Digital Technologies (B.Sc.) - Hochschule Braunschweig / Wolfenbüttel - Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Fakultät/Fachbereich: 
Informatik & Mathematik
Abschluss: 
Bachelor of Science (gemeinsam mit TU Clausthal)
Regelstudienzeit: 
6 Semester
Akkreditierung: 
zulassungsfrei
Standort: 
Wolfenbüttel, Goslar, Salzgitter, Clausthal-Zellerfeld
Sprachen: 
Deutsch
Studienform: 
Vollzeitstudium
Studienstart: 
Wintersemester

Beschreibung

Wer einen zukunftsfähigen Abschluss anstrebt, flexibel ist und Spaß an modernen Technologien und Abläufen hat, ist hier richtig: Digital Technologies ist ein hochschulübergreifender Studiengang zwischen der Technischen Universität Clausthal und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ein Abschluss bietet beste berufliche Aussichten in der freien Wirtschaft und im Forschungsbereich.

Der Studiengang in Bildern

  • Internetauftritt
  • Datenanalyse
  • Augmented Reality
  • Autonome Systeme
  • Elektrischer Kontakt
  • Fehler steckt im Detail
  • Glühbirne an Blättern
  • Innovative Verwendung von Batterien

Kurzinfo

Digital Technologies ist ein hochschulübergreifender Studiengang zwischen der Technischen Universität (TU) Clausthal und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Hier erwarten Sie ein hoher Anwendungsbezug sowie beste berufliche Aussichten in der freien Wirtschaft und im Forschungsbereich.

Dieser anwendungsnahe und interdisziplinäre Studiengang umfasst die Fächer der Informatik, ein auswählbares Anwendungsgebiet sowie verschiedene Projekte der Digitalisierung zu gleichen Teilen. Alle Studierenden starten mit einem allgemeinen Basissemester, welches die Grundlagen der Informatik und der Programmierung beinhaltet. Dazu kommen überfachliche Grundlagen des wissenschaftlichen und projektbasierten Arbeitens sowie ein Überblick über die Anwendungsgebiete.

Ab dem zweiten Semester des Studiums wählen Sie Ihr individuelles Anwendungsgebiet: Mobilität, Gebäude- und Energietechnik, Industrie 4.0 oder Kreislaufwirtschaft. Und neu ab dem Wintersemester 2020/21 stehen auch noch die Anwendungsgebiete "Autonome Systeme" und "Innovative Geschäftsmodelle & IT-Management" zur Verfügung. Im Verlauf des Studiums rücken die Grundlagenfächer Mathematik und Informatik zunehmend in den Hintergrund, Sie vertiefen die Anwendungsgebiete, welche unter anderem über die Projekte immer stärker im Fokus stehen.

Neben der theoretischen Wissensvermittlung übernehmen Sie schon im Basissemester eine Rolle in einem der praxisorientierten Digitalisierungsprojekte, welche eng mit den Vorlesungsinhalten verzahnt sind und den Austausch mit Studierenden höherer Semester fördern. In den Projekten sollen die Studierendenteams gemeinschaftlich Aufgaben aus den Anwendungsgebieten mit Digitalisierungstechnologien lösen. Hierbei werden die Teams interdisziplinär und auch semesterübergreifend zusammengestellt. Dadurch können Sie die Lehrinhalte des Semesters in einem Projektkontext vertiefen. So kann beispielsweise ein Student des zweiten Semesters einfache Programmieraufgaben in einem solchen Team übernehmen. Eine Studentin des fünften Semesters kann die Projektleitung innehaben und so die Inhalte des Projektmanagements vertiefen.

Aufbau

Informatik

Keine andere Disziplin entwickelt sich so rasant und bringt so viele Innovationen in Bezug auf den Alltag hervor wie die Informatik. Informatiker*innen sind Allrounder, welche die Zukunft gestalten. Ihre Einsatzgebiete sind z.B. die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt- sowie die Medizintechnik, öffentliche Verwaltungen und viele mehr.

Informatiker*innen planen und programmieren Softwaresysteme, um neue und bessere Algorithmen zu entwickeln, welche die komplexe Welt der Informationen beherrschbar machen und Prozesse zuverlässig steuern, Firmen global vernetzen oder die Mensch-Computer-Interaktion weiter voranbringen.           

