Schwierigste Studiengänge Motivation
Neben persönlichem Interesse, musst du auch viel Motivation für die schwierigsten Studiengänge mitbringen. | Foto: Sam Edwards/Getty Images
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16. Dez 2019

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Scheiter-Gefahr: Das sind die 5 schwierigsten Studiengänge

Inhaltsverzeichnis

  1. Medizin
  2. Jura
  3. Maschinenbau
  4. Pharmazie
  5. Psychologie
  6. Zusammenfassung

1. Medizin

Medizin ist ganz vorne bei den schwierigsten Studiengängen dabei. Das Lernpensum ist enorm: Wer nicht von Anfang an ehrgeizig und diszipliniert ist, kommt mit dem Lernstoff nicht voran und scheitert. Das Medizinstudium zeichnet sich auch durch seine hohe Spannweite an Lernfeldern aus. Dazu gehören Anatomie, Biochemie, Physik und Pharmazie. Anstatt dich also auf ein Lernfeld zu konzentrieren, musst du dich auf mehrere Fachgebiete gleichzeitig spezialisieren. Im Medizinstudium erwarten dich zudem zeitintensive Praxissemester und das letzte Studienjahr verbringst du im Krankenhaus. Dort wird im klinischen Alltag entschieden, ob du für den Beruf des Arztes geeignet bist. Nach dem Medizinabschluss schreiben viele noch ihre Doktorarbeit und das fordert neben deinem Arbeitsalltag auch viel Organisationstalent.

Der hohe Lernaufwand im Medizinstudium lässt sich darauf zurückführen, dass du die Fachbegriffe, Krankheitsverläufe, Symptome und Behandlungsmethoden, die du während deines Studiums auswendig lernst, später anwenden kannst. Denn als Arzt die richtige Diagnose zu stellen, ist besonders wichtig und entscheidet über den weiteren Krankheitsverlauf des Patienten.

Voraussetzungen für ein Medizinstudium

Das Medizinstudium ist zulassungsbeschränkt und der NC-Wert liegt zwischen 1,0 und 1,2. Da Biologie und Physik zu den Fachgebieten im Studiengang gehören, solltest du Interesse und ein Grundverständnis für diese Bereiche mitbringen. Des Weiteren solltest du eine hohe Lernbereitschaft mitnehmen, denn das Studium ist sehr zeitaufwendig und auch nach deinen Kursen wirst du eine Menge nacharbeiten und lernen müssen.

Es ist aber auch möglich, Medizin ohne Abitur zu studieren. Wenn du zum Beispiel eine medizinische Ausbildung abgeschlossen hast und ein paar Jahre Berufserfahrung in dem Bereich nachweisen kannst, kannst du dich auf ein Medizinstudium bewerben.

Alternativen zum Medizinstudium

Wenn dir das Medizinstudium zu komplex ist oder dich nur ein Teilgebiet der Medizin interessiert, gibt es auch Alternativen zum Medizinstudium

Empfehlenswerte Studiengänge

 

Da die Naturwissenschaften Grundlage des Medizinstudiums sind, bietet es sich für dich auch an, ein Fach aus diesem Bereich, wie Biologie, Chemie oder Physik zu studieren. Welche Alternative du studierst, hängt auch davon ab, ob du dich eher für den technischen oder den naturwissenschaftlichen Bereich interessierst.

2. Jura

Neben Medizin ist Jura ganz weit oben bei den schwierigsten Studiengängen dabei. Die konsequente Anwendung des Gutachtenstils, das trockene Auswendiglernen von Rechtsauffassungen und den fachspezifischen Begrifflichkeiten machen Jura zu einem der schwierigsten Studiengänge. In der Klausur sowie in den Haus- und Abschlussarbeiten musst du zum Beispiel Gutachten schreiben und die auswendig gelernten Begriffe und Theorien auf den jeweiligen Fall anwenden. Die Durchfallquoten in den Prüfungen sind dementsprechend hoch. Was die Prüfungsbedingungen in Jura betrifft, solltest du dich auch auf etwas gefasst machen: Für beide Staatsexamen musst du insgesamt 19 fünfstündige Klausuren bewältigen.

