Technische Universität Clausthal

Bundesland: 
Niedersachsen
Hochschultyp: 
Universität
Trägerschaft: 
staatlich
Promotionsrecht: 
Ja
Habilitationsrecht: 
Ja
Gründungsjahr: 
1775
Anzahl Studierende: 
4.823 (WS 2014/2015)

Fakultäten/Fachbereiche:

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Kommentare von Studierenden

Veröffentlicht am 02. Jun 2017 um 01:43 Uhr von Gast
Um ganz ehrlich zu sein, kann ich es nicht empfehlen an der TU Clausthal zu studieren. Dies gilt ganz besonders dann, wenn man die Erwartung hegt, dort eine gute Lehre oder eine gute Betreuung zu erhalten. Denn ich habe selbst einige Semester an der TU Clausthal studiert und dann einen Hochschulwechsel gewagt und ich muss schon eingestehen, dass ich an meiner neuen Hochschule mit Lehre und Betreuung bedeutend zufriedener bin, als ich es in Clausthal jemals war. Ich hatte damals meine Bedenken, ob ich den Wechsel wirklich wagen sollte, da die TU Clausthal in den Rankings stets Spitzenplätze belegt, während meine aktuelle Hochschule in diesen Rankings eher durchschnittlich abschneidet. Die Gründe woran das liegen mag sind vielfältig und in diesem Bericht möchte ich gern auf ein Paar der Wichtigsten eingehen. Zunächst einmal sollte erwähnt werden, dass die TU Clausthal zwar über eine gewisse Reputation verfügt, aber genau an dieser Stelle sollte man vorsichtig sein. Denn gerade dann, wenn der Ruf einer Universität mehr im Bereich der Forschung begründet ist, bleibt für die Ausbildung der Studenten häufig weniger Zeit. So kann die Reputation einer Hochschule oft besser sein, als die Ausbildung, die man dort erhält. Nicht selten bekommt man an weniger renommierten Hochschulen eine viel bessere Ausbildung, da diese meist noch keine Lorbeeren geerntet haben, auf denen man sich ausruhen könnte. Zweitens: Man bekommt es in Clausthal schon während der Orientierungsphase von allen Seiten regelrecht eingetrichtert, dass die TU Clausthal so viel schöner und so viel besser ist als alle anderen Universitäten, so dass diese Meinung bereits auf die Stundenten übergeht, bevor diese überhaupt ihre erste Vorlesung erlebt haben. Es erinnert fast schon an hypnotische Suggestion. Viele Studenten kennen nur die TU Clausthal und haben dadurch keinen direkten Vergleich zu anderen Hochschulen. Auch ich hätte damals die TU Clausthal aufgrund der äußeren Einflüsse tendenziell eher gut bewertet. Doch aus heutiger Sicht würde ich es sogar als schlecht bezeichnen, was ich in Clausthal erlebt habe. Rückblickend betrachtet habe ich den Eindruck, dass man es in Clausthal bloß eingeredet bekommt gut betreut zu werden. Drittens: Die übertrieben positiven Ranking-Ergebnisse könnten dabei auch das Resultat von homophilen Gruppendenken sein. Denn die größte Gefahr der Homophilie liegt in einer einseitigen Informationsgewinnung und einer einseitigen Informationsauswertung. Dabei sei zu erwähnen, dass die Durchfallquoten in Clausthal im Allgemeinen viel zu hoch sind. Dabei kann eine hohe Durchfallquote einmal durch einen hohen Schwierigkeitsgrad der Klausur begründet sein, andererseits kann dies auch ein Hinweis auf eine schlechte Didaktik des Dozenten sein. Aber die Studenten in Clausthal betrachten dies meist sehr monocausal und begründen die Durchfallquoten stets mit einem hohen Schwierigkeitsgrad der Klausur. Komischerweise musste ich erst die Hochschule wechseln um mit dieser Betrachtungsweise in Berührung zu kommen. Da stelle ich den Stundenten in Clausthal nun folgende Frage: Kann bei so hohen Durchfallquoten die Lehre in Clausthal tatsächlich so gut sein? Nicht umsonst spricht man im Allgemeinen von gefährlichem Gruppendenken. Viertens: Die Rankings selbst werden von Journalisten und auch von Soziologen heftig kritisiert. So habe man bereits festgestellt, dass an manchen Standorten die Stundenten die Rankings ausnutzen um so ihren Abschluss zu mehr Ansehen zu verhelfen. Man bewertet die eigene Universität einfach bewusst extrem positiv, um so später behaupten zu können, an einer ganz besonders guten Universität studiert zu haben. Dieser Effekt scheint umso stärker zu sein, je abgelegener die Hochschule liegt und je stärker das Gruppendenken ausgeprägt ist. Fünftens: Außerdem