Durch die Schwierigkeit des Studiums, kannst du später zwischen Technik und Ökonomie vermitteln.
Wirtschaftsingenieure vermitteln zwischen Wirtschaft und Technik. Foto: gettyimages/af_istocker
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09. Jul 2019

UNICHECK

So schwer ist ein Wirtschaftsingenieur-Studium

Was macht ein Wirtschaftsingenieur-Studium schwer?

Als Wirtschaftsingenieur unterstützt du im späteren Berufsleben die Kommunikation zwischen den technischen und ökonomischen Aspekten eines Unternehmens. Das bedeutet, du kannst beispielsweise in folgenden Sektoren arbeiten:

  • Unternehmensberatung
  • Marketing
  • Produktionssteuerung und -planung
  • Management

Wie du vielleicht schon erahnst, solltest du über dein technisches und mathematisches Verständnis auch über eine hohe Sozialkompetenz verfügen, da du nach dem Studium viel mit anderen Menschen zusammenarbeiten wirst.

  1. Inhalte
  2. Durchfallquoten
  3. Mathelastigkeit
  4. Fazit

1. Studieninhalte

In den ersten Semestern wirst du hauptsächlich mit Inhalten aus Ingenieursfächern konfrontiert werden. Das heißt konkret:

  • Mathe
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Physik
  • Informatik
  • Technische Mechanik

Und noch einige weitere. Besonders Mathematik und Technische Mechanik solltest du hier nicht unterschätzen.

Erst im späteren Studienverlauf wirst du die wirtschaftlich-kaufmännischen Thematiken kennenlernen. Ab diesem Zeitpunkt wird dir das Studium mehr oder weniger wie ein Doppelstudium vorkommen, da du Inhalte aus zwei kompletten Studiengängen durchnimmst. Stelle dich also auf eine sehr lernintensive Zeit ein.

Empfehlenswerte Studiengänge

Wirtschaftsingenieur (B.Eng., Fernstudium)

Wirtschaftsingenieurwesen Informationstechnik (B.Eng.)

Wirtschaftsingenieurwesen Erneuerbare Energien (B.Eng.)

Wirtschaftsingenieurwesen Produktion (B.Eng.)

Wirtschaftsingenieurwesen Logistik (B.Eng.)

Master Wirtschaftsingenieurwesen (Fernstudium)

Diese Fachbereiche finden sich außerdem in deinem Stundenplan wieder:

  • BWL
  • Maschinenbau
  • Fertigungstechnik
  • Rechtswissenschaften
  • Logistik
  • Marketing
  • Fertigung und Werkstoffe
  • Naturwissenschaften

Außerdem solltest du die Wichtigkeit von Englischkenntnissen nicht unterschätzen. Du benötigst die Fremdsprache nicht nur während deines Studiums für Fachliteratur oder Ähnliches, sondern auch im Berufsleben. Unternehmen werden schließlich immer internationaler und so ist es wichtig für dich, dass du auch mit anderen Personen gut auf Englisch kommunizieren kannst.

Beim Wirtschaftsingenieur-Studium handelt es sich um ein intensives Fach.

2. Durchfallquoten

Wie in anderen Ingenieursstudiengängen ist die Durchfallquote bei manchen Prüfungen sehr hoch. In einigen liegt sie sogar bei 85 Prozent. Meist sind dies Kurse aus den ersten Semestern, das Nichtbestehen hängt oft mit der Mathematiklastigkeit dieser zusammen. Am besten bereitet man sich deswegen gründlich auf die Prüfungen vor, lernt viel und übt auch so viel wie möglich, da es sich in Mathe häufig um eine reine Übungssache handelt.

3. Mathelastigkeit

Das Studium Wirtschaftsingenieurwesen hat es in Bezug auf Mathe kräftig in sich. Es ist nicht nur so, dass von vornherein ein solides Grundwissen benötigt wird – auch aus der Schulbildung bis zum Abitur -, sondern auch in den meisten Fächern auf diese Grundlagen zurückgegriffen wird. Außerdem wirst du sowohl Mathematik aus dem BWL-Bereich durchnehmen als auch Ingenieurmathe. Das Studium ist zwar vielleicht nicht so schwer wie ein reines Ingenieursstudium, aber definitiv schwerer, als ein reines Studium im BWL-Bereich.

Um den Studierenden das Verstehen der Mathematik zu erleichtern, haben einige Hochschulen, wie die HTW Saar, spezielle Initiativen ergriffen. An der HTW Saar gibt es den sogenannten Mathe-MAX. Bei diesem handelt es sich um ein Mathe-und-Statistik-Café, bei dem man gemeinsam mit anderen Studierenden und Tutoren Übungen erledigen und Fragen stellen kann.

4. Fazit

Das Wirtschaftsingenieur-Studium ist für dich interessant, wenn:

  • Dich wirtschaftliche und technische Themen interessieren
  • Du ein Verständnis für mathematisch-technische Aspekte mitbringst
  • Du über hohe Sozialkompetenz verfügst
  • Ein ansprechendes Studium dich nicht abschreckt, sondern motiviert
  • Du dir vorstellen kannst, später beispielsweise Vermittler zwischen Technikabteilung und Vertrieb zu arbeiten

Du fragst dich, ob Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik vielleicht eher für dich infrage kommen?
 
Hier erfährst du, wie schwer die anderen Studiengänge dieser Fachrichtung sind:

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