Weg in Park mit Parkbänken und Bäumen
Foto: Thinkstock/Zoonar/J.Wachala

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25. Jul 2016

UNIcheck

Landschaftsarchitektur studieren

Landschaften formen und gestalten

Freiraum und Landschaften gewinnen für Menschen innerhalb und außerhalb Europas, ob auf dem Land oder in Städten, immer größere Bedeutung. Durch die Planung und Gestaltung von Kulturlandschaften und städtischen Freiräumen beteiligen sich Landschaftsarchitekten aktiv an der Errichtung eines attraktiven und lebenswerten menschlichen Lebensumfeldes in ökologischer und sozialer Hinsicht. Dabei verbinden sich in der Landschaftsarchitektur ästhetisch-künstlerische Aspekte mit gärtnerisch-naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Faktoren.

Das Landschaftsarchitektur Studium

Der Landschaftsarchitekt befasst sich mit dem Entwurf, der Planung und Umgestaltung von nichtbebautem Raum. Gestaltung, Erhalt oder Neuinterpretation von privaten und öffentlichen Grünräumen wie Gärten, Parks, Sportplätzen, Freizeitanlagen und anderen freien Plätzen in der Stadt dienen der Stadtentwicklung und letztendlich der Sicherung von Lebensqualität. Neben dem gestalterischen Gesamtkonzept ist der Landschaftsarchitekt verantwortlich für den Schutz von Naturlandschaften und Fragen des Umweltschutzes.

Das Landschaftsarchitektur Studium verknüpft dabei das Wissen über Pflanzen, Ökologie und Umweltschutz mit dem Wissen über Gestaltung und Bautechnik. Auch gartendenkmalpflegerische Aspekte finden Berücksichtigung. Im Zentrum des Studiums stehen die Schulung von landschaftsarchitektonischen Planungs- und Entwurfsfertigkeiten und die Herausbildung von gestalterischen Kompetenzen.

Ziel ist das Erlangen von Kompetenzen im Planen und Entwerfen sowie die Machbarkeit von Ideen und Projekten. Durch das Erlernen von anwendungsorientierten Methoden erlangen die Studierenden Fähigkeiten zum Lösen von gestalterischen, ökologischen und planerischen Problemstellungen. Vernetztes Denken soll dabei helfen, auch die Bürger bei der praktischen Umsetzung von Projekten miteinzubeziehen. Abgerundet wird das Studium durch Fähigkeiten im Managementbereich. Grundlegend für ein Vorhaben ist die Akzeptanz in Politik und Gesellschaft. Der Erwerb von Präsentationstechniken trägt zur erfolgreichen Präsentation der Projekte vor Bürgern und Auftraggebern bei.

Vorkenntnisse

Generell gilt, dass die Studienanfänger für den Studiengang Landschaftsarchitektur Freude am kreativen Arbeiten mit lebendigen Materialien und an Gestaltungsprozessen mitbringen sollten. Teamarbeit sollte ihnen liegen und sie sollten ein Interesse an einer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Kontexten haben. Da Landschaftsarchitektur eine interdisziplinäre Wissenschaft ist, ist Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, wirtschaftlichen Aspekten und gesellschaftlichen Fragen von Vorteil.

Zulassungsbeschränkung

Neben der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife gelten für ein Bachelor-Studium im Bereich Landschaftsarchitektur keine besonderen Aufnahmevoraussetzungen. Einige Hochschulen setzen ein Vorpraktikum in einschlägigen Betrieben und Institutionen voraus. Sollte die Voraussetzung des Praktikums zum Studienbeginn nicht erfüllt sein, besteht die Möglichkeit, dieses während des Grundstudiums zu absolvieren.

Für ein Master-Studium im Bereich Landschaftsarchitektur ist in erster Linie ein Bachelorabschluss oder ein diesem gleichwertiger Abschluss im Bereich Landschaftsarchitektur, Architektur, Landschaftsplanung, Raum- und Umweltplanung, Stadt- und Regionalplanung oder einem anderen fachlich eng verwandten Studiengang von mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit erforderlich.