Die auswendig gelernten Begriffe und Theorien auf einen jeweiligen Fall anzuwenden liegt daran, dass du die juristische Denkweise und eine gute Argumentationsfähigkeit trainierst. Das wird in deinem Beruf sehr wichtig sein.

Voraussetzungen für ein Jurastudium

Das Jurastudium ist zulassungsbeschränkt und je nach Universität variiert der NC-Wert zwischen 1,5 und 2,5. Du solltest analytisch, logisch und abstrakt denken und rechtliche Sachverhalte verstehen können. Darüber hinaus sind Kommunikationsfähigkeiten und eine rhetorische Fähigkeit wichtig.

An privaten Hochschulen hast du die Möglichkeit, Jura ohne NC zu studieren. Auch an manchen öffentlichen Universitäten kannst du Jura ohne NC studieren. Dort solltest du nur beachten, dass es sich um ein vollwertiges Jurastudium handelt.

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Alternativen zum Jurastudium

Wenn du dich vor dem Jurastudium scheust, gibt es auch hier ein paar Alternativen zum Studiengang:

  • Wirtschaftsrecht
  • Informationsrecht
  • Rechtsmanagement

Mit diesen Studiengängen spezialisierst du dich auf ein bestimmtes Fachgebiet. Wenn du dich für die englische Sprache begeisterst, bieten manche Universitäten das Jurastudium auf Englisch an. So kannst du dir zusätzliche Sprachkenntnisse in dem Bereich aneignen.

Empfehlenswerte Studiengänge

 

3. Maschinenbau

Wenn du Ingenieur /-in werden möchtest, sind die Ingenieurs-Studiengänge bekannt dafür, dass sie zu den schwierigsten Studiengängen gehören. Maschinenbau ist einer davon. Die Durchfall- und Abbruchquoten sind in diesem Studiengang sehr hoch: In den ersten Semestern werden Teilgebiete der Mathematik, Physik und anderer Naturwissenschaften ausführlich behandelt. Am meisten Probleme bereitet hier Mathe. Sogar Abiturienten mit einem guten Notenschnitt haben Probleme, sich den Lernstoff anzueignen. Mit dem hohen Lernpensum wirst du Probleme haben, dein eigenes Zeitmanagement einzuteilen und auch mit der Motivation ist es oft nicht so leicht, wie du es dir erhoffst.

Nach deinem Studium musst du in der Lage sein, komplizierte Sachverhalte zu verstehen und diese anzuwenden. Du beschäftigst dich mit der Konstruktion und Produktion von Maschinen und die Anforderungen an Maschinen werden immer vielfältiger und komplexer. Räumliches Denken ist hier von Vorteil.

Empfehlenswerte Studiengänge

Maschinenbau (B.Eng.)

Voraussetzungen für ein Maschinenbaustudium

Der NC-Wert für Maschinenbau ist an vielen Hochschulen nicht sehr hoch und liegt bei 2,9. An vielen Universitäten ist der Studiengang auch zulassungsfrei. Die größte Hürde am Maschinenbaustudium ist das hohe Lernpensum, das dich in den Fächern Mathe und Physik erwartet. Du solltest dir am Anfang des Studiums deine Zeit gut einteilen, damit du mit dem Lernstoff hinterherkommst.

Alternativen zum Maschinenbaustudium

Maschinenbau gehört zu den Ingenieurs-Studiengängen und in diesem Bereich gibt es einige Alternativen, die du studieren kannst. Dazu gehören:

Weitere Alternativen zum Maschinenbaustudium sind:

  • Produktion und Logistik
  • Neue Materialien
  • Nano- und Produktionstechnik

Auf manchen Universitäten wird das Maschinenbaustudium auf Englisch angeboten. Das bietet sich an, wenn du auf dem internationalen Markt tätig sein willst.

Empfehlenswerte Studiengänge

Elektro- und Informationstechnik (B.Eng.)

Elektro- und Informationstechnik B.E.

Mechatronik (B.Eng.)

Wirtschaftsingenieurwesen Logistik (B.Eng.)

