Mathematik Studium
Mathematik-Studium: Mehr als die Summe seiner Teile | Foto: Thinkstock/robertiez

16.08.2016

Tafel mit verschiedenen mathematischen Formeln

Hochschulranking Informatik und Mathematik

Die besten Hochschulen im Fachbereich...

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06. Jan 2016

UNIcheck

Mathematik

Die wunderbare Welt der Zahlen und Formeln

Mathematik studieren

Beschreibung und Inhalte

Die Mathematik gliedert sich in zwei Teilgebiete: die Reine und die Angewandte Mathematik. Die Reine Mathematik befasst sich mit abstrakten Strukturen und deren Relationen. Dabei wird eine möglichst große Bandbreite an Aussagen aus wenigen Annahmen abgeleitet.

Hauptgebiete der Reinen Mathematik sind:

  • Algebra
  • Analysis
  • Geometrie
  • Topologie
  • Zahlentheorie

Ziel der Angewandten Mathematik ist es, eine Grundlage zu schaffen, um Fragestellungen aus anderen, fächerübergreifenden Disziplinen anzugehen. Dies können sowohl andere Naturwissenschaften als auch Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften sein. Die Teilgebiete sind Numerik, Optimierung und Stochastik. Beide Teilgebiete kommen in Mathematik-Studiengängen gleichermaßen vor, auch wenn die Schwerpunkte etwas variieren können.

Aus der Mathematik haben sich zudem einige spezielle Fächer entwickelt. Dazu gehören die Wirtschaftsmathematik, Statistik und Technomathematik. Wirtschaftsmathematiker arbeiten hauptsächlich im Versicherungs- und Finanzwesen oder anderen Wirtschaftszweigen. Das Studium ist daher besonders anwendungsorientiert. Statistiker stellen mathematische Methoden zur Analyse empirischer Daten bereit und Technomathematiker haben die computergerechte Entwicklung mathematischer Modelle für die Lösung technischer Probleme sowie deren Auswertung zur Aufgabe.

Vorkenntnisse

Die Fähigkeit zum abstrakten, strukturellen Denken ist eine Grundvoraussetzung für das Studium, denn schließlich müssen viele mathematische Begriffe und Methoden erlernt werden. Dazu ist es wichtig, dass du solide Grundkenntnisse bereits aus der Schulzeit mitbringst. Zudem solltest du als angehende Mathematiker auch nicht vor einer interdisziplinären Zusammenarbeit zurückschrecken. Eine Tendenz zeichnet sich noch während des Studiums ab, wenn es heißt, ein Vertiefungsfach zu wählen. Dabei liegen Informatik oder Physik oft besonders nahe, aber andere Fächer sind ebenso denkbar.

Eine praktische Tätigkeit muss in der Regel vor Studienbeginn nicht nachgewiesen werden. An vielen Universitäten ist Mathematik zulassungsfrei. Einige Hochschulen sind aber dazu übergegangen, einen speziellen Eignungstest einzuführen, um sicherzustellen, dass die Studierenden über die notwendigen Vorkenntnisse und das geforderte Abstraktionsvermögen verfügen. Eine unverbindliche Alternative ist das Angebot der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort kann jeder kann mit dem sogenannten Eignungsselbsttest eine erste Tendenz feststellen. Nicht umsonst gilt Mathematik als äußerst schwieriges Fach mit einer hohen Abbruchquote – gerade im ersten Semester.

Studiengang Mathematik

Der Bachelor-Studiengang Mathematik ist an deutschen Hochschulen recht einheitlich aufgebaut. Anfangs erfolgt die Ausbildung in Analysis und Linearer Algebra sowie einem Fach der Angewandten Mathematik, meist Wahrscheinlichkeitstheorie oder Numerik. Hinzu kommt noch das sogenannte Nebenfach, das im Hinblick auf eine Profilbildung für die spätere Berufstätigkeit von Bedeutung sein kann. Im Master-Studiengang können sich die Studierenden dann noch weiter spezialisieren.

Bei der Wahl des Studienortes solltest du dich daher genau informieren, welchen Schwerpunkt du wo setzen kannst, denn das Angebot hängt stark von der jeweiligen Hochschule und deren Fachbereichen ab. Zur Auswahl stehen Fachhochschulen und zahlreiche Universitäten, an denen ein Mathematik-Studium möglich ist.

Berufsaussichten für Mathematik-Absolventen

In kaum einem Fach sind die Berufschancen so vielfältig und so gut wie in der Mathematik. Studien bestätigen: Mathematiker können sich heute meistens ihren Arbeitsplatz aussuchen.

Dabei müsst du dich nur mit den vielfältigen Möglichkeiten der Mathematik auseinandersetzten und dich von der klassischen Vorstellung verabschieden. Oftmals werden Mathematiker nämlich nicht nur wegen ihres spezifischen Wissens gesucht, sondern sind als Generalisten aufgrund ihrer Fähigkeiten wie Abstraktionsvermögen, Analysefähigkeit und Durchdringung von Problemfeldern gefragt. Deswegen füllen Mathematiker als "Allroundtalente" auch Stellen aus, die auf den ersten Blick gar nicht als Mathematiker-Stellen erkennbar sind. Von daher ist es manchmal gar nicht so leicht, ein passendes Angebot zu erkennen.

Wenn du dich für pädagogische Inhalte interessierst und dir vorstellen kannst, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, solltest du über die Möglichkeit eines Lehramtsstudiums nachdenken. Der Bedarf an Mathelehrern ist recht hoch.


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