BWL studieren Team
Im BWL-Studium lernst du, die wirtschaftlichen Zusammenhänge in einem Unternehmen zu analysieren. | Foto: Vasyl Dolmatov/Getty Images
Autor

22. Apr 2021

Lina Wiggeshoff

BWL studieren: Das musst du wissen!

BWL studieren passt zu dir, wenn:

  • du gut mit Zahlen umgehen kannst.
  • du Organisationstalent hast.
  • du gerne Zusammenhänge analysierst.
  • du dich für Wirtschaft interessierst.
  • du kommunikativ bist.
  • du gut im Team arbeiten kannst.
  • du im späteren Beruf eine Führungsposition anstrebst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Voraussetzungen
  2. Inhalte
  3. Ablauf & Dauer
  4. Kosten
  5. Hochschule finden
  6. Alternativen zum Präsenzstudium
  7. Berufsaussichten & Gehalt
  8. Vor- und Nachteile
  9. Alternativen
  10. FAQ
  11. Überblick

Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen

Um ein BWL-Studium zu beginnen, musst du sowohl formale Voraussetzungen erfüllen als auch einige persönliche Kompetenzen mitbringen.

Formale Voraussetzungen

In der Regel brauchst du für das Studium die Hochschulreife, also das Abitur. Da Studiengänge im Bereich auch an Fachhochschulen angeboten werden, reicht in diesen Fällen auch das Fachabitur, also die fachgebundene Hochschulreife. Außerdem gibt es an einigen Universitäten auch die Möglichkeit, BWL ohne Abitur zu studieren. In diesem Fall brauchst du dann eine berufliche Qualifizierung, also zum Beispiel eine abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich.

Auswahlverfahren

Wie genau die Studienplätze auf die Bewerber /-innen aufgeteilt werden, entscheidet jede Hochschule selbst. Besonders an den privaten Hochschulen können dabei Eignungstest oder Motivationsschreiben eine Rolle spielen. Bei den meisten staatlichen Universitäten und Fachhochschulen ist der Numerus Clausus (NC) entscheidend, wenn es mehr Bewerber /-innen als Studienplätze gibt. Damit du einen Eindruck davon hast, wie hoch dieser NC ist, haben wir beispielhaft die Werte einiger Universitäten in einer Tabelle zusammengestellt.

Hochschule Studiengang Semester NC
Freie Universität Berlin BWL WS 20/21 1,6
Technische Hochschule Köln BWL WS 20/21 2,2
Universität Hamburg BWL WS 20/21 2,3
Hochschule Hannover BWL WS 20/21 2,3
Hochschule Darmstadt BWL SoSe 21 3,3

Persönliche Kompetenzen

Neben den formalen Voraussetzungen gibt es auch einige Softskills, die dir das Studium erleichtern können. Zum einen solltest du gute mathematische und analytische Fähigkeiten mitbringen, um bei dem anspruchsvollen Stoff nicht den Anschluss zu verlieren. Da der Studiengang sehr breit gefächert ist und viele Wahlmöglichkeiten bietet, ist es auch wichtig, dass du gut planen und organisieren kannst.

Diese Inhalte erwarten dich

Die Inhalte des BWL-Studiums sind sehr breit gefächert, denn Betriebswirte werden für die unterschiedlichsten Bereiche in Unternehmen ausgebildet. Je nach Schwerpunkt des Studiengangs kann es dabei Unterschiede geben. Um eine grobe Übersicht zu bekommen, stellen wir dir im folgenden typische Inhalte für Bachelor- und Masterstudiengänge vor.

Inhalte im Bachelorstudium

Im Bachelorstudium geht es wie bei den meisten Studiengängen erst einmal darum, in vielen Bereichen die Grundlagen zu schaffen. So werden auch hier betriebswirtschaftliche Grundlagen und Methoden vermittelt. Typische Lehrveranstaltungen kommen aus folgenden Bereichen:

  • Rechnungswesen
  • Marketing
  • Management
  • Volkswirtschaftslehre
  • Englisch
  • Mathematik für Ökonomen

Du lernst im Bachelorstudium, wie ein Unternehmen aufgebaut ist und welche Bereiche wie funktionieren.

Inhalte im Masterstudium

Der BWL-Master kann je nach Schwerpunkt unterschiedliche Inhalte haben. In vielen Studiengängen wird aber besonders die Ausbildung für eine Führungsposition in Unternehmen fokussiert. Deshalb findest du in Studienverlaufsplänen Veranstaltungen wie

  • Strategisches Management
  • Unternehmensführung
  • Unternehmenskommunikation
  • Personalführung

Du kannst dich im Master aber auch in anderen Bereichen wie Marketing und Logistik spezialisieren

Typische Fragestellungen

Damit du dir besser vorstellen kannst, was du im Studium genau lernst, haben wir noch einige typische Fragestellungen für dich gesammelt:

  • Was ist der Unterschied zwischen Außen- und Innenfinanzierung?
  • Wobei hilft die BCG-Matrix?
  • Wie erreiche ich eine Gewinnmaximierung für mein Unternehmen?
  • Was ist der Unterschied zwischen Kapital und Vermögen?

