Studium Brauwesen
Das Brauwesen-Studium ist anspruchsvoll ... Na dann, Prost! | Foto: Thinkstock/m-gucci
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06. Jan 2016

UNIcheck

Brauwesen studieren

Alle Infos zum Studiengang

Brauwesen studieren leicht gemacht

Beschreibung und Inhalte

Wo kommt Bier eigentlich her, wie wird es gebraut und woraus besteht es? Das und noch viel mehr erfährt man im Brauwesen-Studium. Meistens geht es sogar nicht nur um Bier allein, sondern allgemein um die Getränkeherstellung. Von den Ausgangszutaten, über die Maschinen, in denen gebraut wird, bis hin zur Verpackung, in die das Getränk gefüllt wird.

Eines gleich vorweg: zu den Aufnahmekriterien gehört es nicht, gern Bier zu trinken. Ist das dein einziger Grund für das Studium, solltest du vielleicht doch lieber in die Kneipe um die Ecke gehen, denn ein grundlegendes Verständnis für Naturwissenschaften und Technik ist unbedingt notwendig. Brauwesen vereint die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Technik. Gleich im ersten Studienjahr des Bachelors gibt es Seminare zu allgemeiner und anorganischer Chemie, zu Experimentalphysik oder auch technischem Zeichnen. Auch grundlegende Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre werden vermittelt. Später kommen noch Fächer wie Elektrotechnik, Mikrobiologie, Statistik und Ernährungsphysiologie dazu.

Im Master werden dann die Bereiche Lebensmitteltechnik und Chemie, sowie Mathematik noch vertieft. Außerdem bekommst du Einblicke ins Marketing. Wer sich jetzt immer noch für Brauwesen einschreiben möchte, hat leider nicht die Qual der Wahl. Bundesweit bieten nur zwei Hochschulen insgesamt fünf Studiengänge dazu an. Die gute Nachricht ist aber, dass es zumindest in München keine Zulassungsbeschränkung gibt. An der TU Berlin lag der Numerus Clausus im WS 2014/2015 dagegen bei 2,2.

Vorkenntnisse

Bis zu 18 Wochen Praktikum müssen meist während des Studiums, zum Teil auch noch vor Studienbeginn, abgeleistet werden. Einen Eignungstest müssen die angehenden Studenten vor Beginn des Studiums nicht machen.

Studiengang Brauwesen

Wie bereits erwähnt, viele Auswahlmöglichkeiten gibt es nicht, wenn man sich für Brauwesen einschreiben möchte. Zwei der fünf angebotenen Studiengänge gibt es an der Technischen Universität Berlin und drei an der Technischen Universität München. Wer einen Master machen möchte, muss sich nicht einmal mehr entscheiden: den gibt es nur in München.

Folgende Studiengänge werden in Deutschland derzeit angeboten:

Studenten, die den Master in der Tasche haben, können in Berlin noch promovieren. Die TU Berlin bietet ein Aufbaustudium an und verleiht den Titel "Doktor der Ingenieurwissenschaften".

Zahlen

Wie in vielen naturwissenschaftlichen Studiengängen überwiegt auch hier der männliche Anteil an Studenten. Unter den im Wintersemester 2014/15 bundesweit rund 839 eingeschriebenen Brauwesen-Studierenden waren nur 145 weibliche.

Berufsaussichten für Brauwesen-Absolventen

Die Berufsaussichten nach dem Studium sind vielfältig. Wer an der Uni bleiben möchte, kann, wie praktisch jeder Akademiker, in die Forschung gehen. Geforscht wird allerdings nicht nur am Campus, sondern auch in speziellen Laboratorien und Entwicklungseinrichtungen. Mit deinem Abschluss kannst du auch als Braumeister oder Qualitätsbeauftragter arbeiten. Zuliefer- und Handelsbetriebe stellen Brauingenieure ein und wenn du dich während des Studiums darauf spezialisierst, steht dir auch der Weg in die Wein- und Lebensmittelüberwachung frei. Mit einem Masterabschluss ist sogar der Aufstieg in die Unternehmensführung möglich.

Einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, wird vermutlich nicht allzu schwer. Gerade der Bereich "Functional Food" wächst zurzeit. Dadurch gibt es erhöhten Bedarf an neuartigen Getränken mit speziellen Funktionen, der durch neue Arbeitskräfte gedeckt werden will. Damit stehen die Chancen auf eine Stelle in der Produktentwicklung nicht schlecht. Wen nach dem Studium das Fernweh plagt, der kann nach Schottland gehen. Dort gibt es das International Centre for Brewing and Distilling. Hier wird unter anderem im Bereich des Brauwesens geforscht. Und auch sonst sind in Deutschland ausgebildete Brauingenieure in ausländischen Brauereibetrieben gern gesehen.


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