Apparative Biotechnologie - Fachhochschule Bielefeld

Fakultät/Fachbereich: 
Naturwissenschaften
Abschluss: 
Bachelor
Regelstudienzeit: 
6 Semester
Standort: 
Bielefeld
Sprachen: 
Deutsch
Studienform: 
Vollzeitstudium

Veröffentlicht am 11. Mär 2016 um 10:56 Uhr von Sabine
Apparative Biotechnologie ist wohl ein ziemlich unbekannter aber sehr cooler Studiengang für technikbegeisterte Biofans. Das Grundstudium hat viel mit Mechatronik zu tun und so werden wir gut darauf vorbereitet technische Verfahren genau nachzuvollziehen, umzusetzen um genaue Messdaten zu erzielen. Natürlich gibt es Dozenten die einem das Wissen mal besser mal schlechter beibringen aber insgesamt ist es ein vielfältiges und umfangreiches gut informierendes Studium. Zudem ist die Ausstattung der Labore auf sehr gutem Niveau und durch die vielen Praxisphasen macht es echt Spaß ABT zu studieren!
Veröffentlicht am 03. Apr 2018 um 07:58 Uhr von Gast
So interessant, wie die Idee und manche Umsetzung auch ist: Dieser Studiengang krankt an der Tatsache, dass das geformte Profil am Ende auf keinerlei Nachfrage am Markt trifft, für die das Studium inhaltlich erforderlich gewesen wäre. Hier wird sich aus zu vielen Disziplinen anderer Studiengänge an Modulen bedient und letztlich eine "Chimäre" geschaffen, die viel gehört aber nichts wirklich in 6 Semestern ausführlich angewandt haben wird. Eine Vorrednerin schrieb, man würde "technische Verfahren genau nachvollziehen". Das stimmt so nicht. Die physikalischen Praktika im ersten und zweiten Semester bewegen sich kaum höher (wenn überhaupt), als auf Abi-Niveau, die biotechnologischen Praktika macht ein guter TA im Halbschlaf und auch hier wird kein Gerät auseinandergenommen und mal nach mechatronischen oder verfahrenstechnischen Gesichtspunkten untersucht oder optimiert, sodass man sagen könnte, das wäre gezielte ingenieurmäßige Arbeit. Jedes technische Modul (E-Technik, Regelungstechnik, Bildverarbeitung) stammt hier aus einem anderen Studiengang und geht ausdrücklich NICHT auf biotechnolgische Fragestellungen ein. Die Dozenten der meisten dieser Fächer sind aber gute Ansprechpartner innerhalb dieser Studiengänge, daher die gute Bewertung. Mein Fazit lautet daher: Gute Idee, schlechte Umsetzung und obendrein leider am Arbeitsmarkt vorbei. Man kann aus allem etwas machen, wenn man sich umsieht und flexibel bleibt aber mit diesem Studiengang legt man sich unnötig Steine in den Weg. Studiert lieber Mechatronik oder Verfahrenstechnik und versucht darüber, in den biotechnologischen Zwei rein zu kommen. Wem "Bio" Spaß macht, dem empfehle ich wegen der sehr schlechten Berufsaussichten für biolastige Studiengänge eher Medizin oder Pharmazie.