Technische Skizze eines Stuhls
Funktional und ansehnlich - die Entwürfe des Industriedesigners | Foto: Thinkstock/Karol Dach

16.08.2016

Farbpalette mit Lupe

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11. Jul 2017

UNICHECK

Industriedesign studieren

Design mit Funktion

Industriedesign studieren

Wenn Unternehmen neue Produkte auf den Markt bringen, haben diese vorher Monate oder häufig auch Jahre in die Forschung und Entwicklung investiert. Dabei spielt nicht nur die Optik bei der Gestaltung des Produktes eine Rolle, sondern auch die Funktionalität. 

Als Industriedesigner kümmerst du dich um beide Facetten. Neben der künstlerischen Leistung – nämlich ein ansprechendes Design zu finden - müssen auch die technischen Aspekte bei der Konzeption bedacht werden. Im Industriedesign Studium werden genau diese Kompetenzen vermittelt, sodass du gut gerüstet bist, um in die spannende Welt der Designer zu starten.

Voraussetzungen 

Wie in praktisch allen Designfächern musst du auch hier eine Mappe mit Arbeitsproben abgeben und eine Prüfung zu einem festgelegten Thema vor Ort absolvieren. Manche Hochschulen gewähren den Einblick in frühere Prüfungsaufgaben, sodass du dich auf die Anforderungen vorbereiten kannst.

Deine Noten zählen hier nicht so sehr wie dein gestalterisches Talent und die Fähigkeit konkrete Aufgabenstellungen bei der Erstellung eines Bildes oder Objektes zu erfüllen. Die allgemeine Hochschulreife brauchst du aber trotzdem, es sei denn du gehörst zu den Hochbegabten – dann kannst du eine sogenannte Begabtenprüfung ablegen. Stellenweise kannst du dich auch mit einem Meistertitel in einem Handwerksberuf bewerben.

Ablauf

Die in den ersten Semestern vermittelten Grundlagen bestehen aus Materialkunde und Kursen zur Gestaltung in 2D und 3D, sowie der Umgang mit digitalen und analogen Werkzeugen.

Projektarbeiten und Praktika sind zentrale Inhalte des Lehrplans. Die erlernten Kenntnisse werden hier in Zusammenarbeit mit Kommilitonen und Vertretern der Industrie umgesetzt, um intelligente Designs zu verwirklich.

Im gesamten Verlauf des Studiums musst du immer wieder in praktischen Arbeiten zeigen, was du gelernt hast, sodass du bis zu deiner Abschlussarbeit ein umfangreiches eigenes Portfolio ausbauen kannst.

Industriedesigner sind auch in Zukunft gefragt.

Industriedesign studieren in Deutschland

Der Studiengang Industrial Design (B.A.) ist Teil der neuen Bachelor-Programme der Folkwang Universität der Künste. Die mAHS, media Akademie – Hochschule Stuttgart setzt bei ihrem Lehrplan für Industrial-Design (B.A.) auf zusätzliche Kurse zu BWL und Recht, um zukünftige Designer auf das Geschäftsleben vorzubereiten. Ebenso einen Blick wert ist Industrial Design (B.A.) an der Hochschule Pforzheim, die sich durch ihre besonders gut ausgestatteten Werkstätten auszeichnet.

Vor dem Antritt des Bachelorstudiums Industrial Design (B.A.) der Hochschule Osnabrück kannst du ein sogenanntes Schnupperstudium absolvieren, um zu testen ob diese Fachrichtung für dich das Richtige ist.

Nach dem Bachelor Industriedesign (B.A) hast du an der Muthesius Kunsthochschule die Möglichkeit, dich im Master zu spezialisieren. Dabei stehen die Spezialisierungen Interface Design (M.A.) oder Medical Design (M.A.) zur Auswahl. Besonders ist, dass du dich ohne gestalterische Praxis per Motivationsschreiben statt einer Mappe bewerben kannst.

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Fachgespräch und bestandener Prüfung kannst du auch Industrial Design (B.A.) an der Hochschule Magdeburg-Stendal studieren. Mit einem Diplom kannst du nach acht Semestern Industrie-Design (Diplom) an der Hochschule Darmstadt abschließen. Hier ist aber ein fachspezifisches Vorpraktikum gefordert. 

Berufsaussichten

Als vollausgebildeter Industriedesigner steht dir die Welt der Konsumgüter als Arbeitsfeld offen. Jedes produzierende Unternehmen beschäftigt entweder eigene Kreative oder erteilt Aufträge an Agenturen. Somit kannst du dich um Festanstellungen in der Industrie bewerben, aber auch als Dienstleister für viele verschiedene Firmen arbeiten. 

Als Absolvent eines technisch ausgerichteten Studienganges ist eine Karriere in der Forschung und Entwicklung, z.B. von neuen Fertigungsmethoden, möglich.

Ob du dabei neue Produkte konzeptionierst, die später in die Massenfertigung gehen oder sehr spezielle Designs für einen kleinen Käuferkreis entwirfst, liegt dabei ganz in der Ausrichtung deines zukünftigen Arbeitgebers. Alternativ kannst du einfach selbst zum Arbeitgeber werden und  dein eigenes Designbüro gründen.


UNICHECK-Tipp 

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