Palette mit Wasserfarben
Von Malerei bis Programmieren - das Kunststudium gibt dir kreativen Freiraum Foto: Pixabay/ kboom831
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07. Aug 2017

UNICHECK

Kunst studieren

Kreative Ausbildung und Entfaltung

Das Studium der bildenden Künste

Konventionelle Studiengänge wie BWL oder Jura geben bekanntlich wenig bis überhaupt keine Möglichkeit die eigene Kreativität auszuleben. Das Studium der bildenden Künste ist das genaue Gegenteil in der akademischen Bildungslandschaft. Spezialisierte Hochschulen und Akademien können dir eine Ausbildung bieten, die die Grundlage für eine Karriere in der Welt der Künstler darstellt. Wenn du also deine Leidenschaft für Kunst und Gestaltung zum Beruf machen willst, ist diese Fachrichtung mit all ihren Eigenheiten vielleicht genau das Richtige für dich.

Voraussetzungen

Die Anforderungen, die du erfüllen musst, um an einer Kunsthochschule oder -akademie studieren zu können, unterscheiden sich zwar meistens inhaltlich, doch die Form der Bewerbung ist immer gleich: Du musst mit deiner Mappe überzeugen, denn nicht deine schulische Leistung ist hier entscheidend, sondern deine künstlerische Begabung. Je nach Hochschule kannst du dich bereits mit einem Realschulabschluss studieren, wenn du bei mit deiner Bewerbung überzeugen kannst.

Fange nicht zu spät mit deiner Mappe an.

Die Mappe

Deine Mappe sollte Werke und Arbeitsproben von dir enthalten, die dein individuelles gestalterisches Talent für die Prüfer sichtbar machen. Manche Hochschulen geben ein festes Thema vor, andere überlassen es dir ein Motiv zu wählen, das deine Arbeiten miteinander verbindet. Informiere dich direkt bei den jeweiligen Hochschulen, wie deine Mappe formatiert sein soll und ob Termine zur Mappenberatung angeboten werden. Viele Akademien bieten auch Kurse an, in denen du Material für die Bewerbung erstellen kannst.

Wenn du mit deiner Interpretation und deiner technischen Ausführung überzeugt hast, wirst du zu einer gesonderten Aufnahmeprüfung eingeladen. Hier gilt es innerhalb einer bestimmten Zeit eine weitere kreative Aufgabe zu erfüllen und überzeugend vorzustellen. In der Regel sind diese Prüfungen über mehrere Tage angesetzt.

Aber Achtung: Die Bewerbungsfristen an Kunsthochschulen endet meist sehr viel früher als an anderen Schulen und Universitäten. Wenn du dich also direkt nach deinem Schulabschluss dort bewerben möchtest, dann solltest du schon frühzeitig mit der Planung deiner Mappe beginnen.

Ablauf und Inhalte

Viele der üblichen Strukturen einer akademischen Ausbildung finden sich bei dem Fach Bildende Kunst nicht wieder. Zwar gibt es Kurse in denen verschiedenen Kompetenzen vermittelt werden, jedoch kannst du diese in der Regel frei wählen, je nach eigener Begabung und Interessen. Das Studium ist eher als Rahmen für deine weitestgehend freie Arbeit zu betrachten. Oftmals wird in überschaubar großen Klassen unterrichtet und zusammengearbeitet, um grundlegende Techniken und verschiedene Materialien kennenzulernen. Von Malerei mit selbst hergestellten Farben über Modellieren im kleinen und großen Maßstab, Installationen, die ganze Räume umfassen, Performance Art bis hin zum Programmieren von Apparaturen.

Dieser Studiengang bietet Raum für jede Art von kreativen Geistern. Abseits der vielfältigen praktischen Arbeit werden aber auch Kunsttheorie und Kunstgeschichte gelehrt. Im Verlauf des Studiums werden dir jedoch immer mehr Freiräume für deine individuelle Entwicklung als Künstler gelassen und du kannst selbst wählen, mit welchen Arten der Gestaltung du weiterarbeiten wirst.

Kunst studieren ist heutzutage nahezu überall möglich.

Bildende Kunst studieren in Deutschland

Berufsaussichten

Der große Traum vieler Kunststudenten ist es als freischaffender Künstler zu arbeiten und sich damit selbst zu verwirklichen. Der Start in die Szene ist aber keineswegs leicht und nur sehr wenige können sich etablieren, wenn ihre Arbeiten den Nerv der Kunstwelt und vor allem der Sammler treffen. Das Klischee der brotlosen Kunst ist leider nicht sehr weit von der Realität entfernt. Deswegen gehen viele Absolventen einer Nebenbeschäftigung nach, um ihre Leidenschaft finanzieren zu können.

Wer nicht darauf vertraut irgendwann sein eigenes Atelier unterhalten zu können, kann als Kurator oder Galerist tätig werden. Aber auch das sind nicht unbedingt sichere Stellen. Der Kunstmarkt unterliegt starken Schwankungen, je nach dem was gerade von wem nachgefragt wird. Viele Studenten der bildenden Kunst schaffen sich mit dem Lehramtsstudium ein zweites Standbein. Dazu solltest du bereit sein mit Kindern und Jugendlichen auf einer kunstpädagogischen Ebene zu arbeiten.


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