewertungen.

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 15. Mär 2017 um 09:20 Uhr von tibotimm

Liebes Redaktionsteam, ein bißchen mehr Sorgfalt wäre hier angebracht gewesen. Es gibt keine Politikwissenschaften sondern nur die Politikwissenschaft, wie in jedem Lehrbuch beschrieben. Beste Grüße

(Hallo und vielen Dank für deine Anmerkung. Der Begriff wurde tatsächlich an einigen Stellen falsch verwendet. Der Artikel wurde entsprechend abgeändert. /UNICHECK Content-Team)

Veröffentlicht am 06. Aug 2017 um 12:24 Uhr von Joline
Meiner Meinung nach ein guter Artikel, um sich zu entscheiden, wenn man z.B zwischen zwei Studiengängen schwankt. An der Stelle wo Berufspolitik erwähnt wird, müsste es aber meiner Meinung nach aber "Natürlich bleibt bei gewisser Eignung immer noch der Weg in die Politik.", nicht "in die Wissenschaft" heißen. "