B.Sc. Logistikmanagement


Schwierigste Studiengänge Lernstoff


4. Pharmazie

Das Pharmaziestudium ist genauso schwer wie Medizin und kann auch zu den schwierigsten Studiengängen gezählt werden. Hier ist die Arbeitsbelastung besonders hoch und selbst, wenn du vorher eine Ausbildung als Pharmazeutisch-technischer Assistent oder als Pharmazeutisch-technische Assistentin absolviert hast, wirst du einiges nachholen müssen. Die Regelstudienzeit in Pharmazie ist eher selten, da du einen großen praktischen Anteil im Studium hast. Die Studierenden verbringen sehr viel Zeit in den Laboren. Ähnlich wie bei Medizin ist die Abbrecherquote jedoch gering: Der große praktische Anteil motiviert Studierende dranzubleiben.

In der Pharmazie brauchst du nicht nur Disziplin und Ausdauer, sondern auch Geduld und Geschick für Laborarbeiten. Als Pharmazeut übst du einen verantwortungsvollen Beruf aus, bei dem es darum geht, für die Gesundheit anderer Menschen verantwortlich zu sein.

Voraussetzungen für ein Pharmaziestudium

Das Pharmaziestudium ist zulassungsbeschränkt und der NC-Wert liegt bei 1,4 und 2,4. Du solltest mit einem hohen Arbeitsaufwand rechnen und viel Motivation für den Studiengang mitbringen. Für die Experimente benötigst du Spaß an der Laborarbeit, Neugier und eine analytische Denkweise. Darüber hinaus solltest du dich für naturwissenschaftliche Fächer, wie Biologie, Physik und Chemie begeistern, die Grundlage des Studiums sind.

Alternativen zum Pharmaziestudium

Wenn du dich für das Pharmaziestudium interessierst, es dir aber zu arbeitsintensiv ist, kannst du wie im Medizinstudium Teilgebiete aus dem Bereich studieren. Das wären in der Pharmazie besonders Chemie, aber auch Biologie

5. Psychologie

Auch Psychologie gehört zu den schwierigsten Studiengängen. Viele denken, dass Psychologie ein geisteswissenschaftliches Studium ist. Psychologie ist jedoch eine empirische Wissenschaft und der statistische Fachanteil ist sehr hoch. In den ersten Semestern musst du dich mit den Grundlagen der Mathematik und abstrakten Theorien, die auf Englisch verfasst sind, herumschlagen. Dementsprechend benötigst du sehr gute Englischkenntnisse, da die Fachliteratur im Psychologiestudium hauptsächlich auf Englisch ist. Wie bei den anderen schweren Studiengängen ist der Arbeitsaufwand hier auch sehr hoch und du musst eine Menge vor- und nacharbeiten.

Als Psychologe hast du viel mit Menschen zu tun und beschäftigst dich mit deren Persönlichkeit und Verhalten. Daher solltest du über eine gute Menschenkenntnis verfügen und neugierig sein. Der Aufgabenbereich des Psychologen ist sehr umfangreich und neben der Arbeit in Kliniken oder psychologischen Praxen kannst du auch in der Wirtschaft tätig werden.

Empfehlenswerte Studiengänge

 

Voraussetzungen für ein Psychologiestudium

Der Studiengang Psychologie ist zulassungsbeschränkt und der NC-Wert liegt zwischen 1,2 und 1,5. Da der statistische Fachanteil in Psychologie sehr hoch ist, solltest du Interesse und ein Grundverständnis für Mathematik mitbringen. Darüber hinaus solltest du analytisch denken und strukturiert arbeiten können. Sehr gute Englischkenntnisse und ein gutes Einfühlungsvermögen solltest du auch besitzen.

Alternativen zum Psychologiestudium

Auch zum Psychologiestudium gibt es einige Alternativen, die ähnlich zum Studiengang sind oder verwandte Themen aufgreifen. Diese sind zum Beispiel:

Wenn du aber eine Karriere als Psychotherapeut anstrebst, kannst du das nur über ein Psychologiestudium tun.