Ablauf & Dauer des BWL-Studiums

Auch bei Ablauf und Dauer des BWL-Studiums gibt es einige Standards, die sich an vielen Hochschulstandorten wiederfinden.

Bachelorstudium

Das BWL-Bachelorstudium dauert in der Regel sechs bis acht Semester. Hast du diese erfolgreich absolviert, bekommst du am Ende entweder den Bachelor of Arts (B.A.) oder den Bachelor of Science (B.Sc.). Die Art des Abschlusses hängt vom Schwerpunkt des Studiengangs ab. Der Bachelor of Sciene wird dann verliehen, wenn der Studiengang einen sehr wissenschaftlichen Schwerpunkt hatte.

Meist lernst du in den ersten Semestern vor allem betriebswirtschaftliche Grundlagen und kannst dich dann ab dem dritten Semester weiter spezialisieren und deine Schwerpunkte wählen. Außerdem gehört bei den meisten Universitäten auch ein Praxissemester oder zumindest einige Praktika zum Bachelorstudium dazu, damit du auch direkt in Unternehmen arbeitest. Auch Auslandssemester werden oft als Optionen angeboten, da die internationale Kommunikation in vielen Unternehmen eine große Rolle spielt.

Masterstudium

Das Masterstudium im Fach BWL dauert an den meisten Universitäten vier Semester. Auch hier sind verschiedene Abschlüsse möglich, der Master of Arts (M.A.), der Master of Science (M.Sc.) und zusätzlich der Master of Business Administration (MBA). Bei Letzterem liegt der Schwerpunkt im Management-Bereich.

Der genaue Ablauf des Masters ist sehr unterschiedlich. Deinen Schwerpunkt kannst du nämlich einerseits direkt mit deinem Studiengang wählen. Im BWL-Bereich gibt es Masterstudiengänge mit ganz verschiedenen Bezeichnungen, zum Beispiel "Business Administration" und "Medien- und Kommunikationsmanagement". Aber auch bei den breit gefächerten BWL-Mastern ist im Studium eine Spezialisierung möglich, mit vielen Wahlmöglichkeiten innerhalb des Studiums.

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Diese Kosten kommen auf dich zu

Mit welchen Kosten du während des Studiums rechnen musst, hängt davon ab, an welcher Hochschule du studierst. An staatlichen Hochschulen gibt es bis auf den Semesterbeitrag keine Kosten. 

Im Bereich BWL gibt es allerdings auch viele Angebote an privaten Hochschulen, die meist besondere Schwerpunkte möglich machen. Hier musst du allerdings finanziell sehr gut aufgestellt sein, pro Semester können durchaus 3.000 bis 5.000 Euro fällig werden.


 Nice to know

Wusstest du schon, dass…

...sich die Betriebswirtschaftslehre mit Prozessen innerhalb eines Unternehmens beschäftigt, wohingegen die Volkswirtschaftslehre gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge, zum Beispiel in einem ganzen Land, untersucht?

...BWL mit Abstand das beliebteste Studienfach in Deutschland ist? Im Wintersemester 2019/2020 waren über 230.000 Studierende in diesem Fach eingeschrieben.


So findest du die richtige Hochschule

Die Auswahl an Studiengängen im Bereich BWL ist riesig. In Deutschland gibt es mehr als 500 verschiedene Studiengänge in diesem Bereich. Dazu zählt nicht nur der Studiengang Betriebswirtschaftslehre, sondern zum Beispiel auch Studiengänge im Management-Bereich

Wenn du wissen möchtest, welche Universitäten in deiner Nähe einen Studiengang in diesem Bereich anbieten, wirst du bei unserer UNICHECK Studiengangssuche fündig. 

Alternativen zum Präsenzstudium

BWL kannst du nicht nur als Vollzeitstudium in Präsenz an einer Hochschule studieren, es gibt auch Alternativen zu dieser Form des Studiums.

1. Duales Studium

Eine Möglichkeit besonders praxisnah zu studieren, ist das duale Studium BWL. Diese Form des Studiums verbindet die Arbeit in einem Unternehmen mit dem theoretischen Input eines Studiums. 

Es gibt dabei unterschiedliche Arten des dualen Studiums. Entweder ist es ausbildungsintegrierend oder praxisintegrierend. Bei ersterem hast du am Ende auch eine Ausbildung abgeschlossen, du arbeitest also meistens tagsüber und hast abends und am Wochenende Vorlesungen. Beim praxisintegrierten dualen Studium gibt es immer wieder Praxiseinheiten, die sich mit den Theorieeinheiten abwechseln.

