Gemüse in Holzkisten
Ökotrophologie ist mehr als die Beratung zur richtigen Ernährung. | Foto: Pexels/ Ed Gregory
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26. Jul 2017

UNIcheck

Ökotrophologie studieren

Wissenschaften rund um unsere Ernährung

Beschreibung und Inhalte

Das Studium in dieser Fachrichtung ist weitaus mehr als eine Anhäufung von Informationen über Lebensmittel. Der Begriff Ökotrophologie setzt sich aus den griechischen Wörtern οἶκος für „Haus“ und τροφή für „Ernährung“ zusammen und genau darum geht es auch im Studium. Die Haushaltslehre umfasst wirtschaftliche und auch soziologische Aspekte im Zusammenhang mit Ernährung und den Abläufen der Lebensmittelindustrie.

Der Fokus des Studiums liegt also nicht nur auf Nahrungsmitteln, ihren Inhaltsstoffen und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus, sondern auch ihrer Produktion und Distribution. Mit dieser Vielfalt der Studieninhalte wird dir ein viel weiteres Feld für deine spätere Karriere eröffnet.

Voraussetzungen

Um dich für ein Bachelorstudium der Ökotrophologie bewerben zu können brauchst du entweder die allgemeine Hochschulreife oder eine fachgebundene Fachoberschulreife. In der Regel ist dieser Studiengang zulassungsbeschränkt, das heißt es gibt einen lokalen NC. Viele Universitäten nehmen auch Bewerber mit einer entsprechenden abgeschlossenen Ausbildung oder ausreichend Berufserfahrung auf.

Ein fachspezifisches Vorpraktikum musst du ebenfalls in vielen Fällen vorweisen können, wenn du keine Berufserfahrung hast. Die genauen Anforderungen findest du auf den Websites der jeweiligen Hochschule.

Ganz abgesehen von deinem Abschluss oder deinen Noten ist es ratsam, die Auffrischungskurse für die naturwissenschaftlichen Fächer zu besuchen, die von den Unis vor Studienbeginn angeboten werden. Denn auch wenn dir Mathe und Chemie in der Schule keine Probleme gemacht haben, kannst du dich in diesen Kursen auf die Anforderungen des eigentlichen Studiums vorbereiten.

Studienverlauf

Am Beginn deiner Studienlaufbahn stehen erst einmal die Grundlagen, sowohl naturwissenschaftliche, als auch betriebswirtschaftliche. Auf dem Lehrplan stehen also Mathe, Chemie, Biologie, Einführung in die Ernährungswissenschaften und Grundlagen der Unternehmensführung. In höheren Semestern geht es weiter mit Biochemie, Qualitätsmanagement und Sozialwissenschaftlichen Themen.

Ab dem vierten Semester kannst du aus verschiedenen Wahlpflichtmodulen wählen, um deinen fachlichen Schwerpunkt zu setzen, darunter zum Beispiel Psychologie für Beratungsgespräche oder Lebensmittelsicherheit und -hygiene. So kannst du dich in die Richtung spezialisieren, die deinen Interessen und Wünschen für deine berufliche Zukunft entspricht.

Im Laufe deines Studiums wirst du die Möglichkeit haben Praktika in der Industrie und in der Beratungsbranche zu machen, um dich fachlich weiter zu orientieren, bevor du im sechsten Semester deine Bachelorarbeit schreibst.

Ökotrophologie in Deutschland studieren

Ökotrophologie (B.Sc.) kannst du an der Justus-Liebig-Universität Giessen studieren und danach direkt den passenden Masterstudiengang belegen (Ökotrophologie (M.Sc.)). Die Hochschule Anhalt bietet ebenso Ökotrophologie (B.Sc.) und Ökotrophologie (M.Sc.) an.

Der Bachelor Ökotrophologie (B.Sc.) an der Hochschule Osnabrück ist die optimale Grundlage für den dortigen Masterstudiengang für Lehramt an berufsbildenden Schulen – Teilstudiengang Ökotrophologie (M. Ed.).

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg bietet auch Ökotrophologie (B.Sc.) an und hat Food Science (M.Sc.) in ihrem Masterprogramm.

Du könntest dich auch für Ökotrophologie (B.Sc.) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entscheiden, wo du im Anschluss den Master in Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (M.Sc.) oder Ernährungs- und Verbraucherökonomie (M.Sc.) machen kannst.

Berufsaussichten für Ökotrophologiestudenten

Natürlich kannst du mit diesem abgeschlossen Studium als selbstständiger Berater Menschen zu ihrer Ernährung beraten und Therapiepläne ausarbeiten. Aber auch Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen sind auf dieses Fachwissen angewiesen und beschäftigen häufig ihre eigenen Experten.

Wenn du eher an der Lebensmittelökonomie interessiert bist, ist die Entwicklung neuer Produkte und Produktionsplanung vielleicht genau das Richtige. Du kannst dich mit diesem Abschluss mit ökonomischen Inhalten in eine Managerposition in der Lebensmittelindustrie hocharbeiten. Wenn du nach dem Bachelor noch weiter studiert und danach den Master und eventuell sogar einen Doktortitel in der Tasche hast, kannst du auch eine akademische Laufbahn in der Forschung antreten.


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