Mathe studieren
Mathe studieren - die einen lieben es, die anderen hassen es | Foto: Thinkstock/Pinkypills

16.08.2016

Tafel mit verschiedenen mathematischen Formeln

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06. Jan 2016

UNIcheck

Einblick ins Mathematik-Studium

MINT-Studienfächer im Check

Zwei Mathe-Studenten über ihren Uni-Alltag

Lisa studiert Mathematik auf Lehramt in Rostock, Andreas Bio-Mathematik in Greifswald.

UNICHECK hat den beiden Darstellern aus dem Video der Kampagne "Studieren mit Meerwert" auf den Zahn gefühlt und für dich aus erster Hand erfahren, was an einem Mathe-Studium besonders viel Spaß macht und welche Bereiche die größte Herausforderung sind. 


Video: Was genau lernt man, wenn man Mathe studiert?


Warum hast du dich für Mathe entschieden?

  • Lisa: Ich mochte Mathematik schon immer gern und habe früh begonnen, anderen vor Klassenarbeiten und Prüfungen zu helfen. Irgendwann brachte mich meine Lehrerin auf die Idee.
  • Andreas: Meine erste Wahl war eigentlich die Musik. Als ich entschied, dass ein Musikstudium auf ein für mich nicht erstrebenswertes Leben hinausläuft, musste was anderes her. Ich habe mich schon immer für alle Naturwissenschaften interessiert und hatte auch im Abitur Mathematik und Biologie als Leistungskurse. Als ich dann beim Stöbern im Internet auf Biomathematik stieß, war die Sache sofort klar.

Was macht dir am Studium besonders Spaß?

  • Lisa: Es ist ein tolles Gefühl das Gelernte anzuwenden. Wenn ich vor der Klasse stehe, etwas erkläre und einige SchülerInnen nach der Stunde kommen, um noch eine Frage zu stellen – das macht richtig Spaß!
  • Andreas: Am meisten Spaß machen mir definitiv die Fächer, in denen wir programmieren – einfach deswegen, weil mir das Programmieren liegt. Auch Fächer aus dem Bereich Wahrscheinlichkeitstheorie finde ich super, weil das logische Denken hier einerseits fordert, andererseits aber oft verblüffende Ergebnisse hervorbringt.

Wovon hattest du früher falsche Vorstellungen?

  • Lisa: Ich dachte, dass wir im Mathe-Studium nur die Schulmathematik erweitern und mit Beweisen ergänzen, doch Hochschulmathematik fordert ganz andere Kompetenzen.
  • Andreas: Leider hab ich mich tatsächlich geirrt, was die Anforderung des Studiums angeht. Im Rechnen war ich ja immer gut, aber im Studium wird halt Mathe gemacht.

Deine bislang größte Herausforderung?

  • Lisa: Um Algebra wirklich zu verstehen, brauchte ich sehr lange – das war eine echte Herausforderung!
  • Andreas: Gerade die Einstiegsveranstaltungen in Analysis und Linearer Algebra im ersten und zweiten Semester verlangen den Studenten einiges ab. Wer hier nicht am Ball bleibt, wird entweder wiederholen müssen oder das ganze Studium nicht schaffen. Später sind dann eher die biologischen und chemischen Fächer die herausfordernden, weil es hier – ganz anders als in den mathematischen Fächern – nur um bloßes Auswendiglernen geht. Da bereitet die Stoff-Menge dann oft Schwierigkeit.

Was muss man für das Studium mitbringen?

  • Lisa: Spaß an der Logik, Interesse an Mathematik allgemein, die Bereitschaft sich auch außerhalb der Hochschule mit mathematischen Themen zu beschäftigen – und Ausdauer!
  • Andreas: Natürlich besteht man ein Mathestudium nur schwer, wenn man nicht gut im logischen Denken ist. Aber ohne Ehrgeiz und Durchhaltevermögen ist im zweiten Semester Schluss.

Was willst du nach dem Studium machen?

  • Lisa: Ich möchte Lehrerin werden, am liebsten in Mecklenburg-Vorpommern und dicht am Meer.
  • Andreas: Natürlich meinen Master. Aber für den weiteren Weg bin ich momentan etwas zwiegespalten. Was ich nie für möglich gehalten hätte, ist nämlich eingetroffen: Ich interessiere mich erheblich mehr für Mathematik als für Biologie und sehe mich auch eher als Mathematiker. Deswegen überlege ich momentan, mich später in die Richtung Finanzmathematik zu spezialisieren. Andererseits ist gerade im Bereich der Bioinformatik in Zukunft noch viel interessante Arbeit zu tun ...

Drehen wir die Zeit zurück – würdest du nochmal ein Mathematik-Studium beginnen?

  • Lisa: Die Entscheidung für ein Lehramt-Mathematik-Studium war auf jeden Fall richtig!
  • Andreas: Wenn wir die Zeit bis vor mein Studium zurückdrehen, würde ich mich ganz sicher wieder für dieses Studium oder ein Studium der Bioinformatik entscheiden. Wenn wir der Zeitmaschine jedoch ein bisschen mehr Saft geben, dann würde ich allerdings schon in der Schulzeit versuchen, den Ehrgeiz zu entwickeln, den ich jetzt habe. Welchen Weg ich dann aber weitergegangen wäre? Keine Ahnung.

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