Technik studieren
Technik-Studiengänge: Zwischen Zahlen, Fakten und Messungen | Foto: Thinkstock/Photodsotiroff

16.08.2016

Symbolbild für Arbeitsgeräte in der Technik: Schrauben, USB-Stick, Bleistifte.

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06. Jan 2016

UNIcheck

Einblick ins technische Studium

MINT-Studienfächer im Check

Zwei Technik-Studenten berichten vom Uni-Alltag

Stephanie studiert Maschinenbau an der Hochschule Wismar, Marten Geodäsie und Messtechnik an der Hochschule Neubrandenburg.

Auf UNICHECK berichten die beiden Darsteller aus dem Video der Kampagne "Studieren mit Meerwert" von ihrem Studium und erzählen, was ihnen an ihrem technischen Studienfach besonders gut gefällt und welche Bereiche sie vor Herausforderungen stellen.


Video: Was lernt man in einem Technik-Studium?


Warum hast du das Studienfach ausgewählt?

  • Stephanie: Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin für den Bereich Maschinen- und Anlagenbau gemacht. Danach habe ich nach neuen Perspektiven gesucht und bin auf das duale Studium Maschinenbau an der Hochschule Wismar aufmerksam geworden. Für mich ist dies der beste Weg, theoretisches Wissen zu erwerben und dieses gleichzeitig in die Praxis umzusetzen. Im Maschinenbaustudium bekommt man einen guten Überblick, z.B. in den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Konstruktion, Mechanik, Physik und Mathematik.
     
  • Marten: Durch meinen Vater, einen Elektroingenieur, und meinen Opa, einen Schiffbauingenieur, bin ich sozusagen genetisch vorbelastet. Dass es ein technisches Studium sein soll, war mir also schon immer klar. Die Geodäsie – also die Wissenschaft der Ausmessung und Abbildung der Erde – bietet einen faszinierenden Einblick in die technischen und naturwissenschaftlichen Fortschritte der Menschheit.

Was schätzt du an deinem Studium besonders?

  • Stephanie: Besonders Spaß machen mir interdisziplinäre Projekte mit Studierenden der anderen Fakultäten. Beispielsweise können Produktentwicklungen im Maschinenbau super mit den Studiengängen Produktdesign und Betriebswirtschaft verbunden werden. Einer entwickelt es, ein weiterer gestaltet es und der andere sorgt dafür, dass man es auch vermarkten kann.
     
  • Marten: Den starken Praxisbezug, eindeutig! Die wöchentlichen und abwechslungsreichen Übungen reichen von dem Kalibrieren der Instrumente bis zum Einmessen eines Panzers und bieten uns die beste Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln.

Was hast du dir anders vorgestellt?

  • Stephanie: Leider herrscht im Bereich Maschinenbau immer noch ein hoher Anteil an männlichen Studierenden. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Frauen für ein Studium im MINT-Bereich entscheiden würden. Auch ich hatte im Vorfeld Angst, dass ich das Studium aufgrund der hohen Anforderungen nicht packen würde. Aber bereits während des ersten Semesters habe ich festgestellt, dass man mit genug Durchsetzungsvermögen und Disziplin auch als Frau ein Ingenieursstudium schaffen kann.
     
  • Marten: Der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von praktischen Übungen – zusätzlich zu dem theoretischen Studium – ist größer als ich erwartet hatte.

Wo liegt die größte Herausforderung?

  • Stephanie: Die beiden größten "Rausschmeißerfächer" sind bei uns wohl Physik und Informatik. Bereits in den ersten beiden Semestern trennt sich hier sprichwörtlich die Spreu vom Weizen. Die Durchfallquoten bei diesen Prüfungen liegen nicht selten bei 50 Prozent. Aber auch dies kann man mit der entsprechenden Vorbereitung super bestehen.
     
  • Marten: Natürlich sind Kurse wie Mathematik, Physik oder Ausgleichungsrechnung kein Zuckerschlecken. Die größte und zugleich spannendste Herausforderung entsteht jedoch beim "herauskitzeln" des letzten Mikrometers einer Messung.

Was braucht man, um durchs Studium zu kommen?

  • Stephanie: Ein gutes technisches Verständnis zu haben ist die wichtigste Voraussetzung für ein Maschinenbaustudium. Bereits vor Beginn des Studiums sollte aber bereits ein Interesse für zum Beispiel physikalische und mechanische Abläufe vorhanden sein. Auf jeden Fall sollte man schon einmal ein Praktikum in dem Bereich gemacht haben, um zu sehen, ob dies das Richtige für einen ist.
     
  • Marten: Neben Grundkenntnissen in Mathematik und Physik und einem aufgeweckten technischen Verständnis sollte man in der Lage sein, Entscheidungen treffen zu können und auch Führungsqualitäten mitbringen. Denn in einem Ingenieursstudium geht es darum, Verantwortung zu übernehmen und den raschen technischen Fortschritt zu bewältigen – und sogar mitzugestalten!

Wo geht's nach deinem Technik-Studium hin?

  • Stephanie: Durch meinen Praxispartner, die Firma RoweMed AG – Medical 4 Life, habe ich bereits während meines dualen Studiums einen Arbeitsplatz nach meinem Abschluss sicher. Dort werde ich dann in den nächsten Jahren im Bereich der Konstruktion und Entwicklung von medizinischen Produkten tätig sein.
     
  • Marten: Ich möchte (möglicherweise sogar im Ausland) im Bereich "Industrielle Messtechnik" arbeiten, wo ich kleinste Teile vermesse, Sensoren kalibriere und immer wieder Lösungen für Probleme finde.

Kleine Zeitreise: Würdest du dich noch einmal für deinen Studiengang entscheiden?

  • Stephanie: Das steht außer Frage. Während des Studiums habe ich so viele wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.
     
  • Marten: Selbstverständlich, denn die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Geodäten bieten eine persönliche Herausforderung und machen uns zu einem wichtigen Teil der Wissenschaft.

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