Einige Hochschulen verlangen darüber hinaus noch ein Portfolio mit eigenen Entwürfen, Projekten und Übungen als Dokumentation der künstlerischen und gestalterischen Fähigkeiten. Englischsprachige Masterstudiengänge verlangen einen Nachweis der Englischkenntnisse durch gängige Zertifikate (TOEFL, IELTS, CAE). Je nach Hochschule können neben diesen allgemeinen Kriterien auch noch örtliche Zulassungsbeschränkungen (NC nach Abschlussnote des Bachelor-Studiums), Motivationsschreiben, Fachpraktika oder Einstellungsverfahren verlangt werden.

Landschaftsarchitektur Studiengänge in Deutschland

Innerhalb Deutschlands stehen den Studieninteressierten sowohl Fachhochschulen als auch Universitäten für ein Landschaftsarchitektur Studium offen. Der Bachelor in Landschaftsarchitektur wird beispielsweise an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (B.Sc.)), der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (Landschaftsarchitektur (B.Eng.)) oder an der Fachhochschule Erfurt (Landschaftsarchitektur (B.Eng.)) angeboten.

Nach erfolgreich absolvierter Bachelorprüfung ist die Fortsetzung im Rahmen eines Masterstudiums möglich. Im Masterstudium können sich die Studierenden dann gezielt spezialisieren. Den Studierenden stehen dabei in Deutschland Master-Studiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten zur Verfügung. Dabei reicht das Studienangebot von Naturschutz und Landschaftsplanung (Hochschule Anhalt) über Landnutzungsplanung (Hochschule Neubrandenburg) bis zum englischsprachigen Studiengang Landscape Ecology (Hochschule Hohenheim).

Ablauf des Studiums

Während des Bachelorstudiums geht es vor allem um Grundlagenvermittlung und allgemeine Kenntnisse. Im fortgeschrittenen Bachelorstudium können die Studierenden dann individuelle Schwerpunkte durch Wahlpflichtmodule setzen. Abgeschlossen wird das Bachelorstudium mit der Bachelorarbeit.

Während der ersten Semester werden Grundlagen in den Naturwissenschaften, Ökologie, Systemwissenschaft, Pflanzenverwendung, Landschaftsökologie, Vegetationskunde, aber auch Geomatik und Methoden des Planens abgedeckt. Grundlagen zum Einsatz von Informationstechnologien, zur Methodik der Erfassung des Bodenzustands oder statistische Auswertungsverfahren ermöglichen einen kompetenten Umgang mit den gewonnenen biologischen Daten. Zusätzlich besteht die Ausbildung aus Kursen zu ökonomischen Grundlagen, Umwelt- und Planungsrecht.

Die Lehrinhalte des Masterstudiums werden maßgeblich durch methodische, ästhetische, kulturelle und ingenieurwissenschaftliche Inhalte bestimmt. Mögliche Fachgebiete sind beispielsweise Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung, Freiraum- und Objektplanung oder Landschafts- und Objektbau.

Üblicherweise sind verpflichtende Praxissemester oder Fachpraktika ein bedeutender Bestandteil des Studiums. Je nach Hochschule wird das Studium durch internationale Projekte, Exkursionen, Auslandsaufenthalte, Projektarbeiten und einen intensiven Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden oder die regelmäßige Einbindung von Lehrenden aus der freien Wirtschaft ergänzt.

Berufsaussichten für Absolventen des Studiums Landschaftsarchitektur

Das Berufsfeld des Landschaftsarchitekten ist sehr vielfältig. Durch das Studium der Landschaftsarchitektur sollen die Studierenden befähigt werden, einen Beruf im Feld der räumlichen Planung und Gestaltung zu ergreifen, insbesondere im Bereich Freiraumentwicklung, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. Die Absolventen finden nach abgeschlossenem Studium eine Tätigkeit in Verwaltungen, in der Privatwirtschaft oder in freien Berufen. So zum Beispiel in privaten Planungsbüros für Landschaftsarchitektur oder Gartenarchitektur, in Ingenieur- oder Architekturbüros, in Naturschutzbehörden, kommunalen Planungsämtern oder Verwaltungen von denkmalgeschützten Anlagen.


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