Empfehlenswerte Studiengänge

 

Alles Infos zu den schwierigsten Studiengängen im Überblick

  • Je nachdem für welches der schwierigsten Studiengänge du dich entscheidest, solltest du auf jeden Fall großes Interesse an diesem Fach mitbringen.
  • Für die schwierigsten Studiengänge solltest du genug Zeit zum Lernen sowie für die Vor- und Nachbereitung einplanen: Du musst sehr viel Zeit in das Studium investieren und genug Motivation für das Fach mitbringen!
  • Wenn dich ein Teilbereich von einem der schwierigsten Studiengänge interessiert, hast du die Möglichkeit, diesen als Alternative zu studieren.
  • Wenn du die nötigen Voraussetzungen erfüllst und genug Motivation und Ehrgeizig mitbringst, steht deinem Studium in einem der schwierigsten Studiengänge nichts im Weg!

Artikel-Bewertung:

2.84 von 5 Sternen bei 180 Bewertungen.

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 17. Feb 2020 um 00:14 Uhr von Artmgg
Sich rauszunehmen zu behaupten Chemie wäre ein „Teilgebiet der Pharmazie“ und hätte daher einen geringeren Arbeitsaufwand ist eine Zumutung. Chemie ist in medizinische, physikalische, analytische, theoretische und Biochemie aufgeteilt und umfasst Gebiete wie Materialwissenschaften und Katalyse. Das alles hat nichts mit Pharmazie zutun. Zu sagen es wäre ein weniger zeitintensives Studium ist komplett lächerlich. Man sollte sich mal einen Studienverlaufsplan eines Chemie Bachelors anschauen. Man kommt meistens auf 40+ Stunden pro Woche. Ich wollte dass nur anmerken, da es einfach nicht stimmt.
Veröffentlicht am 10. Apr 2020 um 11:46 Uhr von sooderso
Artmgg, interessante Feststellung. Mit Sicherheit wollte der Autor/in nicht die kumulierten Studienleistungen der Chemiker in Frage stellen. Die Formulierung war tatschlich etwas unscharf, das es eine "Stoffgebiet" der Pharmazie nach AAppo Anlage 1 ist. Das ein Pharmazeut nichts von Materialwissenschaften verstehen muss wage ich sehr zu bezweifeln. Leider wurden die 3 Staatsexamen im Artikel völlig unterschlagen. Warum??? Ich habe großen Respekt vor den Naturwissenschaftlern die permanent gewertete Prüfungsleistungen in den Bologna reformierten Studiengängen erbringen müssen. Und am Ende wissenschaftliche Arbeiten verfassen. Ein Staatsexamen in dem innerhalb vier aufeinanderfolgenden Tagen der Stoff von 4 Semestern geprüft wird nur wenigen Wochen Vorbereitung, die nebenbei gesagt in den Semesterferien stattfindet ist allerdings auch sehr prickelnd, kann ich nur empfehlen wenn Sie unterfordert sind. Die Prüfungen sind noch dazu teils völlig vom Universitätsbetrieb entkoppelt da behördlich durchfgeführt und zentralisiert. Das der Chemiker mehr von Chemie versteht als der Pharmazeut und der Biologe mehr von Biologie steht außer Frage und genauso soll es auch sein. Aber den Chemiker der mehr von Anatomie oder Biologie versteht als ein Pharmazeut will ich sehen. Hier ein Auszug aus den Stoffgebieten der Pharmazeuten, Physiologie, Anatomie, Chemie, Biologie, Pharm. Ökonomie, Epidemiologie, Statistik, Technologie, Klinische Pharmazie, Physik, Recht etc etc. alles Fachgiete die für ein eigenes Studium ausreichen. Den Atkins, Vollhardt, Janeway oder Stryer und andere arbeiten wir genauso durch + das Arzneibuch mit mehreren Tausend Seiten. Das Limit ist eigentlich nur die persönlich machbare Grenze an dem was man innerhalb einer begrenzen Zeit lesen und lernen kann. Dafür ist man eben am Ende auch Heilberufler, Naturwissenschaftler und Kaufmann. An der Stelle auch der Hinweis 8 Semester Pharmazie +1 praktisches Jahr in dem man dann neben der Vollzeitstelle lernt. Das entspricht etwa der Dauer für einen Chemie Master. Für einen Schein müssen