Inhalte:

  • Programmiertechniken mit Python und JAVA
  • Internet of Things (IoT), Cyber-Physical-Systems (CPS)
  • Modellbasierte Systementwicklung
  • Datenbanken und Security und Privacy
  • Robotik und maschinelles Lernen
  • Computer-Mathematik
  • Stochastik und Statistik
  • Optimierungsverfahren

Anwendungsgebiete

Studierende haben die Wahl zwischen den sechs Anwendungsgebieten:

Kreislaufwirtschaft

Rohstoffaufbereitung und Recycling sowie die Sanierung kontaminierter Flächen und die Aufbereitung industrieller Abwässer sind die Schwerpunkte des Fachgebietes in Forschung und Lehre. Knapper und teurer werdende Rohstoffe einerseits, wachsende Müllberge andererseits stellen die Gesellschaft vor die Herausforderung, Abfälle als Quelle von Sekundärrohstoffen effizient zu verwerten. Umweltschäden bei der Behandlung sowie der Beseitigung unverwertbarer Reste müssen vermieden, Altlasten müssen saniert werden. Mit Hilfe mechanischer, chemischer und thermischer Prozesse lassen sich intelligente Recycling- sowie Boden- und Abwasserbehandlungsverfahren entwickeln.

Mobilität
Sie lernen bei uns wie man Verkehrs- und Mobilitätsforschung auf aktuelle Problemstellungen im modernen Verkehrsmanagement anwendet. Daher können Sie nach dem Studium in allen Verkehrsunternehmen zum Einsatz kommen, aber auch in den Verkehrsleitzentralen der Verkehrsträger, wo sie in der Regel nach kurzer Zeit Leitungsfunktionen übernehmen. Fluggesellschaften, Bahnunternehmen, Nahverkehrsbetriebe und Speditionen zählen aber ebenso zu Ihren potentiellen Arbeitgebern wie See- oder Flughäfen. Weitere Möglichkeiten bieten Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, die sich mit der Verkehrsplanung und dem Verkehrsmanagement beschäftigen sowie Beratungsunternehmen und Verbände.

Industrie 4.0
Sie wollen die Zukunft der Produktion mitgestalten? Als „Digital Native“ kennen Sie die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke und des Internets. Lernen Sie in diesem Anwendungsgebiet, wie Produktionsabläufe und -strukturen die Zukunft prägen. Ob Sie Robotern das Arbeiten mit Menschen beibringen, Rechner zur Steuerung der Produktion einsetzen oder Produkte für den digitalen Wandel gestalten wollen, hier lernen Sie die wichtigsten Konzepte. Im Anwendungsgebiet Industrie 4.0 können Sie an vielen praktischen Beispielen und Projekten bereits im Studium erste Erfahrungen für Ihre spätere Tätigkeit in produzierenden Unternehmen oder Entwicklungsabteilungen bei Anlagenherstellern sammeln. Sie werden dort typischerweise Produktionssysteme betreuen, die sich in Zukunft immer weiter selber optimieren. Hierfür ist Spezialwissen nicht nur über die Informationsverarbeitung, sondern auch über Produktionsabläufe und deren Steuerung notwendig.

Energie
Die Energieversorgung der Menschheit ist eines der wichtigsten Themen in der heutigen Zeit geworden, und zwar in Bezug auf die Wärme- und Stromversorgung von Haushalten und Industrie ebenso wie auf die Mobilität. In allen Bereichen werden dem Stand der Technik entsprechend hauptsächlich fossile Rohstoffe als Primärenergieträger eingesetzt. Die Verknappung der Rohstoffe wie Veränderungen des Erdklimas zwingen zur verstärkten Nutzung von regenerativen Energiequellen ebenso wie zu Einsparungen beim Verbrauch. Für die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Technologien zur Energieumwandlung werden qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure benötigt. Aufgrund der Vielfältigkeit des Themengebietes Energie ist eine breite Ausbildung notwendig. Der Bachelor-Studiengang Digital Technologies verbindet das Wissen aktueller Technologien der Digitalisierung mit den anwendungsspezifischen Grundlagen, die für die Behandlung von Problemen der Energieversorgung erforderlich sind.

