Außenansicht des Reiterkastells im Limesmuseum in Aalen
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13. Jan 2016

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Studieren in Aalen

Hochschulstadt mit römischen Wurzeln

Aalen liegt auf der Schwäbischen Alb, 70 Kilometer östlich von Stuttgart und 50 Kilometer nördlich von Ulm. Die Mittelstadt mit etwa 60.000 Einwohnern hat eine aufregende Vergangenheit. Ihr Name leitet sich von Ala, der altrömischen Bezeichnung für eine berittene Militäreinheit, ab.

Um 150 nach Christus wurde in Aalen eine der größten Kastellanlagen nördlich der Alpen errichtet. Die dort stationierte Reitereinheit kontrollierte etwa ein Jahrhundert lang den obergermanisch-rätischen Abschnitt des Limes, den die UNESCO 2005 zum Welterbe erklärte.

Hochschullandschaft in Aalen

Aalens einzige Hochschule, die Hochschule Aalen, wurde 1963 gegründet und betreut heute etwa 5.000 Studierende. 36 Bachelor- und Masterstudiengänge stehen zur Auswahl, wobei der Schwerpunkt des Studienangebots in den Bereichen Wirtschaft und Technik liegt. Neben klassischer Betriebswirtschaftslehre können hier auch die Fächer Gesundheitsmanagement, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen belegt werden. Im technischen Bereich dominieren die Studienrichtungen Maschinenbau, Mechatronik und Augenoptik.

Wer sich für Technik interessiert, aber beim Abitur kein Glück hatte, kann sich in Aalen dennoch für Elektrotechnik, Optoelektronik oder Kunststofftechnik einschreiben. Für diese Fächer gibt es hier keinen Numerus clausus. Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Bachelorstudienganges an der Hochschule Aalen ist die fachgebundene Hochschulreife oder eine wenigstens als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Das macht die Hochschule auch für junge Leute interessant, die ohne „Vollabitur“, z.B. im Anschluss an eine Lehre oder eine bestandene Meisterprüfung, studieren möchten.

Das Innovationszentrum der Hochschule fördert die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und hilft jungen Unternehmern dabei, Ideen in marktfähige Produkte zu transformieren.

Studentenleben in Aalen

Wohnen und arbeiten ist für Studierende in Aalen nicht ganz einfach. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist zwar deutlich entspannter als in den meisten Großstädten, leicht ist die Suche nach einer Unterkunft aber dennoch nicht. Wer gerne alleine leben möchte, sollte mehrere Wochen Vorlaufzeit und etwa 500 Euro Warmmiete für ein 1,5-Zimmer-Apartment einplanen. Günstiger lebt es sich in einem der Studentenwohnheime. Davon gibt es fünf in öffentlicher und sechs in privater Trägerschaft. Da die Plätze knapp sind, sollten sich Interessenten möglichst früh bewerben.

Die Verkehrsanbindung von der Innenstadt zum etwa 2 Kilometer entfernten Campus ist tagsüber recht gut. Wer in der Aalener Innenstadt lebt, braucht deshalb nicht zwingend ein Fahrzeug. Ein eigenes Auto erhöht die Lebensqualität auf der ländlich geprägten Schwäbischen Alb dennoch enorm.

Studentenjobs sind in Aalen dünn gesät und werden vorwiegend in der Gastronomie oder im Einzelhandel angeboten. Besser stehen die Chancen für diejenigen, die nach einem Praktikumsplatz suchen. Hier bietet die im benachbarten Oberkochen ansässige Carl Zeiss AG insbesondere angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren viele spannende Optionen.

Das Nachtleben in Aalen ist überschaubar, ein traditionelles Studentenviertel gibt es nicht. In den Fachwerkhäusern der Altstadt finden sich jedoch zahlreiche Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen, die auch bei Studenten sehr beliebt sind. Wer die Nacht durchtanzen will, hat am Wochenende zwei Clubs zur Auswahl. Viele Studenten verbringen den Samstagabend aber dann doch lieber in Stuttgart.

Nebenjobs, Praktika und Einstiegspositionen in Aalen findest du im UNICUM Karrierezentrum.

Wie teuer ist das Leben in Aalen? Alle Infos im UNICUM Lebenskostenrechner.

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