teilweise 3 Prüfungen + Praktika absolviert werden. Das die Chemie zu kurz kommt darüber lachen die Leute vor dem 2 Stex nur müde wenn sie 200 Arzneistoff Strukturformeln + Synthesewege auswendig lernen müssen. Wenn es noch nicht genug prickelt - wer nach 4 Jahren Studium rausgeprüft wird hat keine Studienleistungen erbracht die irgendwo angerechnet werden können, da kein harmoniserter Studiengang. D.h. gehen Sie zurück auf los. Persönliches Lebensrisiko. Der Einsatz der Chemiker in ihrem Fachgebiet kann man nicht hochgenug anrechnen, und wir sind euch sehr dankbar dass ihr euch mit Themen wie Lanthaniden und Katalysatoren beschäftigt ohne Miteinander gehts nunmal nicht in einer Gesellschaft, und schlussendlich sind wir als Akademiker alle gesellschaftliche Leistungsträger, Stundenzahl hin oder her ;)
Veröffentlicht am 16. Aug 2020 um 00:27 Uhr von Gerard
Was für ein alberner Artikel. Die Durchfallquote sagt absolut nichts über die Schwierigkeit des Faches aus, sondern vor allem darüber, wie viele Leute das Fach unter falschen Vorstellungen beginnen. Übrigens fällt auch auf, dass alle Fächer in dieser Liste einen NC haben, sprich, es gibt extrem viele Leute, die sich diese Fächer zutrauen. Physik zum Beispiel hat überhaupt keinen NC. Woran das wohl liegt? Das einzige Fach in dieser Liste, das eine wirklich hohe Intelligenz erfordert, ist Maschinenbau. Alle anderen Fächer der Liste basieren zu 80% auf Auswendiglernen statt auf Verständnis und sind daher mit reinem Fleiß und Disziplin zu schaffen. In Mathematik, Physik, E-Technik, MaschBau und Co. reicht Fleiß alleine nicht und auswendiglernen bringt überhaupt nichts. Wer nicht logisch, analytisch, mathematisch denken kann und kein hohes Abstraktionsniveau hat, sprich wer nicht wirklich intelligent ist, hat in diesen Fächern keine Chance. Auch die Bulletpoints am Ende: Psychologie: Viel Statistik. Bitte was? Jeder "echte Naturwissenschaftler" und jeder Mathematiker hat anspruchsvollere Statistik gemacht. Dann müssten alle Naturwissenschaften also schon mal anspruchsvoller sein...
Veröffentlicht am 26. Aug 2020 um 12:17 Uhr von Stardust
Also mal ein Vergleich Chemie-Medizin: Was ich bei Mediziner bislang so an "Leistung" gesehen habe (Multiple-Choice-Tests) fand ich jetzt nicht so umwerfend schwierig im Vergleich zu dem, was im Chemiestudium läuft. Ich kenne drei Leute, die von Chemie auf Medizin gewechselt sind, weil Medizin leichter ist. Klar sind es viele Teilgebiete. Aber was heißt das denn schon, wenn von allem nur ein kleiner Auszug abgefragt wird. Auswendig Sachen in den Kopf ballern muss man auch als Nichtakakdemiker in vielen Berufen. Das Chemistudium hier in Göttingen beinhaltet z.B.: Anorganische Chemie Organische Chemie Physikalische Chemie Quantenphysik Theoretische Chemie Kristallograhie Physik Mathematik Man wird in der Phsyikalischen Chemie zum Beispiel regelrecht malträtiert mit wirklich höherer Mathematik. Und zur Theorie kommen extrem aufwendige Praktika. In der organischen Chemie gibt es hier ein berüchtigtes Praktikum, bei dem man 3 Monate jede Woche eine 2stündige Klausur schreibt, eine mündliche Prüfung macht, zwei lange Protokolle schreibt.... ...und in dem bis zu 1/3 schlicht ausgesiebt werden. Die Themengebiete in der Chemie werden tiefgründig durchlaufen und Klausuren erfordern hohe Transferleistungen. Also ich würde sagen: jemand, der über die Schwierigkeit von Studiengängen was sagen will, sollte sie eigentich auch alle studiert haben. Die Reihenfolge hier ist totaler Quatsch. Und ich will auch nicht wissen, wie man z.B. in einem Mathestudium zu ächzen hat! LG
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