Ausgefallene Sprachen studieren
Bei diesen ausgefallenen Studienfächern ist Sprachbegabung gefragt! | Foto: Thinkstock/mrhighsky

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30. Mai 2016

Nathalie Klüver

Wie bitte? Verrückte Sprachen studieren!

Von Alemannisch bis Zazaki

Alemannisch

Die Mundart Alemannisch wird rund um Freiburg gesprochen und ist mit dem Elsässischen und Schwizerdütschen verwandt, auch wenn es große Unterschiede in Wortschatz, Grammatik oder Aussprache gibt. Die Zahl der Sprecher wird auf ungefähr zehn Millionen geschätzt – wenn auch mit unterschiedlicher Dialektkenntnis. Alemannisch lernen kannst du am Sprachlehrinstitut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.


Ewé

Ewé wird von etwa drei Millionen Menschen im südlichen Ghana und Togo gesprochen und gehört zur Sprachfamilie der Niger-Kongo-Sprachen. Lernen kannst du Ewé am Institut für Afrikanistik und Ägyptologie der Uni Köln. Hier kannst du außerdem auch noch 3 weitere afrikanische Sprachen belegen:

  • Bambara: Gehört zu den Mandingsprachen und ist die Hauptsprache der Republik Mali. Auch in Senegal verständigt man sich hauptsächlich auf Bambara.
  • Hausa: Wird vor allem in Nordnigeria und Südniger gesprochen. Etwa 50 Millionen Menschen beherrschen Hausa, entweder als Muttersprache oder als Zweit- oder Drittsprache.
  • Swahili: Über 100 Millionen Menschen beherrschen Swahili, es ist die Muttersprache der meisten Menschen entlang der Ostküste Afrikas, angefangen vom Norden Kenias bis zum Norden Mosambik.

Galicisch

Etwa 3,5 Millionen Menschen sprechen die Sprache in der autonomen spanischen Region Galicien. Sie ist dort seit 1982 Amtssprache neben dem Spanischen. Belegen kannst du Galicisch u.a. an der Freien Universität Berlin am Institut für Romanische Philologie.


Gebärdensprache

Die Gebärdensprache dient der Kommunikation von gehörlosen Menschen und besteht aus Zeichen, Mimik und Mundbewegungen. Die Gebärdensprache unterscheidet sich von Land zu Land – so gibt es tatsächlich eine österreichische und eine schweizerische Gebärdensprache. Etwa 80.000 Gehörlose benutzen die Gebärdensprache, etwa 120.000 Hörende beherrschen sie. Studieren kannst du Gebärdensprachen oder auch Gebärdensprachendolmetschen an der Universität Hamburg.


Nahuatl

Nahuatl wird auch aztekisch genannt. Die indigene Sprache wird in Mexiko von 1,5 Millionen Menschen gesprochen. Belegen kannst du es am Sprachenzentrum der LMU München.


Wolof

Wolof ist eine Untergruppe der Niger-Kongo-Sprachen und wird im Senegal von etwa drei Millionen Menschen gesprochen. Lernen kannst du es an der Uni Hamburg am Afrika-Asien-Institut. Hier kannst du u. a. außerdem folgende Sprachen belegen:

  • Avestisch: Altiranisch, Avestisch gehört mit Altperisch zu den am frühesten belegten iranischen Sprachen.
  • Malaiisch: Gehört zu den meistgeprochenen Sprachen der Erde, etwa 200 Millionen Sprecher gibt es. Malaisch wird hauptsächlich im Raum Malaysias und Indonesiens genutzt, es ist außerdem die Amtssprache in Singapur und der Republik Indonesien.
  • Yoruba: Gehört zu den Niger-Kongo-Sprachen und ist die Sprache der Yoruba. Hauptsächlich wird sie in Südwest-Nigeria, in Benin und in Togo gesprochen.
  • Zazaki: Wird auch die Zaza-Sprache oder Kirdki genannt und vor allem in Ostanatolien gesprochen. Die indogermanische Sprache zählt ungefähr zwei Millionen Muttersprachler und wird als bedrohte Sprache eingestuft.

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