2. Berufsbegleitend studieren

Du kannst auch BWL studieren, wenn du bereits in einem Beruf der Branche arbeitest. Das nennt sich dann berufsbegleitendes Studium. Ähnlich wie bei dem ausbildungsintegrierenden Studium finden die Seminare und Vorlesungen vor allem am Wochenende und abends statt.

3. Fernstudium

Auch ein Fernstudium im Bereich BWL ist möglich. Dies kannst du in Voll- oder Teilzeit, zum Beispiel auch neben dem Beruf, absolvieren. Meist werden Fernstudiengänge an privaten Hochschulen angeboten. Du musst also mit hohen Kosten rechnen.

BWL studieren Führungsposition

Berufsaussichten & Gehalt

Die Berufsaussichten nach einem BWL-Studium sind gut. Das liegt vor allem daran, dass es viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten für Absolventen /-innen gibt. Sie können in nahezu allen Unternehmen arbeiten, in ganz unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören unter anderem:

  • Personalarbeit
  • Marketing
  • Logistik
  • Finanzwesen

Allerdings führt die große Beliebtheit des BWL-Studiums auch dazu, dass du dich besonders in einigen Branchen auf viele Mitbewerber /-innen einstellen musst.

Je nach Branche und Bereich sind die Gehaltsaussichten natürlich sehr verschieden. Dein Gehalt hängt außerdem auch von der Art deines Abschlusses ab. Die Spanne ist deshalb recht hoch und reicht von 2.500 Euro brutto bis 4.000 Euro brutto Einstiegsgehalt im Monat.

Nach oben gibt es im Laufe deines Berufslebens nicht wirklich eine Grenze. Viele BWL-Absolventen /-innen streben Führungspositionen an, in denen Gehälter sehr hoch ausfallen können. 6.000 Euro brutto im Monat und mehr sind dann keine Seltenheit.

Vor- und Nachteile eines BWL-Studiums

Um dir die Entscheidung für oder gegen ein BWL-Studium zu erleichtern, haben wir noch einmal die Vor- und Nachteile des Studiengangs zusammengefasst.

Vorteile

  • Attraktives Einstiegsgehalt
  • Einsatzmöglichkeiten in vielen verschiedenen Bereichen
  • breit gefächerte Studieninhalte
  • Gute Aufstiegschancen

Nachteile

  • Studium fordert Kompetenzen in vielen Bereichen
  • Hohe Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt
 

Diese alternativen Studiengänge gibt es

Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, ob das BWL-Studium das Richtige für dich ist, haben wir für dich noch einige Alternativen.

1. Marketing

Anstatt einen Marketing-Schwerpunkt innerhalb eines BWL-Studiums zu wählen, kannst du auch direkt Marketing studieren. Dort lernst du verschiedene Marketingstrategien kennen und kannst zum Beispiel den Schwerpunkt internationales Marketing wählen.

2. Wirtschaftsingenieurwesen

Im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen werden die Bereiche Wirtschaft und Technik miteinander verbunden. Neben Management und Marketing geht es also auch um Grundlagen der Elektrotechnik, Physik und Informatik

3. VWL

Wenn du dich nicht nur für wirtschaftliche Zusammenhänge innerhalb eines Betriebs, sondern auch in größeren Systemen interessierst, könnte das VWL-Studium das Richtige für dich sein. Dort beschäftigst du dich mit volkswirtschaftlichen Prinzipien, also den wirtschaftlichen Zusammenhängen innerhalb eines Landes.

FAQ

Was macht man mit BWL?

Nach einem BWL-Studium stehen dir viele verschiedene Jobmöglichkeiten zur Auswahl. Du kannst in Unternehmen egal welcher Branche arbeiten und dort Aufgaben in der Logistik, im Personalmanagement oder im Marketing übernehmen.

Was lernt man in einem BWL Studium?

Das BWL-Studium umfasst viele verschiedene Fachbereiche, von Rechnungswesen über Marketing bis hin zu Wirtschaftsmathematik. Du kannst dich während des Studiums selbst für einen Schwerpunkt entscheiden.

Wie lange muss man für BWL studieren?

Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs bis acht Semester. Wenn du noch einen Master dranhängen möchtest, kommen noch einmal zwei Jahre dazu.

Überblick

  • Das BWL-Studium dauert in der Regel sechs bis acht Semester und beinhaltet oft ein Praxissemester oder verschiedene Praktika.
  • Inhaltlich ist das Studium breit gefächert und vermittelt sowohl betriebswirtschaftliche Grundlagen als auch Wissen aus den Bereichen Marketing, Logistik und Rechnungswesen.
  • Nach dem Studium hast du gute Berufsaussichten und kannst mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 Euro brutto und 4.000 Euro brutto im Monat rechnen.

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