Stoffe in Lagerhalle
Vom Entwurf bis zur Vermarktung - all das umfasst das Textildesign-Studium | Foto: Pixabay/mploscar

16.08.2016

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17. Mai 2017

UNIcheck

Textildesign studieren

Kreativität und Technologie vereint

Textildesign studieren

Im Gegensatz zum Modedesignstudium bist du hier nicht auf eine bestimmte Art der Textilverarbeitung beschränkt, auch wenn du dich in der Regel später auf eine Spezialisierung festlegst. Sowohl die kreative Gestaltung, wie auch die technische Umsetzung und Fertigung von textilen Produkten sind zentrale Themen dieses Studienganges.

Vorkenntnisse

Der Studienverlauf legt nahe, dass es mit dem allgemeinen Interesse für die Materialen und Mode nicht getan ist. Du solltest gestalterisches Talent und eine gewisse Affinität zu technischen Themen und Zusammenhängen mitbringen. Da vereinzelt ein Auslandsemester notwendig ist, wie zum Beispiel an der Hochschule Reutlingen, sind entsprechende Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil.

Aufnahmevoraussetzung

Mit der allgemeinen Hochschulreife oder einer fachspezifischen Fachoberschulreife kannst du dich direkt nach dem Schulabschluss für ein Textildesign Studium bewerben. Alternativ gilt auch berufliche Erfahrung und eine abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Berufs als Qualifikation. Die Akademie der bildenden Künste Stuttgart setzt hier sogar einen Meistertitel voraus. In jedem Fall steht den Bewerbern eine Aufnahmeprüfung zur Feststellung der fachlichen, wie auch künstlerischen Eignung bevor. Die Anmeldung für diese Prüfungstermine muss frühzeitig bei den Fakultäten eingehen.

Damit nicht genug: Neben den Prüfungsergebnissen fließen auch die abzugebenden Arbeitsproben in die Beurteilung mit ein. Gesammelt in einer Mappe müssen 15 bis 20 Arbeiten des Bewerbers überzeugen. Nach welchen Kriterien diese gestaltet werden müssen und wann Beratungsgespräche zu diesem Thema angeboten werden, findet sich auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschule.

Textildesign Studium in Deutschland

Der Studiengang Textildesign ist an deutschen Unis nicht allzu häufig zu finden. Mit einem Diplom kann er an der Akademie der bildenen Künste Stuttgart (Textildesign (Diplom)abgeschlossen werden, den Bachelor of Arts gibt es in dieser Fachrichtung an der Hochschule Hof (Textildesign (B.A.)), sowie an der Universität Paderborn unter dem Namen Mode-Textil-Design (B.A.).

Textildesign/Modedesign gibt es an der Hochschule Reutlingen als Bachelor- und Masterstudiengang Textildesign/Modedesign (B.A.). Des Weiteren bietet die HAW Hamburg Modedesign Kostümdesign Textildesign (B.A.) als Bachelor of Arts an. Dort kannst du auch den Teilstudiengang Modedesign, Kostümdesign, Textildesign im Master wählen.

Ablauf

Der Verlauf und die Dauer dieses Studiums hängen maßgeblich von der Art des Abschlusses und der fachlichen Orientierung der jeweiligen Fakultäten ab. Bei dem Bachelorstudiengang der Hochschule Hof wird erst im 6. bzw. 7. Semester zwischen Textil- und Modedesign differenziert.

Bereits nach dem ersten Semester müssen sich die Studierenden an der Hochschule Reutlingen zwischen den vier Themenschwerpunkten Modedesign, Textildesign, Material & Surface Design und Strickdesign entscheiden. Du solltest dir also schon  vor Studienbeginn Gedanken um die Wahl des Schwerpunktes machen. Im Master soll diese Spezialisierung noch vertieft werden.

Auch Art und Umfang der Grundlagen, die zu Beginn vermittelt werden, unterscheiden sich. Neben Textil- und Konfektionstechnologie müssen an der Hochschule Niederrhein Mathe- und Chemiekurse belegt werden. Dagegen setzt die Akademie der bildenden Künste Stuttgart auf die intensive Förderung der zeichnerischen Fähigkeiten.

Praktika und Projektarbeiten mit anderen Studenten sind allerdings fester Bestandteil jedes einschlägigen Studiengangs. Dabei gilt es nicht nur mit dem Endprodukt, wie z.B. einer eigenen Modekollektion zu punkten, sondern auch mit der Dokumentation des Entstehungsprozesses.

Berufsaussichten

Die Absolventen sind wie bereits angesprochen nicht auf die Modebranche beschränkt. Auch in der Innenarchitektur, Automobilindustrie und generell bei jeder Form der Verwendung technischer Textilien ist ihr Knowhow gefragt. Von der Entwicklung neuer Materialien, über die Produktion, bis hin zum Marketing können Textildesigner tätig werden.

Wer keine Karriere in der Industrie anstreben möchte hat die Möglichkeit in zahlreichen Ateliers an Kollektionen mitzuarbeiten, teilweise sogar als freier Mitarbeiter. Wer seine eigenen Ideen aber komplett frei umsetzen will, kann mit dem fachlichen Handwerkszeug auch den Schritt in die Selbständigkeit wagen und die eigene Marke etablieren.

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