Panorama-Aufnahme von Halle mit Kirche St. Georgen
By White shark (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
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29. Okt 2015

UNIcheck

Studieren in Halle an der Saale

Gut erholt in der grünsten Stadt Deutschlands

Halle an der Saale, die Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel, ist 1.200 Jahre alt und liegt in Sachsen-Anhalt. In Gedenken an den großen Musiker richte die Stadt jedes Jahr die Internationalen Händel-Festspiele aus. Das 230.000 Einwohner zählende Halle bildet zusammen mit dem benachbarten Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle. Hier leben mehr als eine Million Menschen. Halle ist nicht nur Wirtschaftszentrum, sondern auch wichtiger Verkehrsknotenpunkt in den neuen Bundesländern.

Die vier Türme der Marienkirche und der 84 m hohe Rote Turm sind Halles Wahrzeichen. Halle ist die grünste Stadt Deutschlands, denn ganze 16 % des Stadtgebietes sind Grünflächen. Die historische Altstadt ist das größte Flächenarchitekturdenkmal in Europa. Hier befindet sich auch die älteste, dauerhaft existierende medizinische Akademie der Welt. Berühmt wurde die Stadt durch die Auseinandersetzungen zwischen Martin Luther und Kardinal Albrecht, welche die Reformation hervorbrachten. In Halle wurde auch die erste öffentliche, evangelische Kirchenbibliothek eröffnet. 

Hochschulen in Halle an der Saale

Als traditionsreiche Universitätsstadt hat Halle sehr gute Bedingungen für Studierende der Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Auch Kunst, Design und Musik werden als Studienfächer angeboten. Studenten aus der ganzen Welt sind willkommen und eine Bereicherung für den Wissenschaftsstandort. Neben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verfügt Halle mit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik über ein ausgezeichnetes Studienangebot.

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg-Heimstatt ist über 500 Jahre alt und damit eine der ältesten Universitäten Deutschlands. 20.500 Studierende haben sich im Wintersemester 2014 an zehn Fakultäten mit 17 Fachbereichen eingeschrieben. Schon immer gingen von Halle geistige Impulse aus, welche die Welt nachhaltig beeinflussten. Martin Luther ist wohl die bekannteste Persönlichkeit, die hier gelehrt hat. In Hochschulrankings in Pharmazie, Medizin und Erziehungswissenschaften belegt die Universität regelmäßig vorderste Plätze. Auch seltene Fächer wie Nahost-Studien, Sprechwissenschaft oder Bioinformatik werden hier gelehrt. Die Ausstattung von Sachsen-Anhalts Hochschulen ist anerkennenswert und die Betreuung sehr gut. An 51 Partneruniversitäten ist auch das Auslandsstudium weltweit möglich.

Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein verbindet Kunstakademie und Medienhochschule miteinander. Die international ausgerichtete Ausbildung findet in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft praktische Anwendung. Zehn Studiengänge mit 21 Studienrichtungen werden hier angeboten. Neben der allgemeinen Hochschulreife ist eine interne Eignungsprüfung Voraussetzung für die Aufnahme.

Weitere Studienmöglichkeiten bietet die 1952 gegründete Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die Einrichtung wurde nach Kaiser Leopold I. benannt. Sie ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum. Sie fördert den internationalen Austausch zu Themen aus Gesundheit, Energie und Klimawandel.

Das Studentenleben in Halle

Studenten schätzen den Standort Halle aufgrund der kurzen Wege und des sehr guten Angebotes an  Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Die Stadt hat dank der vielen Austauschstudenten ein internationales Flair. Nach Möglichkeit sollte sich Studenten eine Wohnung oder ein Zimmer im Innenstadtbereich von Halle suchen. Hier gibt es genügend Alternativen und auch bezahlbaren Wohnraum. In der Peripherie wurde bisher wenig in Neubauten oder Restauration investiert.

Am Universitätsplatz kann man im Sommer schön im Freien sitzen und einen Kaffee genießen. Das Paulusviertel mit seinen verwinkelten Gassen und Villen aus der Gründerzeit ist bei Studenten sehr beliebt. Es liegt zentral, bietet bezahlbaren Wohnraum und eine angenehme Atmosphäre. Die Stadtteile auf der anderen Seite der Saale, Neustadt und Silberhöhe, sind von Plattenbauten aus DDR-Zeiten gekennzeichnet, die noch nicht vollständig renoviert wurden.

Halle ist eine Stadt mitten im Umbruch. An vielen Stellen sind die Kontraste zwischen Alt und Neu sichtbar, was auch einen großen Teil des Halleschen Reizes ausmacht. Biergärten, Kneipen und Diskotheken sind in Halle an der Saale reichlich vorhanden, sodass für junge Menschen genügend abendliche Abwechslung geboten ist. Zahlreichen Parks sind beliebte Aufenthaltsorte im Sommer. Hier kann man sich auch mal mit einem Buch hinsetzen und lernen. 

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