Lernphase ohne Dauerstress: So überstehst du die Klausurenphase!

So überstehst du die Klausurenphase!

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Maria Knaus Maria Knaus, 05.01.2026  |  Lesedauer: 4 Minuten

Lernphase ohne Dauerstress: So überstehst du die Klausurenphase!

Klausuren stehen an, die Hausarbeit wartet und plötzlich ist der Kopf voller To-dos, aber leer an Konzentration. Keine Panik: Produktives Lernen hat weniger mit eiserner Disziplin zu tun als mit guten Rahmenbedingungen. Mit ein paar klaren Strategien kommst du strukturierter, entspannter und konzentrierter durch die Lernphase.

 

Ordnung im Umfeld, Ruhe im Kopf

Bevor du loslegst, schaff dir einen Arbeitsplatz, der Fokus ermöglicht. Das heißt nicht „klinisch leer“, sondern sinnvoll organisiert: Alles, was du zum Lernen brauchst, liegt griffbereit, Ablenkendes verschwindet in der Schublade. Noch besser: Leg dir schon am Abend vorher Bücher und Unterlagen für den nächsten Tag bereit. So startest du ohne Umwege. Auch Klassiker wie Schlaf, Trinken und Essen sind keine Nebensache. Zu wenig Schlaf oder Flüssigkeit wirkt sich direkt auf deine Konzentration aus, dein Gehirn braucht Energie und Erholung, um Leistung zu bringen.

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Besser lernen mit Pausen und Abwechslung

Stundenlanges Durchpauken bringt wenig. Effektiver ist verteiltes Lernen: kurze Lernphasen, unterbrochen von Pausen. So bleibst du länger aufmerksam und speicherst Inhalte nachhaltiger ab. In den Pausen kannst du das Gelernte kurz wiederholen oder einfach den Kopf frei bekommen. Abwechslung hilft ebenfalls: Wechsle zwischen Themen oder Lernmethoden, zum Beispiel Vokabeln, dann eine Übung, dann eine Zusammenfassung.

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Das Smartphone ist einer der größten Konzentrationskiller. Selbst ausgeschaltet kann es dich ablenken, wenn es neben dir liegt. Am besten packst du es in einen anderen Raum. Auch am Laptop lohnt es sich, das Internet auszuschalten, wenn du es nicht brauchst. Musst du online recherchieren oder Lernvideos schauen, reduziere Ablenkung gezielt: Sperre Seiten, die dich oft rausreißen, schalte bei YouTube die automatische Wiedergabe aus und notiere Fragen offline, statt sie sofort in Chats zu posten. Wichtig: Auch in den Pausen lieber kein Social Media – Bewegung, frische Luft oder leichte Hausarbeit helfen deinem Kopf mehr beim Abschalten.

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Prioritäten setzen statt alles gleichzeitig wollen

Gerade in stressigen Phasen fühlt sich jeder Lernstoff gleich wichtig an. Ein kurzer „Schlachtplan“ hilft: Welche Themen sind wirklich prüfungsrelevant? Welche weniger? Orientiere dich daran, was im Unterricht oder in der Vorlesung besonders betont wurde. Wenn die Zeit knapp wird, sorgt diese Priorisierung dafür, dass du deine Energie in die richtigen Inhalte steckst und nicht im Chaos versinkst.

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Schreiben ohne Blockade

Wenn du bei einer Hausarbeit festhängst, gilt: Hauptsache anfangen. Der Text muss nicht perfekt sein. Lass Lücken, wenn dir Formulierungen fehlen, und arbeite später daran weiter. Eine klare Gliederung hilft, den Überblick zu behalten und Schritt für Schritt vorzugehen. Und ganz wichtig: Sei geduldig mit dir. Konzentration, Lernen und Schreiben sind Prozesse, keine Frage von Talent, sondern von Übung und passenden Bedingungen.

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Maria Knaus

UNICUM-Autor/-in seit 2025

Mein Papa hat früher immer gesagt: „Die Augen haben Angst, aber die Hände machen einfach.“ Damals fand ich das ehrlich gesagt ziemlich nervig. Hat sich angefühlt wie so ein typischer Erwachsenenspruch, der alles einfacher klingen lässt, als es ist. 

Heute merke ich: Er hatte recht. Gerade beim Lernen oder Schreiben wirkt der Berg an Aufgaben oft riesig. Man schaut drauf, denkt zu viel nach und macht am Ende gar nichts. Aber sobald man einfach anfängt, passiert etwas: Die Hände schreiben, markieren, sortieren. Der Kopf kommt hinterher. Perfekt muss es am Anfang nicht sein. Der erste Satz darf holpern, der Lernplan darf sich ändern, der Einstieg darf unfertig sein. Wichtig ist nur, loszulegen. Denn meistens ist nicht die Aufgabe das Problem, sondern der Moment davor. Also: Nicht alles zerdenken. Einfach anfangen. Der Rest ergibt sich oft von selbst.

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