Studierende programmieren
Konzeptionieren und Programmieren - die Aufgaben in der Medieninformatik | Foto: Thinkstock/scyther5
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05. Jul 2017

UNIcheck

Medieninformatik studieren

Informatik für die Medienbranche

Medieninformatik studieren

„Irgendwas mit Medien“ - das hört man häufig, wenn man angehende Studierende nach dem Wunschstudium fragt. Natürlich soll das Studium außerdem gute Berufsperspektiven geben. Wenn du dabei weniger auf den betriebswirtschaftlichen Bereich abzielst und dich für die Strukturen hinter der wachsenden Medienlandschaft und für den Menschen, der mit diesen Inhalten konfrontiert wird interessierst, könntest du in der Medieninformatik dein Traumfach finden.

Voraussetzungen

Die Universitäten, die diesen Studiengang anbieten, erwarten die allgemeine oder eine fachbezogene Hochschulreife. Vielerorts ist das Fach Medieninformatik zulassungsbeschränkt. Wie hoch der aktuelle NC jeweils ausgefallen ist, entnimmst du den Webseiten der Unis und FHs. Wie die Bezeichnung dieses Studienganges schon erahnen lässt, basiert er auf Anwendungen und Methoden der Informatik. Konkrete Vorkenntnisse in bestimmten Programmiersprachen sind in der Regel nicht gefordert, da dies Stoff der ersten Semester sein wird.

Mathe und Statistik machen ebenfalls einen großen Teil des Lernstoffs aus. Dementsprechend solltest du fit sein in diesen Fächern, damit sie nicht schon am Anfang deines Studiums wie unüberwindbare Hürden erscheinen. Naheliegend ist, dass du dich gern mit Medien jeglicher Art beschäftigen und ein gewisses gestalterisches Talent mitbringen solltest.

Verlauf

Wie bereits erwähnt, werden in den ersten zwei bis drei Semestern das Programmieren und die dazu nötigen Programmiersprachen gelehrt. Außerdem erlernst du die Grundlagen verschiedener Betriebssystemen, mit denen du im Verlauf des Studiums und später im Job arbeiten wirst. Im darauffolgenden Kernstudium liegt es an dir Wahlpflichtmodule auszusuchen, die zu deinen Stärken und Interessen passen. Innerhalb der sechs bzw. sieben Semester des Bachelorstudiums ist meist ein Praxissemester zu absolvieren. Darum kümmerst du dich am besten recht frühzeitig, denn ehe man sich versieht, steckt man mitten im fünften Semester.

Im letzten Semester musst du zeigen was du gelernt hast, denn es stehen Projektarbeiten mit Kommilitonen und das Schreiben der Bachelorarbeit an. In den vier Semestern eines Masterstudiengangs kannst du deine gewählte Spezialisierung noch vertiefen und deine Kompetenzen ausbauen. Viele Hochschulen bieten passende Masterprogramme an, die nahtlos an der Bachelor anschließt.

Medieninformatik studieren in Deutschland

Wenn du dich im Rahmen der Medieninformatik für einen bestimmten Bereich, wie z.B. Audiotechnik oder 3D-Animation, spezialisieren möchtest, ist der Studiengang Medieninformatik (B.Sc.) an der Hochschule Hof, University of Applied Sciences einen Blick wert.

Der Bachelorstudiengang Medieninformatik (B.Sc.) der Technischen Universität Berlin wurde erst 2014 in Zusammenarbeit der Fakultät Elektrotechnik und Informatik und dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der FU Berlin gegründet.

Medieninformatik (B.Sc.) findest du auch im Angebot der Hochschule RheinMain. Hier kannst du sogar dual studieren – also neben dem Studium eine Ausbildung absolvieren. Die forschungsstarke Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft bietet ebenfalls einen Bachelorstudiengang Medieninformatik (B.Sc.) an.

Um den Master in Medieninformatik (M.Sc.) an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zu machen, musst du erst einmal durch ein Eignungsfeststellungsverfahren. Dafür gibt es aber keinen NC. Wenn deine Bachelorabschlussnote 2,5 oder besser ist, dann kannst du dich auch für Medieninformatik (M.Sc.) an der Universität Regensburg oder für Medieninformatik (M.Sc.) an der Hochschule Düsseldorf bewerben.

Berufsaussichten

Je nach deinem gewählten Schwerpunkt kannst du aus einem weiten Spektrum von Berufen wählen. Wenn du im Feld der angewandten Informatik arbeiten möchtest, kannst du in der Software- oder App-Entwicklung tätig werden. Auch beim Designen von Games ist dein weitreichendes Fachwissen von nutzen.

Es stehen dir ebenfalls die Türen zu anderen kreativen Branchen offen. Die Erstellung und Bearbeitung von Bild und Ton, sowie Animation und 3D-Design als wählbare Module, verschaffen dir das Know-How, um in Filmstudios erfolgreich zu arbeiten. Der betriebswirtschaftliche Teil des Studiums ist eher dein Ding? Dann kannst du auch nach Stellen im Onlinemarketing oder Produktmanagement suchen. Die vermittelten Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien sind dafür eine sehr gute Grundlage.


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