kann ein hohes Ergebnis in den Rankings auch ein Hinweis darauf sein, dass die Stundenten einer Universität geringere Erwartungen an die Lehre haben oder ihre Dozenten weniger kritisch betrachten, was wiederum nicht gerade für die Stundenten in Clausthal sprechen würde. Diese Vermutung kann ich ebenfalls bestätigen. Denn im Verlauf der Vorlesungszeit werden in Clausthal die Vorlesungen als auch die Übungen kaum noch besucht. Zumindest war das so, als ich dort studiert habe. Zum Vergleich: An meiner aktuellen Hochschule werden die Veranstaltungen auch gegen Ende der Vorlesungszeit noch relativ gut besucht, weil diese dort viel besser und damit auch sinnvoller gestaltet werden. Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich in diesem Bericht den Namen meiner aktuellen Hochschule bewusst verschwiegen habe, da ich hiermit weder Werbung noch Propaganda betreiben möchte. Vielmehr wollte ich die zukünftigen Stundenten der TU Clausthal etwas von einer viel zu einseitigen Sichtweise abbringen. Dabei bin ich mir selbst nicht ganz sicher: Sind die Clausthaler Studenten Opfer einer hinterhältigen Suggestion oder versuchen die Stundenten dort mit Hilfe der Rankings ihren Abschluss aufzuwerten? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Sicher ist nur eines: Die Ergebnisse der Rankings sind viel zu subjektiv und vielleicht sogar auch manipuliert. Ich habe es jedenfalls nicht bereut die Hochschule gewechselt zu haben. Hätte ich dies nicht getan, wäre ich wohl nie zu der Erkenntnis gelangt, dass in Clausthal gute Betreuung zwar propagiert, jedoch nicht praktiziert wird.
Veröffentlicht am 21. Aug 2018 um 10:26 Uhr von Gast
Ich habe meinen Bachelor-Abschluss an einer anderen Hochschule gemacht und bin dann für den Master aufgrund des guten Rufes im Bereich Werkstofftechnik an die Technische Universität Clausthal gewechselt. Im Nachhinein bin ich mit dieser Entscheidung sehr zufrieden, da mir die Struktur und Art der Lehre an der TUC sehr zusagt und gerade durch die Überschaubarkeit der Studierendenzahl viele sehr interessante Möglichkeiten eröffnet werden. Man kann bspw. viele Zertifikate und Zusatzqualifikationen erwerben, was sich gerade bei der Bewerbung für meine Abschlussarbeit als hilfreich herausgestellt hat. Kommentare dahingehend die TUC sei zu eingebildet, würde sich auf ihren Lorbeeren ausruhen oder würde die Studierenden nicht richtig betreuen, kann ich leider nicht nachvollziehen. Ich selbst wurde sehr herzlich empfangen und gerade als Quereinsteiger hatte ich diesbezüglich vorher auch einige Sorgen keinen Anschluss zu finden oder in keinen engeren Kontakt mit den Professoren treten zu können - diese waren glücklicherweise völlig unbegründet. Nach kurzer Zeit konnte ich an spannenden Projekten an den Instituten mitarbeiten und Einblick in interessante Arbeitskreise gewinnen. Den Wunsch nach mehr Betreuung kann ich nicht unterstützen. Aus meiner Sicht sollte man sich während eines Studiums darauf konzentrieren sein Wissen zu erweitern und verschiedene Sichtweisen und Vorgehensweisen zu durchdringen und zu erlernen. Dabei sollte das Wissen aus möglichst vielen verschiedenen Quellen stammen und in Eigenarbeit angeeignet und bewertet werden. Eine sehr enge und vorstrukturierte Betreuung betrachte ich hierfür als eher hinderlich, da der Anteil der selbständigen Arbeit immer mehr in den Hintergrund rücken würde. Da ich einige Auflagen erfüllen musste bekam ich auch Einblicke in einige Vorlesungen aus dem Bachelorstudiengang und kann aus meiner Sicht nur sagen, dass man eine sehr qualifizierte Hilfestellung überall da bekommt, wo man sie braucht. Diese werden einem aber nicht aufgezwungen und man bleibt weiter in der Lage sein Studium selbst zu gestalten und zu planen. Letztendlich kann ich die TUC nur jedem nahelegen der Lust auf ein intensives und anspruchsvolles Studium hat, allerdings möchte ich auch erwähnen, dass man gerade als Student natürlich nur immer sehr kleine Bereiche der Universität wirklich bewerten kann. Ich selbst studiere im Master Werkstofftechnik und kann daher im Grunde nur diesen Bereich der Universität wirklich begründet bewerten.

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