Modedesign studieren
Zeichnen, schneiden, nähen – im Modedesign-Studium ist Geschick gefragt | Foto: Thinkstock/Berc

16.08.2016

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06. Jan 2016

UNIcheck

Modedesign studieren

Mehr als nur Glitzer und Glamour

Modedesign studieren

Beschreibung und Inhalte

Wenn du es schaffst, dir in der Branche einen Namen zu machen, wirst du schon bald selbst Trends setzten. Ansonsten orientierst du dich bei deiner Arbeit jedoch an den Vorgaben der Hersteller, deren Absicht es ist, den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden. Die Arbeit ist also nicht immer so kreativ, wie du es dir vielleicht ausmalst.

Als Modedesigner zeichnest du Entwürfe, um sie dann weiter auszugestalten und schließlich ein Kleidungsstück zu nähen. Das Modedesign-Studium muss daher auf ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche vorbereiten: Auch wenn du im Studium viel mit Bleistift und Schere werkeln wirst, stehen nicht nur praktische Kurse wie "Zeichnen" oder "Designs erstellen" auf dem Stundenplan. Daneben werden auch theoretische Inhalte wie "Geschichte der Mode" oder "Marketinggrundlagen" vermittelt. So lernst du alles, was Designer zur Konzeption, Visualisierung und Realisierung von Mode brauchen –  die genauen Inhalte, die vermittelt werden, sind allerdings von Hochschule zu Hochschule verschieden.

Das Bachelor-Studium schließt in der Regel mit einer Thesis ab, die angefertigt und in Verbindung mit einer Präsentation als Studienabschluss gewertet wird. Danach kannst du dich entscheiden, ob du die Kenntnisse mit einem Master-Studium noch vertiefen oder du dich in der Praxis weiter spezialisieren möchtest.

Vorkenntnisse

Die Bewerbungsverfahren an Hochschulen oder Akademien sind kein Zuckerschlecken. Am Beginn der Auswahl steht – wie in den meisten künstlerischen Fächern – eine Bewerbungsmappe mit Arbeitsproben aus den verschiedensten Bereichen. Hier kommt es auf Kreativität, handwerkliches Geschick und eine gewisse persönliche Note an.

Hast du die erste Hürde genommen, wirst du wahrscheinlich zu einer künstlerischen Eignungsprüfung eingeladen, wo du allgemeine Fragen zur Modegeschichte und aus der Farbenlehre beantworten und praktische Prüfungen meistern musst. Dabei wird geschaut, ob du ein gutes Farb- und Materialempfinden sowie einen Blick für Proportion und Maße hast. Am Ende steht oft auch noch ein persönliches Motivationsgespräch.

Die Aufnahmequote ist an vielen Schulen sehr gering. Daher kommt man mit Talent allein oft nicht weit. Auch eine starke Persönlichkeit ist eine Grundvoraussetzung. Wer nicht kritikfähig ist, hat in dieser Branche nichts verloren. Trotzdem sind praktische Kenntnisse natürlich unerlässlich. Am besten ist, wenn du bereits Praktika oder vielleicht sogar eine abgeschlossene (Schneider-)Lehre vorweisen kannst.

Studiengang Modedesign

Der Weg zum Traumberuf Modedesigner ist vielfältig: Die Palette der Ausbildungsmöglichkeiten reicht von der Privatschule über Fachhochschulen bis hin zur Universität. Welche Schulform für dich am besten ist, hängt auch damit zusammen, wie viel du ausgeben kannst. Es werden nämlich ganz unterschiedliche Gebühren fällig.

Die meisten Mode-Studierenden zieht es in die Großstädte. Besonders beliebt ist Berlin, schließlich sind hier gleich mehrere Schulen ansässig. Kein Wunder: Die Hauptstadt verwandelt sich zusehends in eine der wichtigsten Mode-Metropolen. Auch Hamburg, München oder Düsseldorf sind bekannte Standorte der Modeszene. Eine Ausbildungsstätte findest du aber in ganz Deutschland.

Eine kleine Auswahl haben wir hier für dich zusammengestellt:

Um ein passendes Studium zu finden, ist es von Vorteil, sich ausführlich mit den genauen Inhalten der jeweiligen Studiengänge auseinanderzusetzen.

Berufsaussichten für Modedesign-Absolventen

Ganz so kritisch wie man oft hört, sind die Berufsaussichten für Modedesigner gar nicht. Eigentlich gibt es genug zu tun für die Absolventen, die jedes Jahr von den Schulen auf den Arbeitsmarkt drängen. Das Problem ist eher, eine Festanstellung zu finden. Denn oftmals werden ausschließlich freiberufliche Jobs vergeben.

Ein weiteres Problem: Viele versteifen sich zu sehr auf den Wunsch, ein eigenes Label zu gründen. Das klappt aber nur in den wenigsten Fällen. Es lohnt sich jedoch, auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen, denn der Beruf des Modedesigners ist überraschend vielseitig. Wer sein Studium als Grundausbildung ansieht, dem gelingt vielleicht auch der Einstieg in eine verwandte Branche. So können sich gelernte Designer auch im Bereich Handel als Einkäufer oder Agenten versuchen.

Ebenfalls denkbar ist ein Quereinstieg in den Journalismus. Schließlich brauchen Magazine mit einem Fashion-Ressort auch Redakteure, die sich besonders gut in der Modewelt auskennen. Eine weitere Option wäre eine Lehrtätigkeit an einer der Mode- und Textilfachschulen.


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