Autonome Systeme 

Basierend auf der Sensordatenerfassung, der maschi­nellen Wahrnehmung und der Robotik erobern autonome Systeme bisher ungeahnte Anwendungsfelder. Autonome Systeme sind nicht nur Roboter, sondern auch Fahrzeuge oder virtuelle Assistenten. Autonom agierende Pflegeroboter können Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschrän­kungen unterstützen. Mobilitäts­ und Logistiksysteme können sicherer und leistungsfähiger werden. In gefährlichen Umgebungen können autonome Systeme den Menschen ersetzen. Auch wenn bereits erste autonome Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr erprobt werden, stellen vollauto­nome Fahrzeuge eine enorme technische Herausforderung dar. Im Bachelor-Studiengang Digital Technologies lernen Sie Grundlagen- und Vertiefungswissen der Robotik. Sie verstehen die Zusammenhänge von Prognose und Verhalten autonomer Systeme. Darüber hinaus werden Sie in anwendungsnahen Projekten die damit einhergehenden Problemstellungen analysieren und Lösungen entwickeln. Insbesondere ethische Fragen der Korrektheit des Verhaltens und die Systemqualität spielen eine zentrale Rolle.

Innovative Geschäftsmodelle und IT-Management

Die zunehmende Digitalisierung von Wertschöpfungsprozessen in und zwischen Unternehmen führt zu einer Reihe digitaler Geschäftsmodelle, welche zunehmend traditionelle Geschäftsmodelle ablösen. An der Schnittstelle zwischen Anwendung und Informatik entstehen neue disruptive Innovationen und damit die Chance, neue digitale Geschäftsmodelle, Geschäftsprozesse und Dienste zu entwickeln. Dabei werden im Studiengang Digital Technologies nicht nur innovative und datenbasierte Geschäftsmodelle betrachtet, sondern auch die Digitalisierung von Kern-, Management- und Support-Prozessen sowie digitale Dienste des Customer Relationship Managements, IT-Service Managements und/oder des E-Gouvernements thematisiert.

Projekte

Das Studium vermittelt neben den theoretischen Grundlagen auch eine breite Anwendungskompetenz und verschiedene Soft Skills, wie Projektmanagement, Kreativmethoden und Teambuilding-Maßnahmen. Dies erfolgt in den studienbegleitenden interdisziplinären Digitalisierungsprojekten.

Im Semester werden unterschiedliche Projekte aus Forschung und Praxis angeboten. Die Studierenden haben damit immer einen engen Anwendungsbezug und lernen bereits frühzeitig an konkreten Problemstellungen im Team zu arbeiten. Das Besondere ist, dass die Projekte semesterübergreifend angeboten werden. Das heißt beispielsweise im Projekt zur Entwicklung eines HMI-Designs, übernimmt ein Student des zweiten Semesters einfache Programmieraufgaben in seinem Team, der Student aus dem dritten Semester entwirft die Architektur und ein Student des fünften Semesters kann die Projektleitung innehaben und so die Inhalte des Projektmanagements vertiefen.

Präsentationen finden Interessierte auf unserer Webseite digitecstudieren.de unter den Digitalisierungsprojekten.

Nach dem Studium

Nach dem Bachelorstudium steht Ihnen der Weg im weiterführenden Masterprogramm mit anschließender Promotion offen.

Umfangreiche Kontakte zu Partnerunternehmen der Hochschulen innerhalb der Digitalisierungsprojekte bieten beste Voraussetzungen für einen Berufseinstieg in der freien Wirtschaft.

Je nach Studiengebiet können Sie Recycling-Roboter der nächsten Generation entwickeln, noch smartere Steuerungsapplikationen für Gebäude oder Produktionsprozesse erfinden, oder auch Apps künftiger Mobilitätsservices gestalten und entwickeln. Gleich wofür Sie sich entscheiden, an der Schnittstelle zwischen Informatik und Anwendungsgebiet sind Sie immer ganz vorne mit dabei.

Zulassungsvoraussetzungen

Hochschulzugangsberechtigung, zulassungsfrei

Fristen und Termine

Der Bachelor Digital Technologies ist ein gemeinsamer Studiengang der TU Clausthal und der Ostfalia. Die Bewerbung auf einen der Studienplätze erfolgt direkt über das Bewerbungsportal der Ostfalia. Bewerben können Sie sich mit einer Hochschulzugangsberechtigung jährlich zum Wintersemester. Bewerbungsfrist für Wintersemester 2020/2021 ist bis 20.08.2020

  • Kooperation:

Digital Technologies ist ein kooperativer Studiengang der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Technischen Universität Clausthal.