MINT-Fach Naturwissenschaft studieren
Etwas für Neugierige: Naturwissenschaftliche Studiengänge | Foto: Thinkstock/DanComaniciu

16.08.2016

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06. Jan 2016

UNIcheck

Einblick ins naturwissenschaftliche Studium

MINT-Studienfächer im Check

Zwei Studierende über ihren Uni-Alltag

Hanna studiert Biochemie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, David Agrarwirtschaft an der Hochschule Neubrandenburg.

Auf UNICHECK berichten die beiden Darstellern aus dem Video der Kampagne "Studieren mit Meerwert" von ihrem Studium und erzählen, was ihnen an ihren naturwissenschaftlichen Studienfächern besonders viel Spaß macht und welche Bereiche die größte Herausforderung sind.


Video: Was lernt man in der Naturwissenschaft?


Warum hast du dich für dein Fach entschieden?

  • Hanna: Der Chemieunterricht in der Schule hat mir immer viel Spaß gemacht und mich hat besonders interessiert, wie Lebewesen auf molekularer Ebene funktionieren. Spannend fand ich auch den medizinischen Aspekt, also welche Reaktionen in einem kranken Körper ablaufen und wie man das behandeln kann. Ich habe mich für das Studium der Biochemie entschieden, weil ich damit die Möglichkeit hatte, genau das zu lernen und vielleicht einmal selbst in diesen Bereichen zu forschen.
     
  • David: Ich habe mich für den Studiengang Agrarwirtschaft an der Hochschule Neubrandenburg entschieden, weil er mir eine Vielfalt von späteren Jobmöglichkeiten eröffnet, und weil er mir einen optimalen Querschnitt aus den Bereichen Biologie, Wirtschaft und Technik bietet. Außerdem hat man die Möglichkeit, sich im späteren Berufsleben für eine nachhaltige und moderne Landwirtschaft einzusetzen.

Was gefällt dir an deinem Studium besonders gut?

  • Hanna: Ich finde es besonders spannend, in Vorlesungen zu lernen, woraus das Leben aufgebaut ist und wie die Strukturen von Biomolekülen aussehen. Interessant ist dabei natürlich, mit welchen Methoden solche Strukturen erforscht werden. Außerdem ist es toll zu verstehen, wie Biomoleküle miteinander wechselwirken und welche Funktionen sie ausüben. Mich faszinieren dabei die Moleküle im Menschen am meisten. Neben den Vorlesungen ist aber auch die Arbeit im Labor sehr spannend. Dabei merkt man dann, ob man die Theorie einer Methode wirklich verstanden hat.
     
  • David: Besonders viel Spaß macht mir die Abwechslung bei den Lehrveranstaltungen und das Studentenleben auf dem Campus. Es werden unterschiedliche Module durch alle Semester hindurch angeboten – von Botanik über VWL und Agrarpolitik bis hin zu Landtechnik und Marketing im Agrarbereich. Hier ist für jeden etwas Interessantes dabei. Die Nähe zum Tollensesee und die kurzen Wege zu den Vorlesungen und Übungen bieten ein entspanntes Studienumfeld.

Entspricht das Studium deinen Vorstellungen?

  • Hanna: Ich hatte von vielem gar keine Vorstellung. Zum Beispiel war mir nicht bewusst, wie vielfältig die Biochemie ist.
     
  • David: Ich hatte keine Vorstellung davon, wie weit gefächert die Agrarbranche ist und wie viele Fachgebiete es im "Agribusiness" gibt. Zum Beispiel kann man als Absolvent nicht nur einen Betrieb in der Praxis leiten, sondern auch in der Forschung, in der Unternehmensberatung oder im Bereich Qualitätsmanagement arbeiten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Was ist am Studium besonders herausfordernd?

  • Hanna: Ich fand das erste Jahr des Studiums am schwierigsten, da man in der Zeit nur Grundlagen lernt und wenig biochemische Themen behandelt werden. Gleichzeitig muss man sich erst mal auf den Ablauf an der Uni einstellen, das heißt Vorlesungen nacharbeiten, Klausuren vorbereiten und und und...
     
  • David: Eigentlich sind alle angebotenen Module gut zu meistern, wenn man sich reinhängt und gut auf die Prüfungen vorbereitet. Allerdings ist das Modul Agrarchemie eine kleine Herausforderung, da viele Kommilitonen Chemie in der Oberstufe abgewählt haben – genau wie ich. Doch mit ein wenig Lernbereitschaft ist auch diese Prüfung gut zu meistern. Abschrecken lassen sollte man sich davon auf keinen Fall.

Für wen ist dein Studienfach das richtige?

  • Hanna: Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man neugierig ist und die Dinge hinterfragt. Außerdem sollte man Frustrationstoleranz mitbringen, da die meisten Experimente nicht unbedingt gleich so laufen wie man sich das erhofft hat. Die Ergebnisse können einen immer wieder überraschen – das ist aber auch das Spannende daran. Dann ist Kreativität und Motivation gefragt, um über Umwege vielleicht doch zum Ziel zu kommen.
     
  • David: Man sollte Interesse für natürliche Prozesse bzw. Interesse für das Fach Biologie mitbringen. Es ist aber auch eine sehr gute Voraussetzung, wenn man sich in der Schule für die Fächer Wirtschaft oder Physik interessiert hat. Spezielle Vorkenntnisse im Bereich der Landwirtschaft sind aber nicht nötig, denn diese bekommt man noch genügend gelehrt. Das Studienfach Agrarwirtschaft ist also auch etwas für Quereinsteiger ohne besondere Vorkenntnisse.

Was willst du nach dem Master machen?

  • Hanna: Wenn ich das Master-Studium abgeschlossen habe, möchte ich gerne meinen Doktor machen. In welchem Fachgebiet das genau sein wird, weiß ich noch nicht – es gibt so viele spannende Bereiche!
     
  • David: Nach dem Studium würde ich gerne im vor- oder nachgelagerten Bereich der Agrarbranche in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten, also beispielsweise im Bereich Agrarmarketing, Agrarfinanz- oder Versicherungswesen. Einen konkreten Berufswunsch habe ich aber noch nicht, da ich gerne die vielen verschiedenen Bereiche durch z.B. Praktika oder Trainee-Programme noch näher kennenlernen möchte.

Kleine Zeitreise: Würdest du dich noch einmal für deinen Studiengang entscheiden?

  • Hanna: Auf jeden Fall!
     
  • David: Ja, würde ich. Das Studium hat meine Erwartungen erfüllt und in einigen Bereichen sogar übertroffen. Und ich fühle mich an meiner Hochschule sehr wohl. Ich kann meinen Studiengang und die Hochschule allen empfehlen, die Interesse an der Agrarbranche haben, denn diese Branche hat Zukunft: Agrarwirtschafts-Absolventen werden zunehmend von allen Unternehmensbereichen gesucht.

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