Spieler mit Controller vor Konsolenspiel
Mitten drin - Im Gamedesign erschaffst du neue Spielwelten | Foto: Unsplash/Glenn Carstens-Peters

16.08.2016

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30. Mai 2017

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Gamedesign studieren

Vom Konzept zum Gameplay

Gamedesign studieren

Computerspiele werden immer beliebter, denn in den letzten Jahren haben sich immer mehr Genres entwickelt, die nicht nur etwas für eingefleischte Profi-Gamer sind. Der Spieler von heute will nicht nur gefordert werden, sondern auch eine Story in fantastischer Grafik oder gar als Virtual Reality erleben.

Dann sind da noch die zahlreichen Spiel-Apps für Handy und Tablets, von denen man manchmal einfach nicht die Finger lassen kann. Es geht um das Gesamtpaket und genau dafür ist ein Studium im Gamedesign genau das Richtige. Hier wird dir das nötige Wissen an die Hand gegeben, um digitale, aber auch analoge Spiele entwickeln und umsetzen zu können.

Dazu gehört nicht allein das Tippen von Codezeilen. Es geht in diesem Studiengang darum, Spielewelten samt Charakteren, Spielregeln und der verschiedenen Level, sowie interaktive Elemente wie die  Benutzeroberfläche für bestimmte Zielgruppen zu kreieren und zu vermarkten.

Vorkenntnisse

Du interessierst dich für Computerspiele und könntest Stunden damit vor dem Rechner verbringen? Das ist zwar eine Grundvoraussetzung, aber als Qualifikation für das Studium reicht das leider nicht. Du solltest viel gestalterisches Talent zeigen, dich mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der Computer- und Konsolentechnik auskennen und eine Affinität für Informationstechnik mitbringen.

Aufnahmevoraussetzung

Bewerben kannst du dich mit der allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife über die digitalen Anmeldeformulare auf den jeweiligen Websites der Hochschulen. Nach deiner Bewerbung musst du deine Vorkenntnisse bei einem Aufnahmegespräch und einer praktischen Prüfung unter Beweis stellen.

Ebenso fließt die Mappe mit Arbeitsproben in die Beurteilung ein. Hier wird die Präsentation eigener Konzepte und Prototypen erwartet, um sowohl deine Kreativität, als auch dein technisches Verständnis einschätzen zu können.

Gamedesignstudium in Deutschland

Gamedesign ist natürlich nicht so weit an deutschen Hochschulen verbreiten wie die BWL oder gar andere Designstudiengänge. Und die Plätze sind begehrt: Die Vitruvius Hochschule in Leipzig (Gamedesign (B.A.)) bietet 30 Studienplätze zu jedem Wintersemester. In Berlin und Hamburg gibt es an der BTK Hochschule für Gestaltung Gamedesign (B.A.) mit Modulen in Englischer Sprache.

Andere Alternativen sind die mAHS media Akademie in Stuttgart (Gamedesign (B.A.)) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Gamedesign (B.A.)). Über den Bachelorabschluss (Game Design (B.Sc.), Game Design (B.A.)) hinaus bietet die MD.H den Master (Game Design (M.A.)) in Düsseldorf, München und Berlin an.

Ablauf

Auch wenn die Gestaltung der Semesterinhalte je nach Hochschule sehr unterschiedlich ausfallen, ist der generelle Aufbau des Studiums in sechs bzw. sieben Semestern recht ähnlich. In den ersten beiden Semestern werden Grundlagen für Design und die Programme vermittelt, die in späteren Semestern verwendet werden. So lernst du mit Grafikprogrammen und Spiel-Engines wie Unity oder der Unreal Engine umzugehen und Programmiersprachen richtig anzuwenden.

Des Weiteren stehen Kurse rund ums wissenschaftliche Arbeiten und Wirtschaftswissenschaft auf dem Lehrplan. In den Folgesemestern geht es darum, eine Spezialisierung auf Grundlage von persönlichem Interesse und Talent aufzubauen. Du hast die Wahl zwischen einem künstlerischen und einem technischen Schwerpunkt.

Im gesamten Verlauf des Bachelorstudiums stehen immer wieder praktische Projektarbeiten an, die im Team bewältigt werden müssen. So hast du schon Anfang die Möglichkeit zum Beispiel dein erstes 2D-Spiel zu entwickeln. An vielen Hochschulen ist ein Praxissemester vor der Bachelorarbeit eingeplant, das auch im Ausland absolviert werden kann.

Berufsaussichten

Der Abschluss im Gamedesign öffnet dir die Türen zu jeder Abteilung der Spieleindustrie, sowohl bei großen Spiele-Publishern, als auch in unabhängigen Entwicklerstudios. Ob bei der Konzeption und Produktion von analogen oder digitalen Spielen, das Fachwissen und die Kreativität der Absolventen dieses Studiengangs sind hier gleichermaßen gefragt.

Auch als Spielejournalist und -kritiker kannst du nach dem Studium tätig werden, sowohl bei digitalen als auch analogen Magazinen, oder als Special-Effects-Artist in der Filmbranche.

Da viele Firmen, die mit Games zu tun haben weltweit agieren, besteht hier für dich die Chance auch außerhalb Deutschlands oder gar Europas Karriere zu machen. Dank der Internationalität des Studienfachs, kannst du schon während des Studiums entsprechende Kontakte schließen.


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